Anne-Frank-Schule baut Nachmittagsbetreuung aus

Hanau
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Die Anne-Frank-Grundschule in der Freigerichtstraße in Hanau soll gemäß dem Schulentwicklungsplan einen Erweiterungsbau erhalten, dessen Raumangebot es ermöglicht die Nachmittagsbetreuung deutlich auszubauen.

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Der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement wird die hierfür erforderlichen Baumaßnahmen mit Kosten von 6.630.000 Euro planen und ausführen lassen. Mit der Baumaßnahme soll im Herbst 2022 begonnen werden. Die Fertigstellung ist für das Ende des 2. Quartals 2024 geplant. Dieser Vorlage stimmte der Magistrat der Stadt Hanau in seiner letzten Sitzung zu. Die Stadtverordnetenversammlung wird am 18. Juli abschließend über die Vorlage entscheiden. "Damit wird ein weiterer wichtiger und lang ersehnter Baustein zum Ausbau der Hanauer Schullandschaft auf den Weg gebracht", so Bürgermeister und Schuldezernent Axel Weiss-Thiel (SPD).

Bei der Anne-Frank-Schule handelt es sich um eine vierzügige Grundschule im Hanauer Innenstadtbezirk Süd-Ost. Die Schule besteht aus drei Gebäudeteilen. Das dreigeschossige Hauptgebäude wurde im Jahr 1960 zeitgleich mit der alten Turnhalle errichtet. 1974 wurde die Schule um einen eingeschossigen Erweiterungsbau ergänzt. Im Jahr 2018 wurde die alte Turnhalle durch eine neue Einfeldturnhalle an gleicher Stelle ersetzt. Wie Weiss-Thiel erläuterte, wird der Erweiterungsbau sich unmittelbar an den bestehenden Klassentrakt, südlich der vorhandenen Turnhalle, anschließen. "Geplant ist ein dreigeschossiges, teilunterkellertes Gebäude mit einer Nettoraumfläche von mehr als 1.500 Quadratmetern. Ihm liegt ein Raumprogramm des Stadtschulamtes sowie Abstimmungen mit der Schule zugrunde", erläuterte er. Im Erdgeschoss orientiere sich die neue Mensa mit Küche und Nebenräumen Richtung Schulhof.

Ebenfalls im Erdgeschoss seien Räume für die Nachmittagsbetreuung vorgesehen. Im ersten Obergeschoss plane man neben der Schülerbibliothek und dem Lehrmittelraum das Lehrerzimmer mit zusätzlichen Besprechungsraum und Personal-Toiletten. "Im zweiten Obergeschoss steht ein 100 Quadratmeter großer Fachraum für verschiedene Unterrichtsfächer wie Musik oder Kunst zur Verfügung. Neben weiteren Schülertoiletten befinden sich dort noch zwei weitere Differenzierungsräume sowie der Intensivkurs-Klassenraum", führte der Bürgermeister aus. Das nördliche Treppenhaus werde einschließlich des Aufzugs bis ins Untergeschoss geführt, um den bestehenden Keller anzuschließen.

Um eine durchgängige Barrierefreiheit des mehrgeschossigen Bestandsbaus sowie des Anbaus zu erlangen, sind zwei neue Erschließungsachsen mit neuen Treppenhäusern und einem Aufzug vorgesehen. Die geringfügig unterschiedlichen Geschosshöhen von Bestand und Neubau werden durch barrierefreie Rampen im Erdgeschoss und zweiten Obergeschoss ausgeglichen. Der neu entstehende begrünte Innenhof dient der Belichtung und Belüftung beider Gebäudeteile. In einem zweiten Bauabschnitt solle anschließend der angrenzende, mehrgeschossige Bestandsbau saniert und die Verwaltung neu strukturiert werden, erläuterte Weiss-Thiel. Die Anne-Frank-Schule ist an das vorhandene Fernwärmenetz angeschlossen. Der Erweiterungsbau wird mit Einzelheizkörpern ausgestattet und zur Energieeinsparung werden zusätzlich Fensterkontakte und Anwesenheitssensoren in den Räumen installiert. Der Neubau erhält zudem eine zentrale Lüftungsanlage für die Küche und kleinere Nebenräume mit Wärmerückgewinnung mit einem Wirkungsgrad von mindestens 85 Prozent.

"Der Primärenergiebedarf des geplanten Neubaus entspricht – durch vielfältige geplante Maßnahmen -  dem Standard eines KFW-Effizienzhauses 40", betonte Weiss-Thiel. In diese Berechnung einbezogen, sei auch eine neue Photovoltaikanlage, die auf dem Dach der Turnhalle nachgerüstet werde. Die Anlage wird von den Stadtwerken Hanau errichtet und betrieben und rund 30 Prozent des erzeugten Stroms seien für den Eigenverbrauch der Schule bestimmt. "Die Kosten der Maßnahme werden auf insgesamt 6.630.000 Euro brutto geschätzt", berichtete der Bürgermeister, in Folge der bekannten Lieferengpässe und der Preisentwicklung sei eine Kostenerhöhung jedoch nicht auszuschließen. "Des Weiteren werden für den Erwerb der Küchenausstattung und des beweglichen Mobiliars zusätzliche Mittel benötigt", erläuterte Weiss-Thiel, diese seien 2024 bei der bei der Haushaltsplanaufstellung des Stadtschulamtes zu berücksichtigen.


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