Ein Windrad im Wald heizt bei den meisten Freigerichtern keine Wohnung

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In der Debatte über den Bau von Windkraftanlagen in der Gemeinde Freigericht meldet sich VORSPRUNG-Leser Mathias Feick zu Wort.

"Mit Verwunderung muss ich doch die vergangenen Artikel von einzelnen Mitgliedern des Energiestammtisches und deren Befürwortern lesen und mit einer Klarstellung zu den unsportlichen Äußerungen Stellung beziehen.  Als einer der Gründungsmitglieder kann ich hier aus nächster Nähe berichten.

Die IG Gegenwind hatte frühzeitig Kontakt mit dem Vorsitzenden des Energiestammtisches aufgenommen, um im demokratischen Wettbewerb im Rahmen der vergangenen Freigerichter Energietage kritisch auf das Windradprojekt eine andere Sichtweise dem mündigen Bürger aufzuzeigen. Leider wurden wir vom Vorsitzenden schriftlich ausgeladen, mit der Begründung „[…]  Die Ausstellung ist nicht dafür gedacht, die Energiewende zu verhindern […]“. Daraufhin hat die IG Gegenwind weitere Bestrebungen eingestellt.

Die öffentlichen Darstellungen des Energiestammtisches zur IG Gegenwind sind falsch und reihen sich in die Kategorie 'Fakenews' ein. Wir als IG sind nur gegen Windräder im Standort Wald. Wir hoffen, dass dies nun endlich von den Pro Akteuren so verstanden wird. Auch wir sind für erneuerbare Energien, jedoch sind wir die einzige Gemeinschaft, die sich auch darüber Gedanken macht, welche negativen Folgen dies für unseren Standort, die Bürger und Natur bedeutet. Wir wollen keine Windräder im Wald. Die Fraktionen, die sich für Windkraftanlagen einsetzen, blenden dabei aus, dass mit den geplanten Windrädern unser Wald zu einem Industriegebiet ausgebaut werden soll.

Wollen die Freigerichter, dass im zweiten Schritt auch noch Energiespeicher im Wald aufgestellt werden? Wollen die Freigerichter, dass die bayerische Seite auch noch ihre Windräder nebenan aufbaut? Wollen die Freigerichter, dass Windräder in einem Niedrigwindgebiet aufgestellt werden, während z. B auf dem Meer mit der doppelten Betriebszeit zu rechnen ist? Wollen Sie, dass wir in Freigericht für die Energiewende in Zukunft die Last in ihren Naturerholungsgebiet tragen? Wir als IG wollen dies nicht; wir als IG hoffen, dass viele Freigerichter dies ähnlich sehen und am 10.07. beim Bürgerentscheid ihr demokratisches Recht in die Hand nehmen. Des Weiteren sollten sich lieber alle dafür einsetzen, dass die Energiewende auch bezahlbar und sinnvoll bleibt, da nur die Bürger diese auch finanziell tragen müssen. Den Taschengeldzuschuss von 1.000 Euro für Solaranlagen in der Gemeinde Freigericht sehen wir positiv, dies kann aber nur der erste Schritt sein, um Freigericht mit Solar energieneutraler zu machen.

Zum Abschluss muss man sich doch fragen, warum sich in Freigericht niemand für eine Biogasanlage einsetzt, da dies ein direkter und spürbarer Beitrag für die Freigerichter Bürger wäre, um im aktuellen Ukraine-Krieg eine direkte und umweltfreundliche Alternative zu sein. Ein Windrad im Wald heizt bei den meisten Freigerichter keine Wohnung, wenn sich möglicherweise in naher Zukunft die Gaslieferungen verringern oder noch teurer werden. Leider wurde auch dies verschlafen, da es in Freigericht keine nachhaltige Energiestrategie gibt."

Mathias Feick
Freigericht

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