Ein Bild der Lage machten sich die CDU-Stadtverordneten, die Magistratsmitglieder Hartwin Noll, Michael Buchhold und Jürgen Franz mit Fraktionsvorsitzender Christiane Schreiber und Bundestagsabgeordneten Johannes Wiegelmann.
Die aktuelle Station der Retter in „weiß“ in der Bad Sodener Straße, stellte der Leiter des Rettungsdienstes Fabian Gastine vor. Das deutsche Rote Kreuz, der frisch umbenannte Kreisverband Kinzigtal (ehemals Kreisverband Gelnhausen-Schlüchtern), betreibt im Main-Kinzig Kreis 12 Standorte und hat über 200 Männer und Frauen für die Sparte Rettungsdienst im Einsatz. Im Kreisverband betreibt das DRK noch Kleiderläden, Hausnotruf, Migrationsberatung, ambulanten Pflegedienst und die Rettungsdienstschulen und ist ehrenamtlich in vielen weiteren Bereichen wie etwa dem Katastrophenschutz und der Sozialarbeit tätig.
Am Standort in Salmünster sind bis zu 11 Personen in der „Schicht“ und besetzen 3 Rettungswagen sowie das Notarzteinsatzfahrzeug und fahren ca. 4.500 Einsätze im Jahr. Die Räumlichkeiten, im ehemaligen früheren Krankenhaus, sind mit keinen 100 Quadratmeter im Erdgeschoss viel zu klein. Es fehlt am Platz für Umkleide, Gemeinschaftsräumlichkeiten, Sanitärräumen und Ruheräumen. Auch Lagermöglichkeiten und die sogenannte „Schwarz/weiß“ Trennung kommen viel zu kurz. Die Einsatzfahrzeuge stehen eng und sind nicht in einer Garage untergebracht.
Der geplante Neubau, in der Hanauer Landstraße in Salmünster, droht zu entfallen. Durch die nun beschlossene Gesundheitsreform stellt die Zuständigen vor große Probleme. Die Krankenkassen haben durch Budget Kürzungen nicht mehr die finanziellen Möglichkeiten für einen Neubau von fast 900 Quadratmetern, einschließlich einer Fahrzeughalle mit fünf Stellplätze für die Fahrzeuge.
Die CDU-Fraktion von Bad Soden Salmünster sieht den dringenden Handlungsbedarf. Auch wenn Bürgermeister Dominik Brasch (CDU) die Notwendigkeit zum Handeln sieht, liegt die Zuständigkeit nicht in der eigenen Kommune. Nur mit dem Main-Kinzig Kreis als Träger des Rettungsdienstes kann gesprochen werden und Abhilfe eingefordert werden. Die Abgeordneten hatten dann noch weitere Fragen im Gepäck. Hierbei ging es um Personal (Ausbildung, Schicht), Ausstattung, Einsatzbereichen und -zahlen. Ein Rettungswagen wurde gezeigt und der digitale „Telenotarzt“ erklärt.



