"Mit der Verabschiedung gewinnt die Stadt ihre Handlungsfähigkeit zurück – und kann endlich anpacken, was über Jahre liegen geblieben ist. Über Jahre hat sich in Gelnhausen ein erheblicher Investitionsstau aufgebaut. Wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, sieht ihn: die seit Jahren geschlossene Stadthalle, in die Jahre gekommene Hallen, sanierungsbedürftige Straßen und ein Kanalnetz, das man nicht sieht, aber dringend erneuert werden muss. Auch das ehemalige Joh-Gelände ist über Jahre ein Schatten seiner selbst geblieben. Vieles wurde schlicht liegen gelassen – nach Überzeugung der CDU, weil an entscheidender Stelle der Mut und die Ambition fehlten, diese Aufgaben anzupacken. Genau hier setzt der Haushalt 2026 einen bewussten Gegenakzent: Er ist ein investiver Haushalt, der den Rückstau endlich abträgt. Bemerkenswert ist, dass Gelnhausen diesen Weg geht, ohne den Bürgerinnen und Bürgern neue Lasten aufzubürden. Während viele Kommunen bundesweit freiwillige Leistungen streichen und die Grundsteuer B wie auch die Gewerbesteuer deutlich anheben, bleiben beide Hebesätze in Gelnhausen unverändert – zumindest in diesem Jahr. Das ist ein bewusstes Signal der Verlässlichkeit – für die heimischen Gewerbetreibenden, die mit einem moderaten und planbaren Gewerbesteuersatz kalkulieren können, ebenso wie für alle Gelnhäuserinnen und Gelnhäuser, denen keine spürbaren Kürzungen zugemutet werden", heißt es in einer Pressemitteilung.
„Über Jahre ist in Gelnhausen zu vieles liegen geblieben – die geschlossene Stadthalle ist dafür nur das sichtbarste Beispiel. Mit diesem Haushalt lösen wir den Investitionsstau endlich auf", erklärt Fraktionsvorsitzender Jens Peter Thiemel. „Das erfordert Mut und Ambition – und beides bringen wir gemeinsam mit dem Bürgermeister auf. Wir investieren in die Zukunft unserer Stadt, ohne Steuern zu erhöhen und ohne Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger zu streichen."
Der Haushalt setze dabei sichtbare Akzente: "Mit der Sanierung der Stadthalle wird ein zentraler Ort des städtischen Lebens nach Jahren des Stillstands wieder aufgewertet, und auch die Sport- und Kulturhalle Meerholz wird für die Zukunft ertüchtigt – beides Häuser mit einer Kernfunktion für das Kultur- und Vereinsleben in unserer Stadt. Die geplanten Straßenbauarbeiten in Roth, Höchst und Meerholz kommen den Anwohnerinnen und Anwohnern unmittelbar zugute, und das ausdrücklich ohne Anwohnerbeiträge. Besonders hervorzuheben ist zudem der Beginn des Schuldenabbaus bei der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG): Mit einer Tilgung von 500.000 Euro werden Altlasten beseitigt und künftige Zinszahlungen verringert – ein wichtiger Schritt hin zu nachhaltig gesunden städtischen Finanzen. Ausdrückliches Lob verdienen die Stadtverwaltung und Bürgermeister Christian Litzinger. Im Rahmen der Beratungen ist es gelungen, das Defizit um rund 1,8 Millionen Euro von etwa 5,3 auf rund 3,4 Millionen Euro zu senken und so eine spürbare Konsolidierung zu erreichen. Dass der Haushalt weiterhin defizitär ist, liegt nicht an Versäumnissen vor Ort, sondern an der gesamtwirtschaftlichen Lage, die derzeit nahezu jede Kommune trifft: Allein die auf einen Rekordwert gestiegene Kreis- und Schulumlage macht inzwischen rund 38 Prozent der Gesamtaufwendungen aus. Die Aufgaben der Stadt – von der Kinderbetreuung über die Infrastruktur bis zur Daseinsvorsorge – laufen unterdessen unvermindert weiter. Ein Investitionsstau ist am Ende nichts anderes als eine Rechnung, die an die nächste Generation weitergereicht wird. Genau deshalb ist es richtig, dass wir jetzt handeln", sagt Lukas Querengässer, Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss und Vorsitzender der Jungen Union Gelnhausen. „Vor allem für die junge Generation gilt: Wir müssen solide Finanzen und Investitionen vor Ort gleichermaßen im Blick behalten – beides gehört für mich untrennbar zusammen. Dieser Haushalt bringt beides in Einklang."
Die CDU Gelnhausen sieht im beschlossenen Haushalt einen wichtigen Schritt für die Zukunft der Stadt. Zugleich mahnt sie mit Blick auf den bereits im Herbst anstehenden Haushalt 2027 zu mehr Verlässlichkeit und Tempo in den Beratungen: "Eine sich derart in die Länge ziehende Haushaltsdebatte darf für die Entwicklung der Barbarossastadt Gelnhausen kein hinnehmbarer Dauerzustand werden."



