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Tödlich verunglückter Stefan Bahn erhält posthum die Hanauer Bürgerplakette

Tödlich verunglückter Stefan Bahn erhält posthum die Hanauer Bürgerplakette
Oberbürgermeister Claus Kaminsky mit Jutta Bahn (rechts) und ihrer Tochter Jana Bahn.

Die Stadt Hanau verleiht die Bürgerplakette posthum an Stefan Bahn. Mit der Auszeichnung würdigt die Stadt sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement für Hanau, die Stadtgesellschaft und die Vereinslandschaft der Region. Oberbürgermeister Claus Kaminsky: „Sein Wirken hat nachhaltige Spuren hinterlassen und prägt die Stadt bis heute.“ Bahn verstarb im Oktober 2024 infolge eines Verkehrsunfalls ohne eigenes Verschulden.

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"Stefan Bahn hat sich über viele Jahre mit großem Einsatz und bemerkenswerter Zielstrebigkeit für die Stadt Hanau und die Menschen in der Region engagiert. Dabei stellte er seine Fähigkeiten, seine Erfahrung und sein weitreichendes Netzwerk stets in den Dienst der Allgemeinheit, ohne dabei die eigene Person in den Vordergrund zu rücken", führt Kaminsky weiter aus.

Untrennbar verbunden bleibt der im Alter von nur 56 Jahren verstorbene Bahn mit der Rettung und Sanierung des historischen Wilhelmsbader Karussells, dem ältesten feststehenden Karussell der Welt. So gehörte er zu den treibenden Kräften hinter dem ambitionierten Vorhaben, das einzigartige Kulturdenkmal zu erhalten und wieder in Betrieb zu nehmen. Seinem beharrlichen Engagement ist es maßgeblich zu verdanken, dass sich 1998 ein Förderverein gründete, der die umfassende Restaurierung des Karussells zum Ziel hatte. Nach dem Beginn der Sanierungsarbeiten im Jahr 2010 konnte das historische Karussell im Juli 2016 wieder eröffnet werden. Heute zählt es zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Hanaus und zieht Besucherinnen und Besucher weit über die Stadtgrenzen hinaus an.

Neben seinem Einsatz für das Wilhelmsbader Karussell engagierte sich Stefan Bahn über viele Jahre im Sport. Zunächst im Sportkreis Hanau, später im Sportkreis Main-Kinzig-Kreis, setzte er sich mit Nachdruck für die Förderung des Breitensports und die Unterstützung der Vereine ein.

Besonders wichtig war ihm die Stärkung des Ehrenamts. Mit großem Engagement setzte er sich dafür ein, bürokratische Hürden für ehrenamtlich geführte Vereine abzubauen und deren Arbeit zu erleichtern. Als er im Jahr 2021 nach 27 Jahren Tätigkeit im Sportkreis, davon zwölf Jahre als Vorsitzender, sein Engagement beendete, wurde er als engagierter Förderer des Sports und des Kinderschutzes geehrt. Hervorgehoben wurde dabei insbesondere sein Beitrag zur Umsetzung einer Vereinbarung zum Schutz des Kindeswohls im Sport auf Grundlage des Bundeskinderschutzgesetzes.

"Mit seinem Wirken hat Stefan Bahn weit über einzelne Projekte hinaus Maßstäbe gesetzt. Sein Engagement war geprägt von Verantwortungsbewusstsein, Beharrlichkeit und dem festen Willen, das Gemeinwesen nachhaltig zu stärken. Die Bürgerplakette ist Ausdruck unseres Dankes und unserer Anerkennung für sein außergewöhnliches Lebenswerk", sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

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Oberbürgermeister Claus Kaminsky mit Jutta Bahn (rechts) und ihrer Tochter Jana Bahn.

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Die Bürgerplakette, welche Stefan Bahn posthum verliehen wurde.

Fotos: Stadt Hanau / Moritz Göbel

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