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Windpark Sülzert/Sölzert: Freigericht kein Wander-Highlight mehr

Windpark Sülzert/Sölzert: Freigericht kein Wander-Highlight mehr

Am Freitag, 04.07.2025, hatte der Verein Gegenwind Freigericht e.V. in Zusammenarbeit mit der Freigerichter Ortsgruppe Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) zu einer aus vereinssicht Verdeutlichung der anstehenden Eingriffe in den Freigerichter und Alzenauer Wald beginnend ab Frohnbügel in Geiselbach eingeladen.

"Hieran haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowohl aus den Freigerichter als auch aus den Alzenauer Ortsteilen und aus Geiselbach teilgenommen. Im Rahmen eines Rundganges wurden die massiven Eingriffe am Beispiel von den geplanten Standorten WEA 03 und WEA 04 und die Zuwegung zu WEA 01 aufgezeigt. Grundlage waren die von den Projektierern kommunizierten Angaben zu den Gesamtrodungsflächen unter Einbeziehung der Bedarfe für Turm, Fundament sowie Kranausleger- und Montageflächen (siehe: https://www.windpark-suelzert.de/wp-content/uploads/2025/06/03_20250514_Info-VA_FreigerichtAl-zenau_StandortplanungZuwegung_SIK.pdf). Daneben wurden am Beispiel der Birkenhainer Straße, die dort sehr schmal ist, die Auswirkungen der Verbreiterungen (6 Meter Breite, 8 Meter Höhe) für die Zuwegungen für Schwertransporte dargestellt. Die notwendigen Rodungsflächen waren zu Veranschaulichungszwecken entsprechend markiert. Große Betroffenheit zeigte sich bei den Teilnehmern wegen der Vielzahl von großen und stattlichen Bäumen, die den Rodungsarbeiten zum Opfer fallen werden. Denn gerade die geplanten massiv befestigten und breiten Zufahrtsstraßen für den Schwerlastverkehr, die über die historische Birkenhainer Straße rollen, führen zum Verlust unzähliger über 200-jähriger Eichen, über 120-jähriger Buchen und weiterer forsthistorisch seltener Relikte, wie über 160-jährige Kiefern und Lärchen. Auch der vielbesuchte Premiumwanderweg „Spesssartbogen“ würde durch die geplante Trasse des Schwerlastverkehrs massiv beeinträchtigt. Inzwischen hier vital wachsende Bäume eines künftigen Klimawaldes, wie Esskastanien, Vogelkirschen, Walnussbäume oder Sonderherkünfte von mitteleuropäischen Weißtannen aus wärmegetönten Regionen würden aktiv vernichtet", heißt es in einer Vereinsmitteilung.

Und weiter: "Gleichzeitig fände eine Zerstörung von heute intaktem Lebensraum von 'Nationalpark-Arten', wie der Wildkatze oder dem Kolkraben statt. Diese haben dank der über drei Jahrzehnte praktizierten ökologischen Waldbehandlung im heutigen Dauerwald mit seiner großen Naturnähe wieder eine Heimat gefunden. Am Standort und der Zuwegung des Windrades 03 wurde deutlich, dass hier die erst vor wenigen Jahren großflächig aufgeforsteten Weißtannen und andere klimaresistente Nadelbäume gefällt werden müssen. Aufgrund der Nähe zum Gasthaus Frohnbügel wurde im Rahmen der Gespräche unter den Teilnehmern die Frage aufgeworfen, inwieweit bei den Planungen alle Abstandsvorgaben eingehalten sind. Bei der Zuwegung zum Windrad 01 (am Kreuzungsbereich der beschädigten Schutzhütte) wurde ersichtlich, dass neben den bereits geschilderten Beeinträchtigungen der Zufahrtsweg nicht über einen bestehenden Weg erfolgen soll, sondern eine komplett neue Zufahrtsschneise durch den Wald notwendig wird. Für die Teilnehmer war an den geplanten Standorten nicht erkennbar, dass hier von den Projektierern die Selbstverpflichtung, schadhafte Waldflächen bei den Anlagestandorten zu priorisieren, adäquat eingehalten wurde. Insbesondere wird auch die komprimierte Anordnung der WEA 03, 04, 02, 05, und 06 auf dem schmalen Bergrücken des Sülzert/Sölzert dort zu einem massiven Kahlschlag führen. Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass dieses Vorhaben einen radikalen und irreparablen Eingriff in unser Waldsystem bedeutet. Es ist ein Unterschied, ob man einen Eingriff in die Natur nur auf einer Zeichnung sieht oder die tatsächlichen Auswirkungen vor Ort wahrnimmt. Die Erholungsfunktion unseres schönen und gesunden Mischwaldes geht verloren. Die Aussage unseres Bürgermeisters bei der Verleihung des Wandersiegels durch das deutsche Wanderinstitut 'Freigericht bleibt ein wahres Wander-Highlight im Spessart - und das wollen wir weiter ausbauen' kann durch den geplanten Bau der Windindustrieanlagen nicht mehr aufrechterhalten werden."

