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Gelnhausen: Signalmast direkt vor Sängerheim platziert

Gelnhausen: Signalmast direkt vor Sängerheim platziert

Kaum erst vor ein paar Tagen errichtet, sorgt er schon für mächtig Ärger: der neue Signalmast direkt neben dem historischen und denkmalgeschützten Gebäude des Gesangvereins Frohsinn 1868 Hailer e.V.  Der 1. Vorsitzende des Vereins, Sascha Bauer, hatte seinem Ärger bereits in der Ortsbeiratssitzung Luft gemacht. Vollkommenes Unverständnis herrscht seitens des Vereins darüber, weshalb die Errichtung des Mastes und die Auswahl dieser Örtlichkeit ohne jede Absprache mit dem Verein getätigt wurde.

Ganz unabhängig davon, dass dieser Teil des Grundstücks vom Gesangverein im Rahmen eines Erbpachtvertrages auf 99 Jahre gepachtet wurde und dem Verein die Pflege und Instandhaltung des Grundstücks obliegt, verschandelt der in hellem Stahl glänzende Mast nicht nur das Ortsbild sondern vor allem auch die Außenfassade des Alten Kleinbahnhofs, späteren Feuerwehr und heutigen Vereinsheims des Gesangvereins Frohsinn. Sicherlich hätte es mehrere, weitaus sinnvollere und vor alle optisch passendere Möglichkeiten gegeben, als den Mast direkt vor die Fassade des historischen Gebäudes zu platzieren. 

Eine Reaktion aus dem Rathaus Gelnhausen erfolgte prompt und so fand bereits am Donnerstag ein Ortstermin mit Bürgermeister Christian Litzinger (CDU) und den Verantwortlichen des Vereins statt. Der Bürgermeister versicherte, dass diese Baumaßnahme sicherlich keine böswillige Absicht nach sich ziehen sollte und zu einem Zeitpunkt abgesegnet wurde, als eine entscheidende Stelle nur kommissarisch besetzt war. "Wenn zwei Arbeiter an der Straße unterwegs sind und einer ein Loch buddelt und der andere es wieder verfüllt, dann fehlt wohl der, der die Bäume pflanzt!", so Litzinger scherzhaft. 

Der Bürgermeister versprach dem Verein schnelle Hilfe, und so soll schon in naher Zukunft ein weiterer Ortstermin mit den Verantwortlichen für den Signalmast stattfinden, um zu erörtern, welche alternativen Standorte in Frage kommen, oder welche Maßnahmen getroffen werden können, um das Ansehen des Vereinsheims weiter zu wahren. Da sich mittlerweile auch schon mehrere Hailerer Bürgerinnen und Bürger beim Gesangverein über den unglücklich gewählten Standort des Signalmastes beschwert haben, ist hier Eile geboten, eine zeitnahe Lösung zu finden. 

Der Verein bedankt sich für die überaus schnelle Unterstützung aus dem Rathaus. 

sigmalfroshsinn az

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Kommentare

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M. Ermert
2 jahre vor
Bei baulichen Angelegenheiten nicht wissen, was man macht, ist ja in Gelnhausen nicht wirklich etwas Neues. Mal irgendwo unterschreiben und dann vergessen, gehört hier offensichtlich zum Tagesgeschäft.
Natürlich wird auch hier den Bürgern eine zeitnahe Lösung versprochen.
Ein Schelm, wer hier an Meerholz denkt....
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Holger Saß
2 jahre vor
dass solche Masten nicht in einer Nacht und Nebel Aktion gebaut werden, liegt an unsere Baugesetzgebung, die eher auf Jahre, statt auf Tage ausgelegt ist.
Also muss doch das eine oder andere Mitglied des Frohsinns schon lange mitbekommen haben, dass das da was im Busche ist...

Jetzt wo der Mast steht, ist entsprechend seiner Höhe auch die Aufregung groß.

wer welche Fehler gemacht hat, ob das Parlament/Ortsbeirat wieder einmal irgendwas durchgewinkt hat, ohne davon Kenntnis zu nehmen, oder ein(e) Mitarbeiter*in eigenmächtig dem monströsen Bauwerk den Platz verschafft hat, bleibt wohl weiter im Nebel der Bürokratie verborgen.

Ich schlage vor, diesen Baum aus Stahl für die anstehenden Mai Festlichkeiten als Maibaum, im Herbst als Kerbebaum oder zum Weihnachtsfest als Tannenbaum zu nutzen.

Dann hat die liebe Seele Ruh!
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MH
2 jahre vor
Masten für öffentlichen Zwecken dienende Sirenen sind baugenehmigungsfrei.
Einen Bauantrag hat es dafür nicht gebraucht, so dass die Baugesetzgebuung pfeilschnell ist.
Ich würde darauf vertrauen, dass eine Verwaltung einen offensichtlich unpassenden Standort auch wieder korrigieren kann.
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Anonym
2 jahre vor
zitiere Holger Saß:
...
Ich schlage vor, diesen Baum aus Stahl für die anstehenden Mai Festlichkeiten als Maibaum, im Herbst als Kerbebaum oder zum Weihnachtsfest als Tannenbaum zu nutzen.

Dann hat die liebe Seele Ruh!

Das geht doch nicht, so pragmatisch mit dem Problem umzugehen. Da mus man sich aufregen!

Im Ernst:
An dem Gebäude sieht man Glasbausteine, aber keine Tür. Steht der Mast wirklich vor dem Gebäude?
Oder etwa dahinter.
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D.A.
2 jahre vor
Derjenige der das zu verantworten hat soll sich sein Lehrgeld wieder geben lassen! Dumm geboren und nichts dazu gelernt! Heut zu Tage keine Seltenheit
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Stephan
2 jahre vor
Ein Gesangverein kritisiert eine Baumaßnahme der Stadtverwaltung.
.
Und prompt wird in den Kommentarspalten gegen Muslims gehetzt.
Schämt euch!
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