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BG fordert zügige Entscheidung für Nahwärmenetz in der Altstadt

BG fordert zügige Entscheidung für Nahwärmenetz in der Altstadt

Die Bürger für Gelnhausen (BG) setzen sich seit Jahren für den Aufbau eines Nahwärmenetzes in der Altstadt von Gelnhausen ein.

"Hintergrund ist die besondere bauliche Situation der historischen Gebäude, die eine energetische Sanierung und den Einsatz moderner Einzelheizungen oft stark einschränkt oder wirtschaftlich unmöglich macht. Gerade in der Altstadt stehen viele Eigentümer vor nahezu unlösbaren Problemen“, erklärt Mario Röder, Fraktionsvorsitzender der BG. „Fassaden können nicht einfach gedämmt werden, der Platz für Wärmepumpen fehlt, und Fußbodenheizungen lassen sich in vielen Gebäuden nicht realisieren. Deshalb brauchen wir hier eine gemeinschaftliche Lösung statt vieler teurer Einzelmaßnahmen.“

Bereits 2023 hatte die BG einen Antrag zur Erstellung eines Nahwärmekonzeptes für die Altstadt in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht, der einstimmig beschlossen wurde. Seitdem sei jedoch zu wenig passiert. Zwar arbeite die Verwaltung inzwischen an einem entsprechenden Konzept, doch aus Sicht der BG ist nun Tempo gefragt.

„Wichtig ist, dass die Stadt jetzt einen klaren Zeitplan vorlegt und eine grundsätzliche Entscheidung trifft“, betont Rainer Christ, Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung sowie für den Ortsbeirat Gelnhausen-Mitte. „Wenn Eigentümer aus Unsicherheit heraus einzeln handeln müssen, wird am Ende eine gemeinsame Lösung wirtschaftlich unmöglich. Ein Nahwärmenetz kann nur funktionieren, wenn es koordiniert und rechtzeitig geplant wird. Moderne Nahwärmenetze könnten mit vergleichsweise niedrigen Temperaturen betrieben werden und beispielsweise auch Abwasser als Energiequelle nutzen. Dabei ist es wichtig, dass die Gebühren eines solchen Netzes nicht an den Gaspreis gekoppelt sind. In den Häusern selbst wären kompakte Wärmepumpen möglich, ohne große Anlagen in Gärten oder Höfen aufstellen zu müssen."

Die BG fordert den Magistrat daher auf, das Wärmekonzept für die Altstadt zügig abzuschließen, transparent zu kommunizieren und den Bürgerinnen und Bürgern eine verlässliche Perspektive aufzuzeigen. „Die Energiewende darf in der Altstadt nicht zur Überforderung der Eigentümer werden“, so der Heizungsfachmann Rainer Christ abschließend.

Kommentare

1
Karlheinz
2 monate vor
Aus technischer Sicht würde mich interessieren welche kompakten Wärmepumpen, in den nicht wärmegedämmten Altstadt Häusern eingesetzt werden könnten.
Und wo diese dann montiert werden können.

Sie benötigen weiterhin bis 70 Grad vorlauftemprratur um Heizkörper zu betreiben.
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