Nachfolgend seine Rede bei der Amtseinführung im Wortlaut:
"Sehr geehrter Herr Vorsitzender der Gemeindevertretung, lieber Norbert Breunig,
sehr geehrte Mitglieder des Gemeindevorstandes, der Gemeindevertretung und der Ortsbeiträte,
sehr geehrter Herr Kreisbeigeordneter Zach,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Engel , stellvertretend für die heute hier anwesenden Bürgermeister,
liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Gemeindeverwaltung, vom Bauhof und den Kindertagesstätten,
liebe Familienangehörige,
liebe Gründauerinnen und Gründauer,
sehr geehrte Damen und Herren!
Die Gründauer Bürgerinnen und Bürger haben am 10. März 2013 mit einem deutlichen Votum im 1. Wahlgang der Bürgermeisterwahl entschieden, dass ich in den nächsten sechs Jahren die Geschicke der Gemeinde lenken darf.
Ich sage an dieser Stelle, zu Beginn meiner kurzen Rede, hier noch einmal von ganzem Herzen
DANKE.
DANKE
- meinen Wählerinnen und Wählern
- den Gründauerinnen und Gründauern, die aktiv von ihren Wahlrecht Gebrauch gemacht haben,
- auch an meine beiden Mitbewerber Hans Kroth und Stefan Ament für den fairen Wahlkampf
Bereits am Wahlabend hat mein Noch-Chef, Bürgermeister Heiko Merz, im Rathaus angekündigt, mich ab dem nächsten Tag auf das Amt vorzubereiten und einzuarbeiten. So ist es auch gekommen.
Bei jeder Gelegenheit, ob innerhalb des Rathauses oder auch bei Terminen außerhalb, konnte ich fortan dabei sein und somit schon einiges an Inhalten für das neue Amt erfahren.
Gleichzeitig habe ich in diesen 3 Monaten auch viele Menschen kennengelernt, wie z.B einige Bürgermeisterkollegen, Vertreter unterschiedlicher Behörden, Personen, die aktuell mit dem Bürgermeister und der Verwaltung in engem Kontakt stehen.
Lieber Heiko, Du hast mich ab dem 11. März
- mit diesem Amt
- seinen Besonderheiten
- seinen Licht- und auch Schattenseiten
konfrontiert und bekannt gemacht.
Dafür, lieber Heiko, möchte ich Dir sehr herzlich danken.
Liebe Gründauerinnen und Gründauer,
ich freue mich auf meine neue Aufgabe. Ich habe dieses Amt angestrebt, um die Lebensqualität in unserer Gemeinde zu erhalten und zu verbessern. Ich bin mir der Verantwortung, die mit meiner neuen Position verbunden ist, sehr bewusst. Ich kann Ihnen versichern, dass ich meine ganze Kraft, mein Können und meine Erfahrungen für das Wohl von Gründau einsetzen werde.
Ich will und werde als unabhängiger Bürgermeister aller Gründauerinnen und Gründauer mit allen politischen Parteien und Wählergruppen sprechen, und – wenn notwendig- auch streiten, zäh und unermüdlich in der Sache und gleichzeitig fair im Ton, so wie ich das als Sportler gelernt habe!
Vor allem aber will ich guten Ideen zum Durchbruch verhelfen! Ich hatte das Glück und gleichzeitig die Ehre, unter allen drei bisherigen Gründauer Bürgermeistern, der Gemeinde, zu dienen. 2 Jahre zu Beginn meiner Ausbildung unter August Imhof, 23 Jahre unter Georg Meyer und zuletzt 6 Jahre unter Heiko Merz.
Unter allen drei Bürgermeistern galt immer der Grundsatz: „Das Wichtigste in der Gemeinde sind die Finanzen“. Dies soll und wird auch mein Leitspruch für die jetzt beginnende Amtszeit sein. Bereits während des Wahlkampfes habe ich stets bekundet, dass gesunde Gemeindefinanzen die Grundlage einer guten Zukunft sind. Deshalb werde ich darauf achten, dass mit dem Geld der Gründauerinnen und Gründauer sorgsam umgegangen wird!
