TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Mit schönen Grüßen aus Hanau an Angela Merkel

Mit schönen Grüßen aus Hanau an Angela Merkel

Beim Kinderrechte-Twister setze er problemlos Hände und Füße auf die farbigen Punkte, beim Quiz am Kinderrechte-Mobil beantwortete er alle Fragen locker, und am Ende musste er Autogramme im Dutzend geben.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis

grimmraabeschule.jpg

grimmraabeschule1.jpg

grimmraabeschule2.jpg

Mit ungewohnten Aufgaben verknüpft war der  Besuch des Bundestagsabgeordneten Dr. Sascha Raabe an der Brüder-Grimm-Schule. Und am Ende setzten die Grundschüler den SPD-Politiker als Postillion ein, um Bundeskanzlerin Angela Merkel „schöne Grüße aus Hanau“ zu übermitteln.

Die Brüder-Grimm-Schule ist eine von zwei Kinderrechteschulen in Hanau, die Brüder-Grimm-Stadt genießt den Status einer „kinderfreundlichen Kommune“. So war es kein Wunder, dass Raabe zum Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention im Auftrag von UNICEF Deutschland am Aktionstag unter dem Motto „Ich hab immer Rechte“ sehr gerne dem Nachwuchs über seine Erlebnisse als Entwicklungspolitiker berichtete. Bildung, Nahrung und Gesundheit seien allesamt Kinderrechte. Doch nicht überall auf dieser Welt seien sie gegeben. 250.000 Kinder würden in Ghana und der Elfenbeinküste auf Kakaoplantagen arbeiten und könnten deshalb nicht zur Schule gehen. Raabe berichtet von Kindersoldaten, von der Arbeit in Minen, in denen Acht- und Neunjährige Rohstoffe für Handys und Computer zu Tage bringen, von der Schufterei in Textilfabriken.

„Ihr sollt niemanden hänseln, nur weil er die Augen ein bisschen anders hat, weil er weiße, braune oder schwarze Haut hat. Sagt, wir Kinder wollen das nicht. Haltet zusammen!“, appellierte Raabe an die Grundschüler und forderte sie auf, sich in der Schule zu engagieren, für das Leben zu lernen: „Versucht so gut zu sein, wie es geht.“ Die Kinder trugen den „Kinderrechtesong“ und das „Friedenslied“ vor und sagten damit, so Raabe, „alles wichtige, für das Politiker lange Reden benötigen“. Kinderrechte fangen im Kleinen, an der Schule an, berichtet Direktorin Haide Nolte zu Beginn und berichtete über die vielfältigen Aktivitäten wie Pausenhelfer, Junior-Botschafter und Sammelaktionen für Patenkinder, mit denen sich das Thema Kinderrechte wie ein roter Faden durch den Schulalltag ziehe.

Und die Kinder zeigten bei ihren vielen Fragen keinerlei Zurückhaltung gegenüber dem Politiker. Ob er ein echter Doktor ist? – Ja, aber keiner für Medizin. Ob er ein guter Schüler war? – Ja. Ob Angela Merkel nett ist? – Ja, sehr, sie gehöre nur der falschen Partei an. Ob er eine Villa hat? – Nein, er benötige keinen Luxus. Ob er ein Haustier hat? Früher eine Katze, aber, weil er so selten zu Hause ist, jetzt keins mehr. Und eine Frage beantwortete Sascha Raabe besonders gerne: „Was ist ihr Lieblingsfußballverein?" - "Eintracht Frankfurt - natürlich!"

Foto: Einsatz mit Hand und Fuß für Kinderrechte: Dr. Sascha Raabe spielt an der Brüder-Grimm-Schule Kinderrechte-Twister.

Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis