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„Das Herz Europas schlug über Pfingsten in Brünn“

„Das Herz Europas schlug über Pfingsten in Brünn“

Ein wenig erschöpft, aber hochgradig zufrieden: der Eidengesäßer Bernd Klippel und Bernd Posselt, Sprecher und Vorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft zum Abschluss des 76. Sudetendeutschen Tags in Brünn.

Klippel: „Es war ein historischer Meilenstein für die europäische Verständigung: Erstmals in der Geschichte haben wir einen Sudetendeutschen Tag, es war der 76., nicht in Deutschland, sondern auf tschechischem Boden in Brünn gefeiert. Unsere Botschaft, dass Versöhnumg, Verständigung, gegenseitiges Vertrauen und eine feste Freundschaft möglich sind, ohne unsere schlimme Vergangenheit zu vergessen, sollte ein nachhaltiges Beispiel sein.“

Unter dem treffenden Motto, dass das „Herz Europas in Brünn geschlagen hat“. kamen am vergangenen Wochenende tausende Menschen aller Generationen zu einem fröhlichen und zugleich tiefgründigen Fest der Begegnung zusammen. Neben feierlichen Momenten fehlten jedoch auch nachdenkliche Töne angesichts der aktuellen politischen Lage in Europa nicht.

Für Bernd Klippel war besonders prägend für die Veranstaltung das starke Engagement der nachwachsenden Generation: „Es gab so viele junge Menschen , die entschlossen waren, die Aufarbeitung der gemeinsamen, schmerzhaften Vergangenheit aktiv fortzusetzen und ein klares Zeichen für Versöhnung und ein enges Miteinander in Gegenwart und Zukunft zu setzen. Das macht für uns mitten in Europa Mut, „ so Klippel.

Dankbar zeigte sich Klippel gegenüber dem Vorsitzenden und Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft Dr. Bernd Posselt, der in seiner zentralen Ansprache  deutliche Worte zur aktuellen Lage auf dem Kontinent fand: „Wir erleben in vielen Ländern einen gefährlich wachsenden Nationalismus, der versucht, alte Grenzen wieder zu verfestigen. Doch die Stimmen dieser von Hass bestimmten, ewig Gestrigen fanden hier in Brünn kein Gehör. Unsere Antwort auf Ausgrenzung ist die europäische Einheit und der unerschütterliche Wille zu einem gemeinsamen, friedlichen Europa.

„Und dieser Wille zur Gemeinschaft und damit für einen festen Frieden muss ganz unten verfestigt werden“, stellt Klippel fest, der als stellvertretender SPD-Ortsvereinsvorsitzender auch Verantwortung für die Zukunft der Gemeinde Linsengericht übernehmen will. Die Philosophie des Sudetendeutschen Tags in Brünn hat den Eidengesäßer überzeugt:„Wir haben gekonnt die Brücke zwischen der Pflege reicher Kultur und Tradition, der kritischen Reflexion der Geschichte sowie hochaktuellen politischen Diskussionen geschlagen, ohne uns gegenseitig zu verletzen. Das sollte uns Mut machen für ein befriedetes Miteinander in der Zukunft.“

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