Und weiter: "Dem Projektierer Renertec GmbH sowie der Verpächterin Constantia Forst GmbH waren wohl ihre wirtschaftlichen Interessen wichtiger als die begründeten Belange seitens der Breitenborner Bürger, dass sie die rund 250 m hohe Industrieanlage im Wald direkt so nah an den Ort heranrückten. Mit den nun unter anderem negativen Auswirkungen auch auf die Gesundheit wie Lärm, Infraschall, Feinstaub sowie dem zusätzlich gefährlichen Feinstaub von CFK-Carbonfasern in der Luft, muss nun die Gründauer Bevölkerung leben. CFK-Carbonfasern werden mittlerweile teils tonnenweise für den Bau der Windräder benutzt und kommen vor allem in den Rotoren der WKA vor. Auch Schwefelhexaflourid (SF6) gehört zu der Stoffgruppe der krebserregenden Umweltgifte PFAS und ist ein klimaschädliches Gas, welches in elektrischen Schaltanlagen und auch in Windrädern zum Einsatz kommt. Zudem besteht weiterhin das Risiko von Waldbränden durch Windradunfälle, Havarien, technische Defekte bis hin zum eventuellen Übergreifen des Feuers auf die Breitenborner Wohngebäude am Waldrand. Als sehr brisant ist nach wie vor die Gefahr der Verseuchung des Grund- und Trinkwassers durch wassergefährdende Stoffe, Kühlmittel, Getriebeöle, Schwermetalle uvm. wie mehrfach berichtet und auch in den weiter anhängenden Klagen gegen das Projekt ausgeführt, einzustufen. Die Errichtung des Windparks in Gründauer Trinkwasserschutzgebieten hält WindJammer Gründau e.V. in Zeiten von sinkenden Grundwasserständen und Wassermangel für verantwortungslos. WindJammer Gründau e.V. beauftragte auch aus diesen Gründen im Dezember 2022 ihren Rechtsbeistand mit einer schriftlichen Anfrage an das RP Darmstadt unter anderem bezüglich des Löschwassertanks."
Seitens des RP Darmstadt zum Löschwassertank wurde Windjammer laut Pressemitteilung folgendes mitgeteilt: „Als Löschwasserversorgung für einen Erstangriff der Feuerwehren wurde für die neuen Anlagen WEA13 bis 17 des WP Constantia Forst II (CF II) ein 30 m3-Behälter nahe des Standorts der zentral gelegenen Anlage WEA 15 angeordnet, welcher bereits eingebracht und gefüllt ist. Im bestehenden WP Vier Fichten ist überdies bereits ein 30 m3-Behälter an zentraler Stelle installiert.“ Zur Auskunftsanfrage bezüglich vorgesehener Feuerwehrübungen habe das RP keine Stellung bezogen.
WindJammer Gründau e.V. fasst zusammen, "dass damit für insgesamt 17 WKA (WP Vier Fichten, Sandstruth und Hammelsberg) nun 60 m3 als Löschwasserversorgung bei einem Brandereignis zur Verfügung stehen. Aus Sicht des Vereins sowie der Meinung von ihren Sach- und Rechtsbeiständen ist diese Menge an Löschwasservorräten gerade in diesen Waldgebieten zu gering. Dies wurde bereits im Erörterungstermin, im Genehmigungsverfahren sowie in den anhängenden Klagen bemängelt und mit ausführlichen Einwendungen untermauert. Das vorgelegte Brandschutzkonzept ist nach wie vor unvollständig und mangelhaft. Deshalb ist es für WindJammer Gründau e.V. wichtiger denn je, das Thema Brandschutz intensiv weiter zu verfolgen. Nicht nur die Menge der Löschwasservorräte im Waldgebiet ist viel zu gering, hinzu kommt die ohnehin bestehende Wasserknappheit im MKK aufgrund der seit Jahren sinkenden Grundwasserstände, ausbleibenden Niederschläge sowie Hitzesommern. Die Gründauer Bevölkerung kann nur hoffen, dass vom Windpark ausgehend es in diesem Waldgebiet nie ein Brandereignis geben wird", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.




Kommentare
Viele Worte..
Viel Gejammer egal wo.
Taten?
Klagen?
Stress?
Nixx
Also....Bringt doch nixx
Andernorts geht sowas fast geräuschlos vonstatten (siehe Löhnberg im Westerwald).
Die Gemeinden dort freuen sich über die 0,2 Cent pro generierter kWh oder realisieren die Anlagen mit finanzieller Bürgerbeteiligung.
In der Sache sind viele der Behauptungen zudem unrichtig:
Die Modelle entsprechen den seinerzeit vorgelegten Visualisierungen.
Von der 2. WKA sieht man sogar weniger als gedacht.
Im Ort höre ich die Anlagen nicht - Ohren sind ok.
Das böse SF6 steckt auch in jeder Trafostation, Alternativen sind teurer.
Feinstaub von den 5 Rotoren?! Echt jetzt? Stichwort: Flugzeuge, Autoreifen, Heizungen,...
Wenn mir ungerechtfertigte Windjammerei nur nicht immer soviel Blutdruck bereitete, dann müsste ich auch für diesen Kommentar keine Lebenszeit verschwenden.
Natürlich gibt es ehrenwerte Gründe, gegen die Errichtung von Windkraftanlagen an bestimmten Standorten vorzugehen.
Aber die Art, wie hier versucht wird, zu argumentieren, ist billig.
Viele Argumente gegen die Windkraftanlage wirken wie an den Haaren herbeigezogen, werden einfach aneinandergereiht und zu einem Katastrophenszenario aufgebauscht.
Auch die Überschrift ist unfreiwillig peinlich: Wie kann man denn so plötzlich schockiert von einer Windanlage sein, deren Planung und Bau man jahrelang verfolgt hat.
Ich möchte nicht die Mitglieder von Windjammer diskreditieren, die sich für den Naturschutz vor ihrer Haustüre einsetzen.
Aber eine solche Öffentlichkeitsarbeit ist amateurhaft und hinterlässt keinen seriösen Eindruck.
Hier werden zig Schadstoffe aufgeführt, die angeblich schlimmste Folgen für Menschen haben sollen. Falls überhaupt, so treten diese in geringen, gesundheitlich nicht relevanten Mengen auf. Sofern alle Windjammerer äußerst gesund leben, nicht rauchen, keinen Alkohol trinken, keine Medikamente einnehmen usw., kann ich diesen Personenkreis ernst nehmen. Denn nur bei derart gesund lebende Menschen fallen die Windradschadstoffe ins Gewicht. Da sie aber die Genussmittel der Moderne mit allen negativen Begleiterscheinungen für Geist, Körper und Seele gerne konsumieren, sind diese Jammerer allesamt unglaubwürdig und leicht durchschaubare Heuchler.
Also, erst denken, dann erst sich empören und beschweren.
Zu den angeblich zu geringen Löschwasservorgaben, kann ich nur empfehlen, dass die Naturschützer in den Wäldern Patrouille laufen und die Waldbesucher aufklären, keinen Müll, der potentiell eine Brandgefahr darstellt, in den Wald zu werfen.