Über jedem Kleiderhaken ein Porträtfoto des Kindes, dem die Sachen gehören: Als Ort, der gute Laune macht, präsentiert sich derzeit die Garderobe der Kita Löwenzahn in Büdesheim. Doch Kitaleiterin Stephanie Bojahr, ihr Stellvertreter Bryan Schöneck und Britta Farr, Fachbereichsleiterin für Familie und Kultur, wünschen sich ein einfacheres System, das Kindern und Eltern, aber auch dem pädagogischen Fachpersonal die Organisation der persönlichen Gegenstände der Kinder erleichtert.
Bei einem Besuch überreichte Kreisbeigeordneter Jannik Marquart (CDU) Schönecks Bürgermeisterin Carina Wacker (CDU) kürzlich einen entsprechenden Förderbescheid des Landes Hessen. Mit rund 19.000 Euro wird die Neugestaltung des Garderobenbereichs vom Land unterstützt. „Wenn morgens Kinder mit Jacken, Rucksäcken, Wechselkleidung und Hausschuhen in die Kita kommen, braucht es gute Strukturen. Die neue Garderobe sorgt dafür, dass der Alltag für Kinder, Eltern und Beschäftigte einfacher und übersichtlicher wird.“ In den Kommunen des Kreises werde kontinuierlich in die Qualität der Kinderbetreuung investiert, so der Jugenddezernent. Dazu gehören nicht nur zusätzliche Plätze, sondern auch Verbesserungen im Alltag der Einrichtungen. Die neue Garderobe ist ein kleines Projekt mit spürbarem Nutzen für viele Familien.
Beim Sommerfest im vergangenen Jahr hat die Kita-Leitung mit Carina Wacker über die Garderobe gesprochen. Anfang Dezember war der Antrag beim Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales bewilligt worden. Noch in diesem Jahr soll die Modernisierung angepackt und abgeschlossen werden. „Wir sind hocherfreut, dass unser Wunsch so schnell erfüllt werden konnte“, sagte Stephanie Bojahr beim Besuch des Kreisbeigeordneten.
Carina Wacker betonte: „In den Kitas in Schöneck wird die Selbständigkeit der Kinder gefördert: Sie bewegen sich zwischen den Gruppen. Da ist eine übersichtliche, kindgerechte Garderobe, die Platz und Struktur bietet, besonders wichtig.“
Bis zu 170 Kinder können die Kita besuchen. „Im Haupthaus gibt es fünf Gruppen plus die Naturgruppe“, erläuterte Britta Farr.“ Stephanie Bojahr ergänzte: „Wir haben ein teiloffenes Konzept mit festen Stammgruppen. Morgenkreis und Frühstück finden in den Gruppen statt. Anschließend werden die Türen geöffnet.“ In den Gruppen selbst gibt es Schwerpunkte, wie etwa Bauen oder Basteln. Hinzu kommt ein Grundstandard, der in allen Gruppen etwa gleich ist und die Kinder zum Basteln, Puzzeln, Malen und Spielen einlädt. Jannik Marquart freut sich, dass Eltern und Kinder das teiloffene Konzept schätzen: „Sie finden sich leichter in Klassenverbänden und festen Strukturen zurecht.“



