Jahre später fiel dann die Entscheidung für einen Neubau. Dabei machten es sich die Verantwortlichen nicht leicht mit der Entscheidung. Diese fiel in enger Kooperation mit allen Beteiligten aus Politik, Ortsbeirat, Vereinen und Bürgern, unter Berücksichtigung von allen Aspekten und Gutachten und dem Zustand des Gebäudes sowie in Respekt vor der damaligen großen Eigenleistung der Elmer. Ende 2024 erfolgte der Abbruch des alten Gemeinschaftshauses. Im Sommer 2025 wurde eine Bodenplatte gegossen. Anfang Januar begann ein Bauunternehmen aus Thüringen, das neue Gebäude in Holzrahmenbauweise zu errichten.
„Das Bauprojekt ist mehr als beeindruckend“, empfand Möller vor den zahlreichen Festgästen. Es sei ein „Schmuckstück“ und könne „große Strahlkraft entfalten“. „Das ist ein mustergültiges Beispiel für einen basisdemokratischen Beteiligungsprozess“, freute sich Möller und verwies auf die vielen Planungsgespräche mit zahlreichen Beteiligten im Vorfeld. Das Gebäude werde dem Ehrenamt viel Raum geben.
Sein Dank galt vielen bei dem Projekt Engagierten. Allen voran nannte er die Rathaus-Mitarbeiter Thomas Rau und Moritz Föller, die „für die Aufgabe brannten“. Lob gab es auch für die drei Architekten Kerstin Heim, Carsten Trapp und Stefan Wagner und alle anderen, die sich sonst noch erfolgreich eingebracht haben. Seit seinem Amtsantritt vor zehn Jahren seien Zuschüsse in Höhe von 16 Millionen Euro nach Schlüchtern geflossen. Zusammen mit den Förderzusagen für dieses Jahr seien es über 21 Millionen. Die derzeit über 30 Bauprojekte in der Stadt summieren sich laut Möller auf ein Investitionsvolumen von 59 Millionen Euro.
Das Richtfest war die ideale Gelegenheit die Geschäfte des Ortsvorsteher-Amtes in neue Hände zu legen. Die bisherige Amtsinhaberin Elke Viehfeger übergab den „Staffelstab“ an den frisch gewählten Axel Pauli. Der bekannte in seiner ersten offiziellen Rede in seinem neuen Amt, bei ihm habe der Abriss des alten Gebäudes für Wehmut gesorgt. Schließlich sei dieses mit viel Eigenleistung vor rund 50 Jahren entstanden. Nun entstehe aber eine tolle neue Begegnungsstätte für den Ort, die sicherlich über 50 Jahre bestehen werde. Sein Dank galt allen Elmerinnen und Elmern, die sich schon bisher für das neue Dorfgemeinschaftshaus eingebracht haben und dies künftig tun werden. Nun sei es die Aufgabe aller, das Gebäude mit Leben zu füllen.
Das neue Gebäude hat eine Nutzfläche von rund 775 Quadratmetern und besitzt die Abmessungen 45 mal 26 Meter. Im Hauptraum bekommt es eine große Bühne. Seitlich angebaut ist ein Musikpavillon, der sicherlich dem örtlichen Eisenbahner Musikverein ein gutes Proben- und Aufführungsdomizil bieten wird. Die Gesamtkosten sind mit 5,050 Millionen Euro veranschlagt. An Förderungen des Land Hessens wird es 1,2 Millionen Euro geben.
Nachdem der Rohbau steht, soll es nun zügig mit dem Innenausbau weitergehen. Marc Schmidt, Technischer Leiter der für den Bau verantwortlichen Schlüchterner Stadtentwicklungsgesellschaft, kündigte an, dass schon in wenigen Tagen mit dem Einbau der Fenster sowie mit der Installation von Heizung und Sanitär begonnen werde. Beauftragt sind durchweg regionale Firmen. Großes Ziel ist es, das Gebäude Ende Oktober zur Elmer Kirmes nutzen zu können.
Den Richtspruch sprach Zimmermann Jörg Pfeiffer. Zur Segnung des neuen Gebäudes warf er aus luftiger Höhe ein Glas zu Boden. Anschließend nutzten viele Gäste, darunter zahlreiche Kommunalpolitiker, die Gelegenheit, unter fachkundiger Anleitung die künftigen Räumlichkeiten zu besichtigen. Für das leibliche Wohl war mit Essen und Trinken bestens gesorgt.
Viele Aktivposten waren im Vorfeld mit der Planung und Umsetzung des Baus des neuen Elmer Gemeinschaftshauses beschäftigt. Foto: Ulrich Schwind
Über 100 Menschen kamen zu dem Richtfest im Herzen des Stadtteils Elm. Foto: Ulrich Schwind
Elke Viehfeger nutzte das Richtfest zur Weitergabe des Staffelstabes an den neuen Ortsvorsteher Axel Pauli. Foto: Ulrich Schwind
Zimmermann Jörg Pfeiffer schloss den Vortrag seines Richtspruchs mit dem Wurf eines Glases in die Tiefe. Mit dabei waren Ortsvorsteher Axel Pauli und Bürgermeister Matthias Möller (von links). Foto: Ulrich Schwind
Nach dem offiziellen Teil bestand für die Gäste die Möglichkeit, unter fachkundiger Anleitung von Marc Schmidt, Technischer Leiter der für den Bau verantwortlichen Stadtentwicklungsgesellschaft, einen Rundgang durch die Räumlichkeiten zu machen. Foto: Ulrich Schwind








Kommentare
Zitat:Es scheint trotz seiner fortlaufenden Wiederholung immer noch niemand gewürdigt zu haben.
Und danke an die Presse, die genau den Teil immer wieder in die Artikel schreibt, weil es scheinbar ansonsten nichts anderes Erwähnenswertes gibt.
Es nervt so extrem.
Viele Grüße aus dem baustellengeplagten Schlüchtern von einem
Anwohner Obertorstraße und „Neue scheußliche Mitte“