2025 hat die Hanauer Zeichenakademie entschieden sich am World Design Capital Frankfurt RheinMain zu beteiligen. Ihr Ziel: Kulturerbe erlebbar machen. Es liegt nahe, den Bogen einer Institution, die das Wort „Zeichen“ in ihrem Namen trägt, mit Malerei zu verbinden. Schon immer war der Schritt vom Zeichnen, ein „Zeichen“ bilden, schaffen, hin zur Malerei gegeben. Handwerklichkeit in der Zeichenkunst, der Malerei, in der Herstellung und Gestaltung von Schmuck sind wie vor Jahrhunderten, als die Staatliche Zeichenakademie gegründet wurde, Basis des Akademiegeschehens in Hanau.
Die Staatliche Zeichenakademie in Hanau brachte bekannte Malerpersönlichkeiten hervor: Moritz Daniel Oppenheim (8. 1.1800 † 25.2.1882), Georg Karl Franz Cornicelius (8.1825 † 9.12.1898), Friedrich Karl Hausmann (*23. 9.1825; †10.3.1886), Reinhold Ewald (*30.3.1890 † 30. 11.1974); August Peukert (*23.11.1912); † 2. 2.1986). Der Schritt „Brüder – KulturErben ostdeutscher Malerei“ zu zeigen war somit klein. An dem Beispiel ostdeutscher Malerei kann intensiv und beispielhaft gezeigt werden, wie leibliche Brüder und Brüder im Geiste KulturErben, Brücken schlagende Künstler, die nicht nur in einer kurzen Lebensspanne, sondern darüber hinaus, über Jahrhunderte hinweg Kulturträger und Erben von antiken, religiösen, christlichen, mittelalterlichen, mythologischen und phantastischen Zeitströmungen sein können.
Werke der ostdeutschen Brüder-Paare Hartwig Ebersbach (*1940) mit Wolfram Ebersbach (*1943), Walter Eisler (*1954 † 2015) mit Johannes Heisig (*1953) und Jost Heyder (*1954) mit Lutz Heyder (*1950 † 2000) werden anlässlich der World Design Capital Frankfurt RheinMain in einer Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Zeichenakademie Hanau gezeigt. Brüderpaare, die stellvertretend als KulturErben für deutsche Malerei, die sowohl in der Tradition der europäischen und deutschen Malkunst bis 1933 und ab 1945 für die Kunstentwicklung Ostdeutschlands und für jene seit der Wiedervereinigung für Gesamtdeutschlands stehen können.




