TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Campingplatz Bärensee: Pächtern droht hoher finanzieller Verlust

Campingplatz Bärensee: Pächtern droht hoher finanzieller Verlust

Auf dem Campingplatz am Bärensee können zukünftig keine Pachtverhältnisse mehr mit Überlassung der auf dem Grundstück befindlichen Gebäude oder anderer Bauten übergeben werden. Das geht aus einem Schreiben des Eigenbetriebs „Wirtschaftliche Betriebe“ der Stadt Bruchköbel an die Pächter hervor, das der Redaktion vorliegt. Die Empörung unter den Pächtern der Parzellen an dem Naturbadesee ist groß, schließlich könnten damit hohe Investitionen verloren gehen.

Die Entscheidung geht offenbar darauf zurück, dass der Campingplatz wieder als eben solcher hergestellt werden soll. Feste Bauten, wie auch auf anderen Plätzen in der Region längst üblich, sollen so zukünftig verhindert werden. Mit der neuen Nachfolgeregelung für die Pachtverträge werden sich größere Investitionen kaum mehr lohnen. Bislang konnten die Pachtverträge mit der Übernahme der Bauten übergeben beziehungsweise verkauft werden. Dies war auch außerhalb der im Vertrag festgelegten Kündigungsfristen möglich. Was künftig gilt, ist in dem Schreiben deutlich formuliert: Bei Platzaufgabe müssen die Parzellen komplett geräumt werden. Stichtag ist der 20. Juni 2023, alle bis dahin genehmigten Pachtübernahmen bleiben noch nach der alten Regelung gültig.

Für die Pächter bedeutet dies, dass sie alle bisher getätigten Investitionen verlieren, wenn sie die Parzelle abgeben. Das gilt wohl auch bei einer Übernahme innerhalb einer Familie. Mehrere tausende Euro wären dann futsch, teilweise wurden sogar Kredite aufgenommen, um die Parzelle am Bärensee nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Zudem fallen weitere Kosten für die Räumung an. Für die Pachtübernahme einer Parzelle auf dem Campingplatz wurden bislang samt Bauten und Inventar im privaten Handel circa 30.000 bis 60.000 Euro aufgerufen. Aufgrund steigender Energiekosten hatten zuletzt einige Pächter mit dem Gedanken gespielt, ihre Parzelle zu verkaufen und gehofft, zumindest einen Teil ihrer Investitionen wieder refinanzieren zu können.

Aktuell laufen nun Diskussionen unter den Pächtern, ob gegen die bereits gültige Umstellung noch ein Widerspruch möglich ist. Im Gespräch sind eine Petition oder auch eine Sammelklage.

cambarenseeverla az

Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

Kommentare

10
Fischer
2 jahre vor
Es sollten sich alle Pächter zusammen schließen und dagegen wehren .Das war in den 80zigern schon mal und die Stadt hat verloren.Man sollte doch alle Schwarzbauten zurück bauen lassen aber das ist der Stadt zuviel Arbeit.es wird von der Stadt nichts investiert es verkommt alles.Habe zum Glück den Absprung früh genug geschafft.Es wird gedacht sie sind gut aber es geht besser.
Gefällt mir 9 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
10
Armin
2 jahre vor
Man verdient halt mit Campingplatz mehr und hat keinen Ärger mit langfristigen Verträgen
Gefällt mir 1 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
6
Maretim
2 jahre vor
Finde das völlig in ordnung. Das ist jetzt nunmal so das sich viele nicht an bauauflagen gehalten haben. Vieles wurde nur geduldet. Jetzt wird endlich entsprechend der Pachtverträge durchgegriffen. Jeder war sich seinem unterschriebenen Vertrag bewusst.
Gefällt mir 23 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
7
Ralf
2 jahre vor
zitiere Maretim:
Finde das völlig in ordnung. Das ist jetzt nunmal so das sich viele nicht an bauauflagen gehalten haben. Vieles wurde nur geduldet. Jetzt wird endlich entsprechend der Pachtverträge durchgegriffen. Jeder war sich seinem unterschriebenen Vertrag bewusst.

Dann würde es ja ausreichen, wenn diese nicht genehmigten Bauten bei Rückgabe der Parzelle beseitigt werden müssten und nicht alle anderen auch!
Gefällt mir 2 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
5
Fusenbox
2 jahre vor
Damit es auch wirklich ein Campingplatz bleibt, sollten alle festen Bauten mit Ausnahme von festen Vorzeiten, verboten werden. Auf manchen Plätzen sieht man hässliche Verbretterungen von Wohnwagen von mehr oder minder handwerklich geschickten (Campern). Das hat dann teilweise eher Kleingartencharakter. Vielerorts kämpfen Platzbesitzer auch mit einfach so hinterlassenen Bauruinen und Pachtausfällen.
Eine einheitliche Lösung wäre für alle gut.
Gefällt mir 6 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
7
Kb
2 jahre vor
Nichts von dem was hier bei mir steht wurde nur geduldet! Alles genehmigt. Und in meinem Pachtvertrag gibt es die Klausel, dass ich bei passendem Nachpächter an diesen verkaufen kann!
Gefällt mir 22 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
8
Ben
2 jahre vor
Guten Tag.
Von welchem Jahr ist def Pachtvertrag, wenn ich fragen darf?
Gefällt mir 2 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
7
Sven
2 jahre vor
In Teilen ist das richtig.
Es gibt aber auch mehr als genug Bauten, die eine schriftliche genehmigt wurden.
Die Schwarzbauten hätten einfach verhindert werden können, in dem der Platzwart ab und an eine Runde um den Platz dreht und aufschreibt auf welchen Parzellen gebaut wird um danach zu prüfen ob es dafür eine Genehmigung gibt.
Das ist nicht passiert.
Gefällt mir 18 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
6
Jutta klemp
2 jahre vor
Ich sehe das ganz genauso! Vor 3 Jahren haben wir das Pachtgrundstück von meinen verstorbenen Eltern übernommen. Wir haben sehr viel Geld, Herzblut und Schweiss investiert um den Außenbereich schön zu gestalten. Mit Bauantrag und Genehmigung wie es Vorschrift ist!
Würden wir diesen Pachtvertrag aus welchen Gründen auch immer aufgeben müssen, muss der Rückbau erfolgen, auch wenn alles intakt ist! Wo ist denn hier die Nachhaltigkeit die so gross in aller Munde ist?
Gefällt mir 41 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis