Das Projekt, bezahlbaren Wohnraum an zentraler Stelle im Main-Kinzig-Kreis mit guter Verkehrsanbindung an Autobahn und Schienennetz, Nahversorgung und Freizeitangebote zu ermöglichen, sei ein wichtiger Meilenstein für den Main-Kinzig-Kreis. „Es stärkt nicht nur die heimische Wirtschaft, weil es eine Antwort auf den Fachkräftemangel ist, es stärkt auch die Schulstandorte und entwickelt eine Strahlkraft weit über die Region hinaus“, betonte Thorsten Stolz. Es ermögliche jungen Leuten, unabhängig vom Wohnort der Eltern eine Ausbildung aufzunehmen, indem es Wohnraum schaffe, den die jungen Leute sich leisten können.
„Das Projekt war uns auf politischer Ebene von Anfang an ein Herzensanliegen, zunächst mit Winfried Ottmann und Susanne Simmler, dann mit Andreas Hofmann und Jannik Marquart. Und es spricht für das Projekt, dass es auch sonst auf breite Zustimmung gestoßen ist, im Kreisausschuss und im Kreistag“, erklärte der Landrat. Er dankte allen, die das Projekt unterstützt haben, darunter auch das Land Hessen, das eine Förderung in Höhe von 2,6 Millionen Euro gewährt hat. Der Main-Kinzig-Kreis sei dafür bekannt, Verantwortung über das normale Maß hinaus zu übernehmen, etwa für seine Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen und schaffe nun mit dem „QU Azubiquartier“ einen Ort zum Lernen und Wachsen für junge Menschen, die sich für eine Ausbildung oder ein Duales Studium entscheiden. „Wichtig ist, dass sie den Main-Kinzig-Kreis als eine Region kennenlernen, in der es sich gut leben und arbeiten lässt“, so der Landrat.
Während der Main-Kinzig-Kreis Initiator und Pate des Azubiquartiers sei, gebe es mit der KIZ-Unternehmensgruppe aus Bad Soden-Salmünster einen zweiten Projektpartner. Die KIZ sei Grundstückgeber, Bauträger und Vermieter. André Muth, kaufmännischer Geschäftsführer der KIZ-Unternehmensgruppe, gab einen Überblick über das Projekt, das ein Ort der Gemeinschaft sein soll, ein Zuhause für junge Leute. Bis zum 1. August 2027 soll das Gebäude passend zum Schulstart bezugsfertig sein. Ein dritter Projektpartner ist die kreiseigene Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung (AQA), die das Azubiquartier mit einem pädagogischen Begleitkonzept betreiben und sich um die bis zu 151 Bewohnerinnen und Bewohner im Alter zwischen 16 und 27 Jahren kümmern wird. „Gerade dieser pädagogische Ansatz macht das Azubiquartier so besonders und so wertvoll. Die jungen Leute werden bei ihren ersten Schritten in die Selbstständigkeit nicht allein gelassen, sei es bei Fragen des Alltags mit Wäschewaschen, Ernährung, oder Versicherungen, sei es bei Problemen mit der Ausbildung. Ziel ist es, dass alle ihre Ausbildung mit Erfolg abschließen“, erklärte der 1. Kreisbeigeordnete Andreas Hofmann (SPD).
"Den Bewohnerinnen und Bewohner stehen Einzelzimmer beziehungsweise im Blockunterricht auch Doppelzimmer zur Verfügung. Sie arbeiten bei der Erstellung der Hausregeln mit und gestalten Gemeinschaftsflächen und Freizeitaktivitäten. Sie übernehmen Verantwortung und finden im 'QU Azubiquartier' ('QU' wird 'Kju' gesprochen) eine zweite Familie und ein Zuhause auf Zeit, vielleicht sogar Freundschaften fürs Leben. Das Gebäude bietet elf Gemeinschaftsküchen, vier Lern-, Freizeit-, Sport- und Entspannungsbereiche und ist komplett barrierefrei zugänglich. Das Azubiquartier hält aber auch für alle Auszubildenden der Region Angebote bereit, es soll zum Zentrum für Ausbildung und Begegnung werden. Bis zum Starttermin im kommenden Jahr werden alle Zimmer mit funktionalen, modernen Möbeln aus der AQA-Werkstatt ausgestattet. Die Musterzimmer hatte die AQA bereits auf der Messe Wächtersbach vorgestellt, was bei den Stand-Gästen auf großes Interesse stieß", heißt es abschließend aus der Kreisverwaltung.




