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Hanau plant bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung

Hanau plant bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung

Die Stadt Hanau treibt laut einer Pressemitteilung aus dem Rathaus die kommunale Wärmeplanung weiter voran. „Ziel der ‚Kommunalen Wärmeplanung‘ ist es, eine langfristige Orientierung für eine sichere, bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung in der Brüder-Grimm-Stadt zu schaffen“, sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

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Die inzwischen abgeschlossene Bestands- und Potenzialanalyse mache die Bedeutung der Wärmewende deutlich: "Derzeit werden rund 70 Prozent des Wärmebedarfs in Hanau durch Erdgas gedeckt. Gleichzeitig ist knapp die Hälfte aller Heizungsanlagen älter als 20 Jahre und wird in den kommenden Jahren ersetzt werden müssen. In der Stadt Hanau besteht damit die historische Chance, die Wärmeversorgung von rund 20.000 Gebäuden strategisch neu zu planen und schrittweise zukunftsfähig zu gestalten. Unabhängig von bundespolitischen Diskussionen hält die Stadt Hanau weiterhin an ihren Klimazielen fest. Die Wärmewende bleibt eine zentrale Zukunftsaufgabe: Für den Klimaschutz, für die Versorgungssicherheit und für langfristig stabile Energiekosten", sagt Oberbürgermeister Kaminsky. Im Sommer 2023 hatte er gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri (SPD) und Stadträtin Isabelle Hemsley (CDU) die "Wärme- und Klima-Kommission Hanau" ins Leben gerufen. In der Kommission sitzen Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung und städtischer Betriebe an einem Tisch. Ihr Auftrag ist es, die notwendigen Schritte für eine klimaneutrale Wärmeversorgung vorzubereiten und umzusetzen.

Im ersten Schritt haben Expertinnen und Experten umfangreiches Datenmaterial ausgewertet.  Ergänzend wurden wichtige Akteure aus der Wirtschaft befragt, darunter die Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, die Kreishandwerkerschaft Hanau, Energieberaterinnen und Energieberater sowie das Schornsteinfegerhandwerk. Aus den Ergebnissen wird derzeit der kommunale Wärmeplan für Hanau erstellt. Der Entwurf wird im August im öffentlichen Struktur- und Umweltausschuss der Stadt Hanau vorgestellt. Im Anschluss beginnt die gesetzlich vorgesehene Offenlage. Während dieser Phase haben Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Träger öffentlicher Belange und weitere Interessierte die Möglichkeit, Stellungnahmen einzureichen. Ergänzend plant die Stadt Informationsveranstaltungen. Die Veröffentlichung des endgültigen kommunalen Wärmeplans ist für November vorgesehen.

"Der kommunale Wärmeplan ist ein strategisches Planungsinstrument. Er zeigt auf, wie die zukünftige Wärmeversorgung in Hanau grundsätzlich ausgestaltet werden könnte und welche Gebiete sich perspektivisch eher für zentrale Lösungen wie Fernwärme oder für dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen eignen könnten. Unmittelbare rechtliche Auswirkungen für Eigentümerinnen und Eigentümer ergeben sich daraus nicht. Aus der ‚kommunalen Wärmeplanung‘ entstehen keine direkten Verpflichtungen für Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer. Der Wärmeplan ersetzt auch keine individuelle Gebäude- oder Heizungsplanung. Er schafft vielmehr Transparenz und Orientierung darüber, welche Entwicklungen in einzelnen Stadtgebieten künftig denkbar sind", sagt Kaminsky.

Eine wichtige Rolle soll künftig das bestehende Fernwärmenetz spielen: "Dieses umfasst derzeit rund 70 Kilometer Leitungsnetz und soll in den kommenden Jahren sowohl erweitert als auch innerhalb bestehender Versorgungsgebiete verdichtet werden. Gleichzeitig werden dezentrale Lösungen einen wichtigen Beitrag zur Wärmeversorgung leisten. Bereits heute unterstützt das Amt für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz Bürgerinnen und Bürger mit verschiedenen Informations- und Beratungsangeboten. Dazu zählen die monatliche kostenfreie Energieberatung sowie die Veranstaltungsreihe 'Energiewende Zuhause' gemeinsam mit der Volkshochschule Hanau, die regelmäßig praxisnahe Informationen zu energetischer Sanierung und erneuerbaren Heizsystemen bietet. Die Stadt Hanau ist gesetzlich verpflichtet, einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen", heißt es abschließend aus dem Rathaus.

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