TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Gründau: Elf neue Windkraftanlagen im "fürstlichen Wald"

Gründau: Elf neue Windkraftanlagen im "fürstlichen Wald"

Energieversorger Entega aus Darmstadt hat seine Pläne für den Windpark „Constantia II“ konkretisiert. Demnach sollen auf der Höhe zwischen Gründau-Breitenborn und Büdingen elf Windkraftanlagen entstehen. Die Inbetriebnahme soll 2027 erfolgen.

Geplant sind elf Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 6 Megawatt, die Gesamthöhe beträgt 249,5 Meter, der Rotordurchmesser 175 Meter. Die Anlagen sollen auf den bereits genehmigten Windvorranggebieten 2-448 und 2-901 (Größe ca. 250 ha) entstehen. Das Unternehmen erwartet einen jährlichen Energieertrag von circa 146 Millionen Kilowattstunden.

„Damit können circa 50.000 Haushalte mit Strom versorgt werden, die CO2 Einsparung wird circa 110.000 Tonnen pro Jahr betragen“, teilt das Unternehmen mit. Der Genehmigungsantrag für eine Laufzeit von 25 Jahren soll noch im Dezember 2024 beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht werden, die Inbetriebnahme ist im Jahr 2027 geplant. Das Investitionsvolumen soll bei circa 115 Millionen Euro liegen. Das zugehörige Umspannwerk soll bei Büdingen-Vonhausen entstehen.

Die ersten Rodungsarbeiten könnten bereits Ende 2025 beginnen. „Für die elf Windenergieanlagen muss eine Fläche von circa 7,7 Hektar dauerhaft gerodet werden. Hierfür werden zum Teil an anderer Stelle Ersatzaufforstungen erfolgen. Temporär gerodete Flächen werden am Standort wieder direkt bepflanzt“, so Entega weiter zu den Plänen im ehemals „fürstlichen Wald“, der inzwischen der Constantia Forst GmbH gehört. Der Abstand der Windenergieanlagen zu Siedlungen betrage mindestens 1.000 Meter. Nach Büdingen seien es mindestens circa 1.700 Meter.

„Eine Bürgerbeteiligung über eine Online-Plattform soll angeboten werden. Die umliegenden Kommunen sollen über den §6 EEG finanziell beteiligt werden“, teilt der Energieversorger aus dem südhessischen Darmstadt abschließend mit.

