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Fernwärme: Ex-Bürgermeister Reuter stellt Kooperation mit Stadtwerke Hanau in Aussicht

Fernwärme: Ex-Bürgermeister Reuter stellt Kooperation mit Stadtwerke Hanau in Aussicht

Die Gemeindewerke GmbH Großkrotzenburg haben für Dienstag, 10. Dezember, Beginn 19 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung zu den neuen Fernwärmepreisen (gültig ab 1. Januar 2025) in das Bürgerhaus, eingeladen.

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Bürgermeister a.D. Klaus Reuter, der von Preiserhöhungen bis zu 89 Prozent ausgeht, will diese Infoveranstaltung zum Anlass nehmen, um von Bürgermeisterin Theresa Neumann (CDU) Antworten auf fünf im Vorfeld kommunizierte Fragen zu bekommen. Bei einem Leistungspreis ab 15 KW Anschlussleistung liegt die Preiserhöhung bei 147 Prozent auf Grundlage der Versorgungsleistungen für 2023. Zudem hat der ehemalige Rathauschef inzwischen auch Kontakt zum Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) und zur Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau GmbH, Martina Butz, aufgenommen und sondiert, ob dort ein Interesse bestehe, Großkrotzenburg mit Fernwärme zu versorgen, was aus der Brüder Grimm-Stadt positiv beantwortet wurde. Reuter, selbst betroffener Fernwärmekunde, findet es in diesem Zusammenhang befremdlich, dass weder der Geschäftsführer der Gemeindewerke Großkrotzenburg GmbH noch die Bürgermeisterin diese Möglichkeit in Betracht gezogen haben.

Reuter will die nach seiner Ansicht nach unnötigen und überzogenen Investitionen von 50 Millionen Euro in eine eigene Fernwärmeversorgung durch die Gemeindewerke Großkrotzenburg GmbH und dem Kooperationspartner Uniper zur Diskussion stellen. Klaus Reuter will bei der Informationsveranstaltung von Theresa Neumann, Bürgermeisterin und Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Gesellschafterversammlung der Gemeindewerke Großkrotzenburg GmbH wissen, wer wann die Verhandlungen mit Uniper geführt hat und ob ein Fachbüro den Aufsichtsrat der Gemeindewerke GmbH zu den neuen Fernwärmepreisen beraten hat? Sollte das der Fall gewesen sein, so sei es unabdingbar, dass Vertreter dieses Büros ebenfalls an dieser Veranstaltung teilnehmen und über ihre Tätigkeit Auskunft geben.

Weiter stellte Klaus Reuter die Frage, ob es eine verlässliche Kalkulation der Fernwärmepreise gibt, wenn die Gemeindewerke Großkrotzenburg GmbH 50 Millionen Euro in die künftige Nutzung der Fernwärme investieren? Ist es zutreffend, fragt der Bürgermeister a.D., dass es Stimmen aus dem Aufsichtsrat der Gemeindewerke GmbH geben soll, (entnommen aus dem Leserbrief in „Freitag Aktuell“ des Herrn Michael Schäfer vom 29.11.2024), den Vertrag mit Uniper nicht zu unterzeichnen? Und fünftens will er wissen, was die Konsequenz wäre, wenn aufgrund dieser dramatischen Situation die Gemeindewerke GmbH Großkrotzenburg tatsächlich Insolvenz anmelden müssten.

