10 Jahre ohne Windräder: Fledermauskästen für die Mopsfledermaus

Rolf Zimmermann und Udo Klein hängen Fledermauskästen am Hufeisen-parkplatz auf. (Quelle BI Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur e.V.)

Linsengericht
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Die Gemeinde Linsengericht hatte im September 2013 eine Bürgerbefragung durchgeführt.

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"Knapp 70 Prozent der Bürger hatten sich damals gegen den Bau von Windkraftanlagen und somit gegen die Zerstörung des Linsengerichter Gerichtswaldes entschieden. Für die Bürger war offensichtlich der Schutz für Wald und Natur sehr wichtig. So ist der Hufeisenparkplatz bis heute für viele Natur- und Sportbegeisterte zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Wie das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) schon 2016 in einer Studie feststellte, starben damals jährlich ca. 250.000 Fledermäuse in Deutschland durch Windkraftanlagen. Heute dürfte die Zahl sogar noch höher sein. Somit hatte der Ausgang der Bürgerbefragung ebenfalls auch einen positiven Effekt auf die im Gerichtswald lebenden Waldfledermäuse. Besonders Windkraftanlagen im Wald stellen eine riesige Gefahrenquelle für Fledermäuse aber auch Greifvögel dar. Wie langjährige Untersuchungen der BI gezeigt haben, ist das Gebiet rund um den Hufeisenparkplatz in Linsengericht auch ein beliebter „Treffpunkt“ für Waldfledermäuse wie z. B. der Mopsfledermaus. Waldfledermäuse leben vorwiegend in verlassenen Spechthöhlen, Hohlräumen von morschen Bäumen oder schmalen Spalten hinter der sich ablösenden Rinde von toten Bäumen. Zum 10-Jährigen Bestehen der BI wurden nun von den Vorstandsmitgliedern Rolf Zimmermann und Udo Klein mehrere Fledermauskästen am Hufeisenparkplatz im Gerichtswald aufgehängt", teilt die BI Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch & Natur e. V. in einer Pressemitteilung mit.

"Da die Fledermauskästen auch gerne von anderen Tierarten wie z. B. Vögel, Siebenschläfer, Wespen oder Hornissen als Nistmöglichkeit oder sogar als Überwinterungsquartier genutzt werden, lohnt sich das Aufhängen von Fledermauskästen immer. Durch die gut sichtbaren Kästen hoffen wir auch bei den Besuchern des Hufeisenparkplatzes das Bewusstsein und Interesse für Fledermäuse zu schärfen. Es ist uns sozusagen eine Herzensangelegenheit, da es uns vor einigen Jahren gelungen ist als anerkannter Naturschutz- und Umweltverband durch Langzeitmonitorings und Netzfänge u. a. hier im Gerichtswald, die noch in den 90er Jahren in Hessen als ausgestorben geglaubte Mopsfledermaus, sowie zahlreiche Ihrer Wochenstubenquartiere, nachweisen zu können. Heute gilt der Gerichtswald mit dem angrenzenden Spessart rund um Biebergemünd und Linsengericht als einer der wenigen Mopsfledermaus Hot-Spots in Hessen“, so Udo Klein.

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Rolf Zimmermann und Udo Klein hängen Fledermauskästen am Hufeisen-parkplatz auf. (Quelle BI Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur e.V.)


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