constantiadrei az

Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

Kommentare

4
D.A.
1 jahr vor
Für jedes Windrad wird eine Fläche zwischen 350 bis 500m2 versiegelt und somit komplett zerstört! auf ewige Zeiten! Aber Hauptsache das Fähnchen weht im Mainstream Wind. Kommt noch hinzu das solche Berechnungen wie im Beitrag von A.S angeführt für die meisten Politiker viel zu komplex sind um sie zu verstehen.Die Anrainer Staaten freuen sich ein Loch in den Bauch und stehen bereit uns mit deren Atomstrom zu sehr guten Konditionen zu beliefern! Bravo Deutschland der letzte macht das Licht aus
Gefällt mir 22 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
4
Zeus
1 jahr vor
Die früheren angeblichen Umweltschützer, die Grünen, sind die übelsten Umweltzerstörer. Das tun sie für äußerst unzuverlässige Stromerzeugung. Und vor allem für den eigenen Profit. Siehe Graichen-Clan und Agora-Energiewende. Weil Graichen wegen Vetternwirtschaft aus Habecks Ministerium gehen musste, wurde er nun gnädig von einem ukrainischen Energieunternehmen angeheuert. Er muss nicht verhungern. Leute, spendet weiterhin fleißig für einen der korrupesten Staaten der Welt, damit sie dort ihre importierten hochqualifizierten Fachkräfte bezahlen können.
Gefällt mir 20 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
4
A.S.
1 jahr vor
Man beachte!
Glaubt man diversen Quellen so verbraucht ein Windrad eine Fläche von ca. 400 Quadratmeter. Ungeachtet diverser notwendiger Maßnahmen die einhergehen! Diese steigen lt. Ermittlungen auf das 10fache an.
Bleiben wir bei den 400 m².
Diese Fläche Wald, bindet wiederum gewissen Quellen entnehmend, ca. 24 Tonnen CO2 im Jahr (gebunden wird eigentlich "nur" Kohlenstoff). Hört sich erst einmal nach nicht viel an.
In Deutschland stehen lt. Erfassungen ca. 30000 Windkraftanlagen (Onshore - Anlagen).
Die Standorte einmal nicht unmittelbar auf Waldflächen umgelegt würde das bedeuten das wir einen Flächenverbrauch von ca. 1200 ha haben. (Tendenz steigend)!
Gehen wir einmal davon aus das nur die Hälfte auf Waldflächen stehen, ergäbe das ein Fläche von 600 ha.
Bringt man diese Parameter in die Rechnung ein, so reden wir von ca. 360000 Tonnen CO2 pro Jahr die der gerodete Wald hätte kompensieren können!
Und das ohne einen immensen maschinellen und Flächen verbrauchenden Aufwand.
In Anbetracht dieser Tatsache sollte nicht vergessen werden was der Holzertrag und dessen längerfristigen Verwendung z.B. im Bauwesen zusätzlich erbringen würde. Bindung von Kohlenstoff auf lange Sicht gesehen. Ungeachtet der Sauerstoff Erzeugung die parallel einhergeht.
Gefällt mir 14 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
4
Prof. ad. Wilfried W
1 jahr vor
Schlicht & einfach: Umweltzerstörung.
Gefällt mir 20 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
4
A.S.
1 jahr vor
Etwas zu zerstören, um es erhalten zu wollen, ist schon weit mehr als nur sinnesfrei.
Da scheinbar in den Reigen der Entscheidungsträger nicht über den "eigenen" Tellerrand hinausgeschaut wird und man zu der Erkenntnis gelangen könnte, dass es nicht darum geht, im Wettbewerb der Städte und Kommunen teilnehmen zu müssen. Dabeisein um jeden Preis ohne die Verhältnismäßigkeit zu berücksichtigen.
Wenn jeder glaubt an diesem "Wettbewerb" teilnehmen zu müssen um dem eigenen Image gerecht zu werden, dann sind die Verhältnismäßigkeiten neu zu bewerten.
Wie man beobachten kann, werden die Windkraftanlagen an Stellen positioniert, die gerade in unseren Regionen, direkt in den Wäldern liegen. Geschuldet einer relativ dichten Bebauung gibt es scheinbar keine Alternativen.
Jeder für sich ist der Auffassung, dass die paar Windrädchen keinen Einfluss auf die Reduzierung der Waldflächen und der einhergehenden Folgen hat. In der Summe und über den eigenen Tellerrand hinausschauend, wohl doch.
Vielen negativen und unzählige Male diskutierten Umständen zum Trotz, wird munter weiter gerodet. Anderen Ländern wirft man vor aus Profitgier zu handeln. Dem einen geht es um Reichtum, dem anderen um seinen Stellenwert in der Gesellschaft.
Und immer noch das beschreiten der Wege der zwei Richtungen. Geht, geht nicht! Der Raum dazwischen lässt aber nach wie vor viel Spielraum für Kompromisse und Vernunft!
Das eigene Ego lässt ein Nachdenken aber nicht zu. Imageverlust!
Gefällt mir 13 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
4
Ur-Stephan
1 jahr vor
Ist es eigentlich Ironie, wenn man zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Luft 77000m² Wald rodet?

Mir unbegreiflich, weshalb man nicht Alternativen verwendet.

Es wird noch spaßig, wenn die nächste Dunkelflaute kommt und Frankreich uns keinen Atomstrom mehr liefern möchte.
Gefällt mir 28 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis