Das an der Uni Bonn von Biologiedidaktiker Dr. Jonathan Hense und seiner Kollegin Maria Weller entwickelte Zertifikat funktioniert wie das „Seepferdchen“ beim Schwimmen – nur als Einstieg in die Artenkenntnis. Ziel ist es, Kinder für die Natur zu begeistern, sie zum Erforschen anzuregen, Arten zu vermitteln und biologische Zusammenhänge verständlich zu machen. Das Motto lautet: Kennen – schätzen – schützen. Schon für die Jäger und Sammler der Urzeit war dieses Wissen überlebenswichtig, um essbare Pilze und Pflanzen zu erkennen oder Tiere aufzuspüren.
Am vergangenen Samstagmorgen, zum Start der Sommerferien, schlüpften die Kinder selbst in die Rolle von Wissenschaftlern. Mit speziellen Fangtechniken sammelten sie Asseln, Spinnen und Käfer, um sie im Lupenglas zu beobachten. Auch das wissenschaftliche Dokumentieren stand auf dem Programm: Die jungen Forscher hielten ihre Entdeckungen in detailreichen Pflanzen- und Tierzeichnungen fest. Bei der anschließenden Einzelprüfung durch Eddy Röder war echtes Fachwissen gefragt: Die Kinder bewiesen ihr Können beim Bestimmen von Vögeln, Schmetterlingen und Bäumen wie Eiche, Buche und Ahorn. Auch Pflanzen wie etwa verschiedene Kleesorten oder die Malve wurden fehlerfrei zugeordnet.
Nach bestandener Prüfung freuten sich alle Teilnehmenden über eine Urkunde; den passenden Stoffaufnäher dazu gibt es, sobald die Nachlieferung eingetroffen ist.







