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"Kinzigtal": Irritation über schlechte Vorbereitung der Entscheidung

"Kinzigtal": Irritation über schlechte Vorbereitung der Entscheidung

„Die Bedeutung des ‚Kinzigtals‘ für das Erleben einer lebendigen Gemeinschaft im Stadtteil Roth ist uns nicht erst seit Kurzem bewusst“, meldet sich die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Gelnhausen, Susanne Turlach, zur aktuellen Debatte über den Ankauf des Gebäudes durch die Stadt zu Wort.

„Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sind davon überzeugt, dass gerade die unmittelbaren, persönlichen Kontakte und das gemeinsame ‚Etwas-Schaffen‘ für ein gutes und gedeihliches Zusammenleben, in dem wir unsere Gegenwart und Zukunft (mit-)gestalten, unverzichtbar ist“, macht sie weiter deutlich. Rudi Michl, Fraktionsvorsitzender der Gelnhäuser Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ergänzt: „Unserer Einschätzung nach besteht in Bezug auf einen Erwerb des ‚Kinzigtals‘ durch die Stadt Gelnhausen innerhalb der Stadtverordnetenversammlung im Grundsatz große Einigkeit.“

Die Mitglieder der SPD-Fraktion seien sich jedoch auch einig darin, dass sie ihr Mandat, dass sie für alle Gelnhäuser Bürgerinnen und Bürger wahrnehmen, nicht mit der gebotenen Sorgfalt ausüben würden, wenn Entscheidungen auf Grundlage unvollständiger Informationen getroffen würden. „Uns ist wichtig, dass das ‚Kinzigtal‘ auch künftig von der örtlichen Gemeinschaft genutzt werden kann und gleichzeitig das finanzielle Risiko für die städtischen Finanzen tragbar ist und bleibt“, stellt der Fraktionsvorsitzende fest.

Der Begründung der Bürgermeister-Vorlage sei durchaus zuzustimmen, wenn dort ausgeführt werde, dass das Haus aufgrund seines Flächenangebots und zentraler Lage im Röther Ortskern eine wichtige Funktion für das örtliche Vereinsleben übernimmt und dass mit dem Kauf des Hauses die aktuellen Nutzungsmöglichkeiten dauerhaft gesichert werden sollen. Dies allein sein jedoch keine ausreichende Grundlage, auf deren Basis eine verantwortungsvolle Entscheidung getroffen werden könne.

Die nun gemeinsam im Haupt- und Finanzausschusses entwickelte Empfehlung, dem Ankauf zuzustimmen, wenn keine Umbaukosten für die geplante Nutzung anfallen, kein unmittelbarer Sanierungsbedarf besteht, der Kaufpreis durch ein neutrales Verkehrswertgutachten bestätigt wird und Betrieb sowie Unterhalt des Erdgeschosses weiter durch die Röther Vereine sichergestellt wird, mache deutlich, welche Informationen ‚auf dem Tisch liegen‘ müssten, um die Entscheidung im Sinne der Röther Bürgerinnen und Bürger und der Vereine treffen zu können.„Diese Informationen hätten uns bereits mit der Beschlussempfehlung an die Stadtverordnetenversammlung zur Verfügung gestellt werden müssen“, sind sich die Stadtverordneten der SPD-Fraktion einig.

"Die Irritationen, die durch die nun geführte öffentliche Diskussion vermutlich bei den Röther Bürgerinnen und Bürgern und den Vereinen aufgetreten sind, wären bei sorgfältiger Vorbereitung der Entscheidung durch die Stadtverwaltung mit dem Bürgermeister an ihrer Spitze vermeidbar gewesen. Wahrscheinlich hätte die Beratung dann auch nicht auf Grundlage einer Bürgermeistervorlage, sondern, wie eigentlich üblich, auf Grundlage einer vom Magistrat beschlossenen Vorlage stattfinden können", stellen die Sozialdemokraten abschließend fest.

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