„Natürlich beschäftigen auch wir uns mit dem Thema Fernwärme in Großkrotzenburg. Allerdings ist es uns wichtig, nicht aus der Distanz hohle Phrasen zu dreschen. Uns interessiert welche Veränderungen den betroffenen Haushalten tatsächlich drohen und welche Akteure das zu erwartende Desaster noch abwenden könnten. Hier scheint momentan vor allem die Stadt Hanau gemeinsam mit den Stadtwerken eine attraktive Alternative zu sein“, so Matthias Okon.
„Wir waren am Dienstag bei der Bürgerversammlung vor Ort. Doch wie 100 weitere Bürgerinnen und Bürgern konnten wir keinen Platz im Bürgerhaus ergattern – die Verantwortlichen hatten das hohe öffentliche Interesse wohl unterschätzt“, ergänzt Arno Richter, linker Aktivist und seit Kurzem Parteimitglied.
„Wir konnten allerdings die Gelegenheit nutzen, um mit einigen Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Das drohende Szenario und die persönlichen Schilderungen machen fassungslos. Wir erfuhren, dass es bereits jetzt für Großkrotzenburger Haushalte nicht unüblich ist, für Fernwärme mehr als 300 Euro monatlich an den Versorger zu zahlen. Wir haben solche Abschlagsrechnungen einsehen dürfen!“
„Man kann“, so Okon weiter, „leicht verstehen, dass die prognostizierte Preissteigerung um mehr als 100 Prozent für viele Menschen existenzbedrohend wäre. Umso zweifelhafter erscheint das Krisenmanagement der Beteiligten. Für mich steht fest, dass der Energieversorger Uniper verpflichtet sein sollte, auch im kommenden Jahr Fernwärme zu akzeptablen Preisen zu liefern! Es kann nicht sein, dass ein mit Steuergeldern geretteter Konzern durch horrende Preise fette Gewinne auf Kosten seiner Kunden generiert. Der Staat muss seine Menschen schützen und den Irrsinn stoppen! Grundsätzlich fordere ich, die allgemeine Energieversorgung in staatliche Verantwortung zu überführen. Mit menschlichen Grundbedürfnissen dürfen keine Profite generiert werden, die obendrein – durch die Dividenden – zu einer weiteren Umverteilung von unten nach oben beitragen. Um den Menschen in Großkrotzenburg kurzfristig zu helfen, hoffe ich auf eine Einigung mit den Hanauer Stadtwerken“, so Okon abschließend.



Kommentare
Und nun erfreut uns Herr Matthias Okon mit bisher leider noch unbelegten Tatsachenbehauptungen über die Gründe der hohen Fernwärmekosten in Großkrotzenburg. Er will herausgefunden haben, dass "fette Gewinne des Energieversorgers Uniper" alleinige Ursache sind und "mit menschlichen Grundbedürfnissen generierte Profite", "die obendrein – durch die Dividenden – zu einer weiteren Umverteilung von unten nach oben beitragen" würden.
Dazu fehlen leider bisher jegliche Zahlenangaben seinerseits. Aber die liefert er sicherlich noch nach?
Hoffentlich auch über die Höhe der aufgrund überhöhter Fernwärmerechnungen erzielten Dividendenausschüttungen und zuletzt über die Vermögensverhältnisse der Uniper-Aktionäre, von denen Herr Okon ja (woher eigentlich?) weiß, dass die sämtlich reiche Leute seien.
Eine gute Gelegenheit für Herrn Okon, zu zeigen, dass er auf einem Niveau argumentieren kann, das ihn für den Deutschen Bundestag qualifizieren würde. Und nicht so enttäuschend, wie sein Parteikollege Fitz.
Egal ob Kandidat Oehl oder Okon, helfen tut diese Pressemitteilung nicht und verschwendet einfach nur Lebenszeit.
Setzen 6.
Wenn ich diesen Artikel lese, sträuben sich mir die Nackenhaare. Keine Ahnung was hier abgeht, aber dann doch Phrasen dreschen.
Hier fällt mir ein Spruch von Dieter Nuhr ein.