Die Drittliga-Handballer der Grimmstädter erwarten am Sonntag (15 Uhr) die SG Nussloch. Die mit Aufstiegsambitionen gestarteten Gäste kommen dabei mit Christian Zeitz an den Main. Der Weltmeister von 2007 und Topstar der Liga ist nach einer Verletzungspause wieder fit und dürfte für die ganz besonderen Momente in der Main-Kinzig-Halle sorgen.
Da passt es ins Bild, dass die Zeitz-Erben derzeit ebenfalls für Furore sorgen. Da die deutsche Nationalmannschaft bei der aktuell im eigenen Land stattfindenden Handball-WM das Endspiel erreichen kann, wird die Partie der HSG Hanau gegen Nussloch um zwei Stunden vorgezogen, damit alle im Anschluss gemeinsam das Finale genießen können. Anpfiff in der Main-Kinzig-Halle ist folglich um 15 Uhr. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an die Verantwortlichen der SG Nussloch, die der Terminverlegung sofort zugestimmt haben.
Im Anschluss an die Partie baut HSG-Partner VM-Events in der Main-Kinzig-Halle eine große Leinwand auf, so dass alle Handballfans gemeinsam das WM-Finale, hoffentlich mit deutscher Beteiligung, sehen können. Davor wollen aber die Spieler von Trainer Patrick Beer unbedingt zwei Punkte einfahren. Auch wenn der Coach auf seinen gesamten Kader zurückgreifen kann, liegt die Messlatte gegen den Tabellenvierten sehr hoch. „Da kommt ein Gegner mit wahnsinnig viel Qualität auf uns zu. Sie wurden vor der Saison als Topfavorit gehandelt und liegen derzeit ein bisschen hinter den Erwartungen zurück. Nussloch dürfte sich gegen uns viel vorgenommen haben“, sagt Beer.
Neben Zeitz ist dabei Kevin Bitz die herausragende Persönlichkeit. Der von vielen höherklassigen Klubs umworbene Rückraumspieler war zuletzt die prägende Figur im Spiel der Gäste. „Wir müssen ihre Abwehr in Bewegung bringen und müssen umgekehrt ihr Tempospiel unterbinden“, gibt Beer die Marschroute vor.
Mit einem Sieg kann Hanau als Tabellenfünfer zu Nussloch aufschließen und dürfte weiterhin von einer erneuten DHB-Pokalteilnahme träumen. Doch dazu muss gegen Weltmeister Zeitz und Co. alles passen. Die Grimmstädter hoffen aufgrund der aktuellen Handball-Euphorie und angesichts des prominenten Gegners auf eine volle Halle und einen Blauen Block in Bestform. Den wird es brauchen, um gegen den Favoriten etwas Zählbares herauszuholen.
Foto: HSG Hanau


