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Zum rassistischen Anschlag in Hanau

Zum rassistischen Anschlag in Hanau

Zum rassistischen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 äußert sich VORSPRUNG-Leser Heinz Bohlender in seinem Leserbrief.

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"Der rassistische Anschlag in Hanau jährt sich nun zum vierten Mal. So etwas darf sich nicht wiederholen und es ist auch völlig in Ordnung, daran zu erinnern. Allerdings sollte man bei den Fakten bleiben. Tobias Rathjen war zweifelsfrei ein Rassist, auch wenn er seine eigene Mutter und sich selbst tötete. Wer sein 'Manifest' kennt, wird auch schnell feststellen, dass dieser Mann psychisch sehr krank gewesen sein muss. Während weiland Mörder mit Äxten, Macheten oder Messern als klar 'psychisch krank' klassifiziert werden, ohne dabei einen politischen Bezug zu konstatieren, ist das bei Rathjen nicht der Fall. Da sind die Medien und auch die Parteien schnell dabei, ihn irgendwo rechts zu verorten.

Sein 'Manifest' gibt das aber nicht her, es sei denn, man liest mit einer rosaroten Glaskugel zwischen den Zeilen. Auch war er politisch nie aktiv, nie in einer Partei. Diese fürchterliche Tat zu instrumentalisieren, um poltische Hetze zu betreiben ist völlig unakzeptabel. Oder wäre es denn in Ordnung, ihn in die Nähe der Hanauer Grünen zu rücken, nur weil sein Vater 2011 für die Grünen in Hanau-Kesselstadt kandidierte?"

Heinz Bohlender
Nidderau

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Kommentare

4
Reimo
2 jahre vor
DANKE
Endlich einmal ein neutraler, objektiver Leserbrief.
Ebenso bis jetzt die Kommentare.
Wer erinnerte am 13. Jahrestag der Gefallenen Soldaten am 18. Januar??
HFw Missulia (30)
SG Konstantin Menz (22)
HG Georg Kurat (21)
GEFALLEN am 18.02.2011
OP North Baghlar
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6
Marc Schaller
2 jahre vor
Das war kein rein rassistisch motivierter Amoklauf. Wäre ich oder irgendeine andere mitteleuropäisch aussehende Person bei der Schussabgabe am Tatort vorbeigekommen, dann hätte der Täter auch mich oder diese Person erschossen, weil ihm Menschen an sich scheißegal waren. Er war psychisch schwar krank. Eins weiß ich sicher, für 10 erschossene Deutsche mit deutschen Wurzeln würde nicht gegen das Vergessen demonstriert werden. Ich würde gar nicht wollen, dass so an mich erinnert würde, das wäre mir und meiner Familie peinlich. Nein, ich bin nicht rechts, nicht links, sondern mittig und geradeaus.
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4
saytheirnames
2 jahre vor
Kein Vergessen:

Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Vor allem in diesen Tagen sollten wir uns an die Namen der Opfer erinnern, mehr als an den Namen des Täters.
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3
Heinz Bohlender
2 jahre vor
Die Liste ist unvollständig. Es fehlt Gabriele Rathjen (72).
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3
Bessserwisser:IN
2 jahre vor
DANKE für Ihren Mut . ich hätte mir das in der heutigen Zeit nicht(mehr) getraut
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7
Marc Schaller
2 jahre vor
zitiere saytheirnames:
Kein Vergessen:

Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.

Vor allem in diesen Tagen sollten wir uns an die Namen der Opfer erinnern, mehr als an den Namen des Täters.



Ganz ehrlich und das darf ich sein:
Diese Leute interessierten mich lebend nicht und interessieren mich nicht tot.
Umgekehrt wäre es genau so und ich wäre niemandem böse deswegen.
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6
klieskopp
2 jahre vor
Das gibt Ärger Herr Bohlender!
So einen Leserbrief zu verfassen geht ja gar nicht.
Als nächstes fordern Sie wo möglich noch für den 8 jährigen namenlosen Jungen den man am 29.07.19 im Hbf-Frankfurt vor den einfahrenden Zug gestoßen hat, die 3 getöteten Frauen vom 25.06.21 in Würzburg und die vielen anderen Opfer die gleiche Aufmerksamkeit.
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4
C.H.K.
2 jahre vor
doch, zur Zeit geht so ein Leserbrief noch. Das 'Demokratieförderungsgesetz' ist ja noch nicht da!
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1
Herrman
2 jahre vor
Dazu einfach mal die Drucksache 20/5823 lesen um sich schon mal damit vertraut machen zu können, was da auf jeden einzelnen zukommt oder zumindest zukommen könnte.
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6
Heinz Bohlender
2 jahre vor
Nein, ich werde das nicht fordern, da ohnehin hoffnungslos. Ich muss auch gestehen, die beinahe alltäglichen Meldungen, "Ein Mann, scharfer Gegenstand, Gruppenvergewaltigung, etc., etc.," gar nicht mehr zu verfolgen. Es würde mich mich einfach zu sehr belasten.
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