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Zahl der Vögel pro Garten nimmt von Jahr zu Jahr ab

Zahl der Vögel pro Garten nimmt von Jahr zu Jahr ab

In Hessen setzt sich bei den gesichteten Vögeln pro Garten der leichte, aber stetige Abwärtstrend fort.

Wurden 2018 noch 32,7 Vögel gezählt, waren es diesmal nur noch 27,0 Vögel in einem Garten. Insgesamt haben in Hessen 3.805 Menschen bei der Vogelzählung mitgemacht und aus 2.621 Gärten 71.037 Vögel gemeldet. Im Main-Kinzig-Kreis wurden von 265 Personen aus 193 Gärten 4.911 Vögel beobachtet.

Bei den Finkenarten gibt es etwas Entwarnung. Bei den Buchfinken gibt es in Hessen ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr und der Grünfink machte immerhin ein Prozent Plus. Es weist derzeit nichts auf eine akute Infektionswelle durch Trichomonaden hin. Das sind Parasiten, die von Vogel zu Vogel übertragen werden und oft zum Tod führen. " Den Grünfink werden wir in den kommenden Jahren trotzdem genau im Blick behalten", so Norbert Möller, Vorsitzender vom NABU Großenhausen. Besonders wichtig ist es deshalb, auf Hygiene an Futterstellen und Vogeltränken zu achten: Wer regelmäßig reinigt und überschüssiges Futter entfernt, hilft dabei, die Ausbreitung von Krankheiten unter den Gartenvögeln zu vermeiden.

Weniger erfreulich sieht es bei den Spatzenarten aus. Der Haussperling liegt zwar nach wir vor auf Platz  eins der Rangliste, wurde aber in deutlich geringerer Anzahl gemeldet. Der Negativtrend setzt sich leider fort. Vor zehn Jahren wurden noch 5,37 Haussperlinge pro Garten beobachtet, in diesem Jahr waren es nur noch 4,14. Der Feldsprling konnte sein Vorjahresergebnis immerhin halten. Im Vergleich zu 2016, als noch 1,96 Vögel gesichtet wurden, ist aber auch bei ihm mit nur noch 0,93 Vögeln pro Garten ein Rückgang zu verzeichnen, der zur Besorgnis Anlass gibt.

Obwohl das Wetter am Zählwochenende vielerorts warm und trocken war, wurden weniger Insektenjäger, wie Mehl- und Rauchschwalben sowie Mauersegler gemeldet. Der Rückgang der Fluginsekten macht sich öffenbar immer stärker bemerkbar.

Trotz der insgesamt negativen Entwicklungen konnten sich vor allem Teilnehmende in lebendigen Gärten mi Wildblumen, Insekten, Igeln und zahlreichen Vogelarten an einer Vielzahl von Vögeln erfreuen.  Wer selbst etwas für die Artenvielfalt tun möchte, kann bereits mit kleinen Veränderungen viel bewirken: seltener mähen, heimische Wildblumen wachsen lassen, Hecken pflanzen und auf Pestizide verzichten. "Naturnahe Gärten ersetzen keine Schutzgebiete, können aber wichtige Trittsteine im Siedlungsbereich sein und bereiten darüberhinaus Menschen Freude im Alltag", meint Norbert Möller. 

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