„Die drastische Erhöhung der Fernwärmepreise um 89 Prozent ab 1.1.2025 ist für mich sittenwidrig“, stellte Klaus Reuter fest, „und damit wäre der abgeschlossene Fernwärmelieferungsvertrag mit Uniper und den Gemeindewerken GmbH Großkrotzenburg ungültig.“ Denn „an die Gültigkeit der Preisanpassungsklauseln sind hohe Anforderungen hinsichtlich Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu stellen. Die Klauseln müssen an die Kosten des Versorgers und die Verhältnisse auf dem Wärmemarkt anknüpfen. Die meisten Klauseln halten einer gerichtlichen Prüfung nicht stand“, heißt es in einer Infobroschüre des Bunds der Energieverbraucher. In seiner Antwort auf eine diesbezügliche Anfrage stellte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky gegenüber Bürgermeister a.D. Klaus Reuter fest: „Wir sehen große Synergieeffekte für beide Häuser: Zwar gehen wir davon aus, dass auch bei der Hanauer Preisbildung mit den Investitionen in die neuen BHKW´s die heutigen Grundpreise ansteigen werden, während der Arbeitspreis perspektivisch sinken wird. Aber auch mit diesen Annahmen gerechnet, lässt sich mit Blick auf das heute in Großkrotzenburg geltende Preisblatt bereits erkennen, dass wir damit preislich dauerhaft unter dem Niveau der Gemeindewerke lägen“. Der OB betont, „dass eine Kooperation sowohl die Kunden in Großkrotzenburg als auch die Kunden in Hanau entlasten würde. Dies ist darin begründet, dass die Investitionen der Stadtwerke in die neuen BKHW´s auf eine größere Anzahl von Anschlussnehmern verteilt werden würde“. Und OB Kaminsky blickt auch schon in die Zukunft: „Die Stadtwerke planen zur Dekarbonisierung Hanaus die Nutzung von Abwärme aus benachbarten Rechenzentren. Auch hier wären die Stadtwerke in der Lage, die Gemeindewerke Großkrotzenburg GmbH zu wettbewerbsfähigen Preisen mit erneuerbaren Energien zu versorgen“. Für Klaus Reuter ein Angebot, über das man unbedingt sprechen sollte, um Investitionen, wie jetzt von den Gemeindewerken Großkrotzenburg GmbH geplant, überflüssig zu machen.

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Kommentare

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Antilenz
1 jahr vor
Auch wenn Herr Reuter selbst ein durchaus streitbarer Charakter ist, da er mit einer der Hauptverantwortlichen war das ein gewisser Thorsten B. als Bürgermeister inthronisiert wurde der mit verantwortlich für die derzeitige Situation in Großkrotzenburg ist, hat er mit seinem Vorstoß sowie Fragenkatalog recht.
Sofern seine Aussagen zur Stadt Hanau sowie Stadtwerke stimmen sollten, zeigt es umso mehr die Überflüssigkeit unserer Gemeindewerke sowie deren Aufsichtsrat, übrigens gespickt mit ehrenamtlichen Politikern aus der Gemeindevertretung.
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VS
1 jahr vor
Es macht wenig Sinn nach den Schuldigen der derzeitigen Situation zu suchen, derer gibt es sicher einige. Wichtig ist eine pragmatische und tragfähige Lösung für die Zukunft. Und diese Lösung steht keine 200 Meter Luftline vom Kraftwerk entfernt. Wer jetzt nicht die Hand nimmt, die der Hanauer OB nach wie vor bzw. wieder reicht, der hat in Geschäftsführung und Aufsichtsrat, aber auch in der Gemeindevertretung ncihts zu suchen. Die Verbraucher benötigen eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung und keine unbezahlbaren Luftschlösser und Insellösungen. Jeder Euro, der in die diesbezüglichen Planungen gegangen ist, ist verlorenes Geld. Das schon fast manische Streben nach Selbständigkeit muss jedenfalls bei der Fernwärme sofort aufhören, alles andere ist vollkommen unverantwortlich.
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Reklov
1 jahr vor
zitiere VS:
Es macht wenig Sinn nach den Schuldigen der derzeitigen Situation zu suchen, derer gibt es sicher einige. Wichtig ist eine pragmatische und tragfähige Lösung für die Zukunft. Und diese Lösung steht keine 200 Meter Luftline vom Kraftwerk entfernt. Wer jetzt nicht die Hand nimmt, die der Hanauer OB nach wie vor bzw. wieder reicht, der hat in Geschäftsführung und Aufsichtsrat, aber auch in der Gemeindevertretung ncihts zu suchen. Die Verbraucher benötigen eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung und keine unbezahlbaren Luftschlösser und Insellösungen. Jeder Euro, der in die diesbezüglichen Planungen gegangen ist, ist verlorenes Geld. Das schon fast manische Streben nach Selbständigkeit muss jedenfalls bei der Fernwärme sofort aufhören, alles andere ist vollkommen unverantwortlich.

