


Bis zum 21. März blieb es ruhig; die bis dato kalten und frostigen Nächte hielten Frösche und Kröten von ihrer Wanderung zu den Laichgewässern ab. Mit dem 22. März kamen die ersten Kröten aus ihren Winterverstecken und liefen zum Feuerlöschteich. Als es am Karfreitag regnete, kamen die Lurche in Fahrt. Der NABU Großenhausen bittet deshalb die Autofahrer,in der Dämmerung vorsichtig zu fahren und Rücksicht auf die liebestrunkenen Amphibien zu nehmen. Überall, wo Kröten, Frösche und Molche unterwegs seien, sollte man auf Tempo 30 heruntergehen, um die Tiere nicht unnötig zu gefährden.
Ab einer Nachttemperatur von fünf Grad Celsius verlassen die wechselwarmen Tiere ihre Winterquartiere in der Abenddämmerung zur "Hochzeitswanderung". Bei feuchtem Wetter sind sie besonders gern unterwegs. Dabei müssen oft auch Straßen überquert werden. So kommt es vor, dass die Kröten auch längere Zeit auf der warmen Fahrbahn sitzen bleiben und durch herannahende Fahrzeuge überfahren werden. Dabei ist der Strömungsdruck der Autos nicht zu unterschätzen. Es ist bekannt, dass selbst Amphibien getötet werden können, die am Straßenrand sitzen, wenn Geschwindigkleiten von über 30 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Ihre inneren Organe platzen durch den von den Autos verursachten Strömungsdruck.
Die von den ehrenamtlich tätigen Naturschützern aufgefundenen Kröten, Frösche und Molche werden gezählt und anschließend sicher über die Straße zum Laichgewässer gebracht. Alle Funde werden registriert und gemeldet, um eine bessere Übersicht zu erhalten, wo und welche Lurche in Hessen noch vorkommen.