windwarnsoela az

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Kommentare

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Sandra Franz
10 monate vor
Ich finde es toll, dass wir immer noch Umweltschützer haben die sich für unseren tollen Mischwald einsetzen.
Die Wanderung war toll, wir haben viel erfahren über den Wald und den Schaden, der entstehen wird, wenn diese 8 riesigen Windräder, aber vor allem auch die breiten Schotterwege tatsächlich gebaut werden.
Viele Menschen der umliegenden Ortschaften wie Geiselbach, Omersbach, Michelbach bisher noch keine Information dazu hatten.
Auch meine Freundinnen waren total begeistert.
Vielen Dank an diese tollen Leuten, die sich der Macht des Investoren entgegen stellen!
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Thomas S.
10 monate vor
Ich verstehe das mit den alten Bäumen nicht.
Unterhalb der beschädigten Schutzhütte hatten die Frühjahrsstürme des Jahres 1990 große Tornado-Schneisen in den Wald gerissen.
Dort können keine Bäume stehen, die älter als 35 Jahre sind.
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Claudia Trageser
10 monate vor
Sehr geehrter Hr S,
Wenn Sie mit offenen Augen durch den Mischwald gehen, dann werden Sie sehen, dass der gesunde Wald schon lange die geringen Schäden selbst erneuert hat.
Wenn Sie in eine der 3 Richtungen weitergehen, dann sehen Sie, dass der Mischwald trotz der Orkane Kyrill, Lothar etc gesund steht und eine Abteilung , direkt am Frohnbügel stammt aus der Zeit der frz.Revolution.
Waldgegner gehen halt ungern in den gesunden, natürlichen Mischwald....
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Thomas Horn
10 monate vor
Einige erkennen den Ernst der Lage immer noch nicht!
Bodo Bach hat seinen Spott und Humor immer gerne auf diese Parteien, hier Grüne, SPD und UWG entladen. Gerade er tritt immer gegen das politische Etablisdement ein und vor allem den dumpfen politischen Msinstream, dem die Masse stumpf folgt.
Wer Klima schützen will, darf Klimaschutzwald nicht zerstören!
Aber hier geht es um Geld!
Nach dem Fiasko mit Hotel Linde geht es gerade ins nächste finanzielle Fiasko!
Wald ab für Profit? Nur wessen Profit!
Den Profit der Wind-Industrie Lobby bezahlt wer???
Wir Bürger! Also bei der nächsten Wahl im März 2026 die Abenteurer von Grün, SPD und UWG abwählen!
Wir brauchen keine neuen Schulden!
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Johannes
10 monate vor
Das ist noch mehr wie eine Schande das unser schöner Mischwald und die Artenvielfalt durch Windräder vernichtet wird. Die Gemeindevertretung hätte das irrsinnige Projekt vor 3 Jahren ablehnen können. Dir ehemaligen Bürgermeister Lucas und Eiz haben das Projekt vorangetrieben. SPD, Grünen und die UWG haben für die Windräder gestimmt, bei den Grünen war das ja klar mit Habeck der durch ein Gesetz das Bauen von Windrädern erleichtert hat. Die UWG ist leider Umgefallen bei der Abstimmung, ich muss mich als Altemittlauer Schämen für diese Partei die in Altenmittlau gegründet wurde.
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Ulrich
10 monate vor
Schon sehr amüsant zu lesen, diese aufgeblasene Erregung!
Wie bei Bodo Bach: "Isch hätt gern emal e Problem."
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Petra G.
10 monate vor
Da ist man sprachlos! Eine Schande ist das! In der Grundschule musste damals EIN! Baum gefällt werden da er krank war.Wir Kinder haben alle geweint und den Baum ein letztes Mal umarmt.Das werde ich nie vergessen.Aber was hier veranstaltet werden soll wird noch mehrere Generationen beschäftigen
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