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Keiler Bier

„Hoch lebe die Satire“ im Fasching

„Hoch lebe die Satire“ im Fasching

Die Krumbeern-Faschingssaison vom Turnverein Oberrodenbach (TVO) wurde nach vier ausverkauften Sitzungen unter dem Motto: „Rodenbach feiert 990 Jahr, doch die Krumbeern war´n schon eher da“ beendet.

Mit einigen Neuerungen - weniger Büttenreden und mehr Bühnenshows - im Programm begann mit dem Einzug vom Elferrat mit der Juniorgarde. Sitzungspräsident Armin Hain begrüßte pünktlich um 19.33 Uhr die Besucher der Abschlusssitzung im vollbesetzten und geschmückten Saal vom Bürgertreff in Oberrodenbach. Die maskierten und/oder kostümierten Besucher erwartete bis kurz vor Mitternacht ein abwechslungsreiches Programm. Dabei fehlte es nicht an Spitzen und Nickligkeiten über Ereignisse in den zwei Ortsteilen Nieder- und Oberrodenbach im vergangenen Jahr!

So erinnerte Sitzungspräsiden Armin Hain an ein ereignisreiches Jahr 2014. „Außer der Bürgermeisterwahl, welche erwartungsgemäß vom Amtsinhaber und Träger des Krumbeernordens,  Klaus Schejna, mit großem Vorsprung gewonnen wurde, fanden weitere tolle Veranstaltungen statt welche unsere Gemeinde wahrlich auszeichnen und bekannt machen. Viele unserer Nachbargemeinden beneiden uns hierum und blicken neidvoll zu uns rüber. Mit dem Startschuss zum Prominentenlauf beim Silvesterlauf des TVO wurde zugleich der Startschuss zu den Feierlichkeiten anlässlich unseres Jubiläums, 990 Jahre Rodenbach, gegeben“ stellte Hain als Oberrodenbach mit Stolz fest und bat die Besucher: „Lehnen Sie sich zurück, vergessen Sie Ihre Alltagssorgen und lassen Sie sich von der guten Laune welche auf der Bühne dargeboten wird anstecken“.

Ein besonderer Höhepunkt war die mit Spannung erwartete Überreichung vom „Krumbeerorden“ an Helmut Kempf. Sitzungspräsident Armin Hain würdigte das besonderes Engagement von Helmut Kempf  für den TVO-Fasching und die Gäste spendierten lang anhaltenden Beifall für die außergewöhnliche Ehrung! Mit dem Tanz der Juniorgarde (Choreographie und Training Alina Fries und Jannika Adam) ging es los und der erste Büttenredner war der „Protokoller“ Helmut Reinert, der  aus der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik sowie den besonderen Sportereignissen wie gewonnenen der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien berichtete. Nach einer musikalischen Einlage durch Eddi aus Freigericht fand die feierliche Verleihung vom „Krumbeerorden“ an Helmut Kempf durch den Sitzungspräsidenten Armin Hain statt (Siehe eigenen Bericht). Die TVO Garde begeisterte mit einem sportlichen Gardetanz, den die Trainerin Jenny Lauterbach mit ihnen einstudiert hat, das Publikum.

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Für eine der großen Überraschungen sorgten die Musikanten vom Rodenbacher Blasorchester (RBO), die erstmals sehr zur Begeisterung der Besucher, ihre musikalischen Einlagen in farbenfroher Kleidung aus allen Ecken im Saal zum Besten gaben. Soloeinlagen mit Trompeten vor und auf der Bühne forderten anschließend Zugabe-Rufe aus dem Publikum heraus. Stehender Applaus war der Lohn des ersten Auftritts beim Fasching. Neu war auch der spaßige Beitrag über Alltagsprobleme mit besonderer Gestik von Steffi Peter als „Mathilde“ dargeboten! Die „Showtanz Turner“ boten den Besuchern anschließend einen modernen und fetzigen Tanz (trainiert von Belinda Gattuso) auf der Bühne und wurde zu einer Zugabe aufgefordert.

In einer Doppelrolle kam Armin Hain als „Schläächtschwätzer“ auf die Bühne erzählte kleine Anekdoten verbunden mit Witzen bevor die nächste Gruppe „Showtanz Fasching“ eine schwung- und anspruchsvolle Choreographie von Silke Hohmann zeigten und mit starkem Beifall zur Zugabe aufgefordert  wurden. Ihren zweiten Auftritt hatten  Sabine Monz, bekannt von der TVO-Theatergruppe, und  Manuel Honert, Moderator bei den Fußballern,  präsentierten sich als „Theo Rettich und Rose Rettich, geb. Kohl“ mit einem Sketch und besonderer Solotanzeinlage. Mit ihren gewaltigen Stimmen brachte die „Gesangsgruppe Owwer Krumbacher“ mit Liedgut vom „Vorsänger und Texter Michael Lötschert“ zum Beben. Sie hatten aber auch moderne Lieder im Repertoire.

Zum Abschluss, vor dem Finale, kam das Männerballett und tanzte um „Helene Fischer als Pappfigur“ mit einer wunderschönen Choreographie von Katrin Wittke. In prächtigen Kostümen in liebevoller Kleinarbeitet von Angelika Hain geschneidert boten sie manchen Hingucker auf die Bühne und bekamen zusammen mit dem Finale aller Mitwirkenden von den Besuchern der Fremdensitzung ihren verdienten Applaus.

Text und Fotos: Anton Hofmann

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