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Rechenzentrum Birstein: Sprachlos und ernüchtert

Rechenzentrum Birstein: Sprachlos und ernüchtert

Zur Debatte über das geplante Rechenzentrum in Birstein meldet sich VORSPRUNG-Leserin Marlene Schuster mit diesem Leserbrief zu Wort.

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"Als Bürgerin von Birstein habe ich die Sitzung der Gemeindevertretung zum Thema Rechenzentrum mit Ungläubigkeit und Fassungslosigkeit erlebt – vermutlich ebenso wie viele andere Bürgerinnen und Bürger, die der Sitzung beigewohnt haben. Ging es hier noch um die Sache selbst oder nur noch darum, das Vorhaben durchzubringen und alles zurückzuweisen, was kritisch hinterfragt wird? Und geht es um die Sache oder darum, welcher Partei ich angehöre?

Von der GfB wurde eine alternative Nutzungsmöglichkeit für das Gewerbegebiet vorgestellt – mit einem hier ansässigen Unternehmer als Investor. Carsten Kauck (FBG) schlug daraufhin vor, diesen Vorschlag zu prüfen und die Entscheidung über das Rechenzentrum zu vertagen. Für viele Bürgerinnen und Bürger wohl die sinnvollste Vorgehensweise.

Was danach geschah, dürfte bei vielen Anwesenden auf Unverständnis gestoßen sein. Auf Antrag der SPD und mit Zustimmung der Gemeindevertretung wurde die Diskussion über das Rechenzentrum gestoppt. Und anschließend dem städtebaulichen Vertrag zugestimmt. Ein Thema mit einer so großen Tragweite, ein Saal voller Bürgerinnen und Bürger, die wissen möchten, was in ihrer Gemeinde geschieht, und eine Gemeindevertretung, die dafür stimmt, dass dieses Thema nicht weiter diskutiert werden darf? Welches Vertrauen sollen die Bürgerinnen und Bürger unter solchen Umständen in ihre Gemeindevertretung haben?

Hinzu kommt ein Bürgermeister, der die vorgestellte Alternative in der öffentlichen Sitzung als lächerlich darstellt und erkennbar darauf drängt, sein Vorhaben endlich durchzusetzen. Zum Wohle Birsteins wäre es aus meiner Sicht zwingend gewesen, beide Vorschläge sorgfältig zu prüfen und erst anschließend eine Entscheidung zu treffen. Das betreffende Gewerbegebiet ist seit Jahren unbebaut – da hätten einige weitere Monate kaum einen Unterschied gemacht. Zudem möchte der Investor unbedingt bauen, da Gewerbegrundstücke in dieser Größe im Umfeld von Frankfurt rar sind und viele Kommunen ein solches Vorhaben ablehnen. Es ist daher kaum anzunehmen, dass er sein Interesse kurzfristig verloren hätte. Warum also dieser Druck, die Entscheidung unbedingt sofort herbeizuführen?

Sprachlos und ernüchtert über die Art der politischen Diskussion und Transparenz in unserer Gemeinde bleibe ich nach dieser Versammlung zurück."

Marlene Schuster
Birstein

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Kommentare

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Martin
2 stunden vor
Wenn die "Alternative" die vorgestellt wurde, leut Aussagen schon seit dem Bürgermeisterwahlkampf vorliegt, dann frage ich mich, warum damit kein Wahlkampf gemacht wurde. Auch im Whalkampf zur Gemeindewahl kam diese "Alternative" nicht zur Sprache. kann einen schon verwundern. Ebenso hätte der angebliche Investor am Donnerstag auch auf der Gemeindevertretersitzung anwesend sein können.
Nun haben die gewählten Gemeindevertreter entschieden, das Vorhaben nicht abermals in die Ausschüsse zu geben. Denn dort wurde es bereits mehrfach behandelt.
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Bss63628
2 stunden vor
Schon einmal hat die clevere Bürgerschaft ein Projekt in Birstein verhindert, was seither Schlüchtern Millionen an Gewerbesteuer eingebracht hat....
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Carsten
1 stunde vor
Es gibt augenscheinlich immer noch Menschen welche noch nie über die A66 nach Fulda gefahren sind. Denn jeder der dies tut, stellt fest, dass ein europaweit tätiges Unternehmen (nach Fall der Mauer und Öffnung des Ostens) hier seine Fertighausproduktion direkt an eine Autobahnauffahrt der A66 errichtet hat. Wenn dies der Unternehmer, wie geschehen, dann noch auf eigenem Grund und Boden tun konnte, dann sage ich nur: Respekt vor diesem Unternehmer und lasse allen anderen gerne den Glauben, dass eine Verbrennungsanlage Birstein gut gestanden hätte.

Im Übrigen hat selbst eine große, in Biebergemünd beheimatete, Firma erneut ein großes Werk an die A66, Höhe Schlüchtern, gebaut und nicht in der Heimat z. B. in Lanzingen errichtet.

Ab bestimmten Unternehmensgrößen gelten eben andere Kriterien als Heimatverbundenheit.
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Günther G
2 stunden vor
Genau der Investor, der damals verjagt wurde ist die Alternative zum Rechenzentrum !
Ein Rechenzentrum bringt null Gewerbesteuer!
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Martin
2 stunden vor
Wäre mir neu, dass die Bien Haus AG und ein Herr Schmidt der selbe Investor sein sollen. Selbst ein Hans Bien und und Herr Schmidt sind verschiedene Personen.
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