Heiko Merz hat es in seiner Rede vorhin angesprochen: Unsere Gemeinde nimmt im Main-Kinzig-Kreis eine besondere Stellung ein. Nicht nur, weil wir finanziell gut dastehen, sondern weil wir auch mit unserer Lage an der A 66 einen Standortvorteil besitzen.
Darauf dürfen wir uns aber keinesfalls ausruhen !!!
Vielmehr müssen wir versuchen, die Rahmenbedingungen in den Bereichen Infrastruktur, Gewerbe und Wohnen noch weiter zu verbessern.
Denn nur so bleibt Gründau attraktiv. Attraktiv sowohl für Wirtschaft und Gewerbe als auch für die Menschen, die hier leben oder auch neu nach Gründau kommen möchten.
Lassen Sie uns gemeinsam für Gründau zusammen arbeiten, besonnen und an der Sache orientiert. Meine Tür im Rathaus steht dazu jederzeit offen,
bürgernah wie ich das bisher auch als Verwaltungs- mitarbeiter praktiziert habe.
Bevor ich zum Schluss meiner Ansprache komme, möchte ich zwei aktuelle Themen ansprechen, die nicht nur mich, sondern auch Sie sicherlich sehr bewegen.
Es sind
- der Hochwasserschutz und
- die Bürokratie in diesem Lande.
Nach der Flut ist bekanntlich vor der Flut. Auch wenn wir hier in Gründau aller Voraussicht nach nicht mit einem ähnlichen Hochwasserereignis wie jetzt geschehen, rechnen müssen, so sollten wir doch zügig an die Umsetzung der geplanten Schutzmaßnahmen gehen. Die Planungen für die drei Schutzdämme oberhalb von Breitenborn, oberhalb von Hain-Gründau und zwischen Mittel-Gründau und Niedergründau laufen bereits seit sechs Jahren. Die Gemeindegremien haben hierfür Haushaltsmittel bereitgestellt. Die Mühlen bei den Genehmigungsbehörden des Landes mahlen jedoch sehr langsam.
Ich hoffe, dass unter dem Eindruck der aktuellen Ereignisse hier ein Umdenken bei den Verantwortlichen einsetzt. Mein zweites Thema ist die ausufernde Bürokratie auf allen Ebenen. Festmachen möchte ich das am Beispiel des geplanten Sozialzentrums im Ortsteil Hain-Gründau.
Wir, Verwaltung, Gemeindevertretung und Gemeindevorstand tun alles dafür, dass dieses Projekt gelingt. Für die Realisierung müssen wir ein altes und baufälliges Gebäude abreißen. Die untere Denkmalschutzbehörde beim Main-Kinzig-Kreis befürwortet den Abriss. Die obere Denkmalschutzbehörde - das Landesamt für Denkmalschutz Hessen - will den Abriss verhindern, weil das Objekt angeblich schutzwürdig sei.
Ich frage mich: Weiß denn hier die linke Hand nicht, was die rechte macht?
Die Folge dieser Blockade ist, dass wir mit dem Projekt mehr und mehr in zeitlichen Verzug geraten. Außerdem besteht die ernste Gefahr, dass unsere Partner vom Projekt abspringen und sich anderweitig orientieren. Hier stehen Arbeitsplätze und der Erhalt einer Hausarztpraxis auf dem Spiel. Die Realisierung der Hochwasserschutzprojekte und die Lösung der Problematik zum Sozialzentrum werden wir in den kommenden Monaten sehr intensiv bearbeiten müssen.
Ich komme zum Schluss: Gründau ist eine tolle Gemeinde. Gehen wir gemeinsam Miteinander in eine gute Zukunft."



