Ziel ist die kurzfristige Bewerbung der Gemeinde für das hessische Förderprogramm "Zukunft Innenstadt". Im Mittelpunkt stehe die Aufwertung des Denkmalplatzes in Somborn. Nach Auffassung der Grünen bietet das Förderprogramm die Möglichkeit, einen zentralen Ort in Freigericht mit hoher Landesförderung weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Belastung des kommunalen Haushalts gering zu halten.
"Für den Denkmalplatz liegen bereits umfangreiche Vorarbeiten vor. Die Konzepte der Arbeitsgruppe Ortsmitte und die Ergebnisse des Interessenbekundungsverfahrens aus den vergangenen Jahren können nun endlich genutzt werden, um konkrete Verbesserungen umzusetzen", erklärt die Fraktion.
Das Land Hessen fördere im Rahmen des Programms Maßnahmen zur Stärkung und Attraktivierung von Innenstädten und Ortskernen mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Kommunen könnten dabei Fördermittel von bis zu 300.000 Euro erhalten. Nach Ansicht der Grünen sollte Freigericht diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen. "Es wäre fahrlässig, auf eine Förderung in dieser Größenordnung zu verzichten, wenn bereits Planungen vorliegen und die Eigenmittel der Gemeinde vergleichsweise gering ausfallen", so die Fraktion weiter.
Als mögliche Maßnahmen nennen die Grünen eine barrierefreie Gestaltung, mehr Aufenthaltsqualität, zusätzliche Begrünung, eine klimaangepasste Platzgestaltung sowie eine stärkere Nutzung des Platzes als Treffpunkt für Bürgerinnen und Bürger. Die Dringlichkeit des Antrags ergibt sich aus der Bewerbungsfrist des Landes. Diese endet am 21. August 2026. Da die nächste reguläre Sitzung der Gemeindevertretung erst nach Ablauf dieser Frist stattfindet, kann der notwendige politische Beschluss nur jetzt gefasst werden.
Die Grünen bedanken sich für die breite Unterstützung ihres Antrags in der letzten Sitzung der Gemeindevertretung. "Die Aufwertung unserer Ortsmitte ist keine parteipolitische Frage. Es geht darum, eine einmalige Förderchance für Freigericht zu nutzen und einen wichtigen öffentlichen Raum zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Wir freuen uns daher sehr über die erfolgte Unterstützung aller Fraktionen für diesen Antrag."




