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Erinnerung an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Erinnerung an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Am 28. April begehen Israel und viele jüdische Gemeinden in der ganzen Welt Jom Hashoah, den Tag des Gedenkens zu Ehren der 6 Millionen Jüdinnen und Juden, die dem Holocaust zwischen 1933 und 1945 zum Opfer fielen.

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Im hebräischen Kalender fällt der Tag auf den 27. des Monats Nisan, in dem auch mit dem Passahfest an den Auszug aus der Sklaverei in Ägypten erinnert wird. Die Stadt Nidderau beteiligt sich an dem Gedenktag: Bürgermeister Andreas Bär, Horst Körzinger, Vorsitzender der Bürgerstiftung, und Pfarrer Daume von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit hissen um 9 Uhr in Solidarität mit Israel und dem jüdischen Volk vor dem Rathaus die neue Fahne, die an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland erinnert.

Am 28. April steht in Israel immer um 11 Uhr der Verkehr still. Alle Menschen halten in ihren Geschäften inne um für eine Minute im ganzen Land der Ermordeten zu gedenken. „Mit dem Hissen der Fahne schließt sich Nidderau diesem Gedenken an und setzt damit ein Zeichen gegen Antisemitismus, Hass, Gewalt und Rassismus“, betonen Andreas Bär und Horst Körzinger.

Der Holocaust-Gedenktag wurde am 12. April 1951 durch das israelische Parlament festgelegt. Es dauerte bis 1996, als in Deutschland durch Bundespräsident Roman Herzog ein solcher offizieller Gedenktag benannt wurde. Er wird seitdem am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz, begangen. In der Erklärung dazu heißt es: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

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