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Warum man sich in Montevideo für Wachenbuchen interessiert

Warum man sich in Montevideo für Wachenbuchen interessiert

In Maintal ist der Verein Brüder-Schönfeld-Forum e.V.  als Veranstalter und Kooperationspartner zum Thema „Erinnerungsarbeit“ bekannt.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

Weniger sichtbar ist, was im Stillen abläuft: So kam kürzlich Post aus Uruguays Hauptstadt Montevideo. Ein Nachfahre der Familie Strauß aus Wachenbuchen, deren Mitglieder vor den Nationalsozialisten nach Südamerika geflohen waren, wollte mehr über seine Vorfahren wissen.

Für Herbert Begemann, den Vorsitzenden des Maintaler Vereins, ist das keine einfache Aufgabe. Denn der Name Strauß war damals so geläufig wie etwa der Familienname Lapp in Dörnigheim. Also ist zunächst einmal die Frage, um welche Personen es eigentlich geht. Dann erst beginnt die Recherche, das systematische Forschen in der vereinseigenen Datenbank und den riesigen Beständen der öffentlichen Archive. Eine weitere, oft hilfreiche Quelle sind Bücher und Veröffentlichungen von Ortschronisten.

Für Gonzalo Strauss, den Mann aus Montevideo. stehen die Aussichten, mehr über seine Urgroßeltern zu erfahren, gut. Das jedenfalls meint Vereinsvorsitzender Begemann nach einem ersten Blick in die verfügbaren Quellen.

Anfragen dieser Art bekommt der Verein meist aus den USA und Südamerika, aber auch von ehrenamtlichen Forschern und Institutionen in Deutschland.   Aber selbst staatliche Archive sind auf Korrekturen angewiesen und deswegen dankbar, wenn Fehler, die beim Füllen der digitalen Verzeichnisse unvermeidlich sind, aufgedeckt und mitgeteilt werden. Paradebeispiel ist eine frühere Ortsangabe in der Datenbank des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden. Sie lautete auf „Vostergergrüft“. Richtig musste es heißen: „Vestenbergsgreuth“, Das ist eine Gemeinde in Mittelfranken und dürfte eher den Fußballfans der Spielvereinigung Greuther Fürth als den Archivaren geläufig sein.

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