Mit dabei waren Menschen aus ganz verschiedenen Ländern. Auch einige Asylbewerber beteiligten sich an der Aktion. Die Frauen, Kinder und Männer brachten zum Bespiel Kompost auf die Baumscheiben der jungen Bäume auf, kontrollierten und erneuerten wo nötig die Seile, mit denen die Bäume an die Stützpfähle angebunden sind, und führten unter Anleitung von Martin Scharping den so genannten Erziehungsschnitt durch. Dabei lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie wichtig die Position der Leitäste an einem Hochstamm für ein gesundes Wachstum ist oder was Begriffe wie „Saftwaage“ oder „Konkurrenztrieb“ bedeuten.
Zwischendurch konnten die fleißigen Helferinnen und Helfer sich bei einem heißen Tee aufwärmen, bevor an einem alten hochstämmigen Apfelbaum weiter geschnitten wurde. Dabei zeigten vor allem die Männer, die in Maintal als Asylbewerber leben, wie geschickt sie mit der Astsäge umgehen können. Die beiden Jüngsten legten währenddessen aus gesammelten Steinen ein Versteck für Kleintiere wie zum Beispiel Eidechsen an. Gewonnen haben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der gemeinsamen Aktion wertvolles Wissen über die Streuobstwiesen und die Erkenntnis, dass gemeinsames Arbeiten in der Natur einfach Spaß macht.
Wer jetzt neugierig geworden ist und gern beim Projekt Streuobstwiese mitmachen möchte, kann sich an das Stadtteilzentrum Bischofsheim wenden. Die Gruppe ist wie alle anderen Angebote im Stadtteilzentrum offen für alle Interessierten. Das Stadtteilzentrum wird im Rahmen des Projekts Soziale Stadterneuerung betrieben von der Welle gGmbH im Auftrag der Stadt Maintal.
Foto: Das gemeinsame Arbeiten auf der Streuobstwiese hat allen Spaß gemacht: Die Gruppe aus dem Stadtteilzentrum Bischofsheim an ihrem Einsatzort. Foto: Stadtteilzentrum Bischofsheim