VS, ich teile ihre Ansicht uneingeschränkt und gehe noch eine Schritt weiter. Es wird Zeit, dass wir der neueste Hanauer Stadtteil werden, damit in Großkrotzenburg endlich geordnete politische Verhältnisse einkehren und dieses klein klein auhört.
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reklov
1 jahr vor
Alle Achtung Herr Reuter, das ist doch mal ein Vorschlag! Ich befürchte aber, dass unsere Mandatsträger davon wenig begeistert sind, fürchten sie doch um die Eigenständigkeit von Großkrotzenburg und eine Eingemeindung nach Hanau.
Zur Info: Auch ich habe bereits mit der Bundesnetzagentur und der Landeskartellbehörde Hessen, Kontakt aufgenommen um von diesen Stellen eine Überprüfung dieser (sittenwidrigen) Preisgestaltung zu erhalten.
Darüber hinaus habe ich die sittenwidrige Preisgestaltung gem. § 138 BGB direkt bei den Gemeindewerken schriftlich angezeigt. Die Gemeindewerke sieht aber offensichtlich keine Veranlassung hierzu Stellung zu nehmen.
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VS
1 jahr vor
zitiere reklov:
Alle Achtung Herr Reuter, das ist doch mal ein Vorschlag! Ich befürchte aber, dass unsere Mandatsträger davon wenig begeistert sind, fürchten sie doch um die Eigenständigkeit von Großkrotzenburg und eine Eingemeindung nach Hanau.

Ich glaube, die Stadtwerke Hanau sind die letzte Rettung und den Granden wird gar nichts anderes übrig bleiben, als eine Belieferung über Hanau zu akzeptieren. Im Moment gibt es noch 720 Anschlüsse für Fernwärme, aber es werden in Kürze weniger werden. Und wer soll das Wolkenkuckkucksheim denn noch bezahlen?
Die Endverbraucher üben den Druck aus, der notwendig ist, wenn sie die Preiserhöhung nicht akzeptieren. Dann gibt es nur noch einen Ausweg, und der führt über oder gerne auch nach Hanau.
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VS
1 jahr vor
Endlich jemand der sich öffentlich traut, die Preiserhöhung rechtlich in Frage zu stellen. Wenn alles in Ordnung ist, warum sollen die Endkunden dann der neuen Regelung per Unterschrift zustimmen? Genau, weil die Preiserhöhung rechtlich nicht in Ordnung ist. Sie ist rechtswidrig und muss nicht akzeptiert werden. Man kann nur immer wieder warnen, der neuen Regelung per Unterschrift zuzustimmen. Viele werden es nicht tun, was man so hört. Und ja, das wird die Gemeindewerke in die Insolvenz führen. Ist das schlimm? Nein, die Gemeinde garantiert für die Gemeindewerke und steht für die Versorgung ein. Es wundert mich, dass Hanau immer noch bereit sein soll, den Krotzenburgern aus der Patsche zu helfen, nachdem die sie zweimal in den Verhandlungen brüskiert haben. Aber gut zu wissen und die Lösung des Problems. Auch mit Hanau wird es deutlich teuerer, aber immerhin verlässlich. Denn das BHKW steht schon, während die Insellösung ein Luftschloss bleiben wird, da keiner die - oh, jetzt sind es schon 50Mio - in die Hand nehmen wird.
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Opa24
1 jahr vor
Hut ab Herr Reuter, so sollte ein Bürgermeister eigentlich sein, sollte die jetzige Bürgermeisterin keine plausiblen Antworten auf diese Fragen haben, sollte man sie mit sofortiger Wirkung beurlauben.
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Hups
1 jahr vor
Der erste gescheite Vorschlag zu diesem Thema. Ich frage mich schon die ganze Zeit warum die kleine Gemeinde eine eigene Fernwärmeversorgung haben soll.
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