Oberstaatsanwältin Ute Sehlbach-Schellenberg von der für Haina zuständigen Staatsanwaltschaft Marburg bestätigte auf Anfrage den Tod des Nidderauers. Eine Obduktion habe keine Hinweise auf Fremdverschulden ergeben. Keine Aussage machte sie zur Todesursache, laut Informationen dieser Zeitung hat sich der 36-Jährige das Leben genommen.
Laut Polizeibericht hatte am Abend des 22. März 2015 in der Domitianstraße in Heldenbergen ein Beziehungsstreit stattgefunden. Der Nidderauer soll seine Lebensgefährtin gegen 22.45 Uhr mit einem Messer verletzt haben, als sie aus der Wohnung flüchten wollte. Die ebenfalls 36-Jährige wurde zunächst in eine Klinik eingeliefert, wo sie wenige Tage später starb. Der mutmaßliche Täter flüchtete aus der gemeinsamen Wohnung, wurde aber nach einer umfangreichen nächtlichen Suche inklusive Einsatz eines Polizeihubschraubers gegen 4 Uhr in der Nähe des Tatortes festgenommen.
Die ersten Ermittlungen hatten ergeben, dass der Nidderauer vermutlich unter dem Einfluss von Alkohol und Medikamenten dreimal auf seine Lebensgefährtin eingestochen hatte, ein Stich soll tief in den Nackenbereich gegangen sein. Der 36-Jährige galt bereits nach seiner Festnahme als suizidgefährdet, ein Richter im Amtsgericht Hanau hatte die einstweilige Unterbringung in der psychiatrischen Anstalt Haina angeordnet.


