Den Müttern ist sehr bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, ein gesundes Kind auf dem Arm zu tragen oder diesem beim Spielen zuzusehen. Dabei ist es hier in Deutschland so einfach: „Wenn es mal Probleme gibt, gehen wir zum Kinderarzt. Und meistens ist bald schon wieder alles in Ordnung“, sagt Karin Osenbrügge-Küster. Die Hebamme lebt in Haitz und begleitet werdende Mütter in der Zeit ihrer Schwangerschaft und ebenso danach. Sie und ihre großen wie kleinen Schützlinge unterstützen Menschen, die es in ihrem Alltag nicht so leicht haben, die nicht so umsorgt sind. Sie bringt sich im sogenannten „Jigger-Projekt“ des Höchster Vereins „Wir helfen in Afrika“ ein.
„Jigger“ sind Sandflöhe, die die Hände, Füße und andere Körperteile meistens von Kindern befallen. Karin Osenbrügge-Küster kennt das Leid aus mehreren Projektbesuchen vor Ort in Kenia und kann somit ihre Mütter eindrücklich und emphatisch darüber informieren, wie die andere Seite eines Kinderlebens aussehen kann.
Aus diesem Dialog heraus ist vor zwei Jahren ein Spendentopf entstanden, dessen Inhalt sehr kontinuierlich dem Jigger-Projekt des Vereins „Wir helfen in Afrika“ zugute kommt. Ein Kind zu heilen kostet rund 5 Euro. Die eingegangenen Beträge ermöglichten bisher die Heilung von etwa 500 Kindern. Stellvertretend für alle auch in der Vergangenheit beteiligten Mütter trafen sich viele Frauen mit ihren Kindern am „Höchster Holz“. Der Vorsitzende des Vereins, Helmut Günther, sowie sein Vorstandskollege Karl Dehm nahmen das Treffen zum Anlass, sich bei allen Beteiligten zu bedanken, insbesondere natürlich bei Karin Osenbrügge-Küster, die im Hintergrund die Fäden in der Hand hält.
Wer sich ebenfalls an dem Projekt beteiligen will, kann dies über das Konto von „Wir helfen in Afrika“ tun, IBAN DE 59 5066 1639 0007 3300 73. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.



