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Romantik pur: Beethovens Pastorale, Grieg und Hummel

Romantik pur: Beethovens Pastorale, Grieg und Hummel

Mit Ludwig van Beethovens Naturkomposition Sinfonie Nr.6 F-Dur, die „Pastorale“, erklingt am 15. März im Congress Park Hanau eine der bekanntesten Naturmusiken überhaupt.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis

Beethovens 1807/8 geschriebenes Werk steht im Zentrum des Konzerts, das die Neue Philharmonie Frankfurt zum Auftakt der Saison 2014 spielt.

Naturnah ist auch Edvard Griegs in norwegischen Natur- und Sagenbildern wirkende Schauspielmusik zu „Peer Gynt“, mit der das Orchester den Konzertabend eröffnet. Berthold Hummels „Musik für Saxophon und Orchester“, der zweite Schwerpunkt des Konzertabends, scheint dem international gefragten Solisten und ECHO KLASSIK-Preisträger Lutz Koppetsch wie auf den Leib geschrieben. Durch sein technisch und musikalisch vollendetes Spiel verspricht er dem Hanauer Publikum die Ohren für die romantischen bis peppigen Facetten des sonoren, schillernden Saxophonklangs im Zusammenspiel mit dem Klangspektrum des Sinfonieorchesters zu öffnen.

Inspiration der norwegischen Landschaft

Als Natur-Musik gilt auch der Grundton von Edvard Griegs Schauspielmusik zu „Peer Gynt“. Die musikalische Palette der Suite reicht von verhaltener bis romantisch aufblühender Musik in „Morgenstimmung“ über zarte, tänzerische Themen bis hin zum kräftigen Fortissimo im „Tanz in der Halle des Bergkönigs“. Keinesfalls fehlen darf das hochsensible, wunderschöne „Solveigs Lied“, das als Fernseh-Werbemusik mit Bildern aus Hessens Natur einem breiten Publikum bekannt sein dürfte.

Der Solist als Erzähler

Berthold Hummel schrieb für das zu Ende gehende 20. Jahrhundert vielfältige moderne Musik, die ihre Hörer nicht etwa verschreckt, sondern sie gekonnt einlädt, sich neuen Klängen zu öffnen. Entstanden 1993/1995 hat Hummels Saxofon-Konzert – „Musik für Saxophon und Orchester" – den Charakter einer Instrumentalballade mit rhapsodischen Elementen. Der Solist tritt gleichsam als Erzähler auf. Im dritten der insgesamt sieben Abschnitte zitiert das Saxofon den berühmten gregorianischen Hymnus „Pange, lingua, gloriosi“. Dazu erläuterte der Komponist: „Der Klang des Saxophons, vor allem in der Tiefe, ähnelt der menschlichen Stimme. Insofern kann ich mit dem Saxophon auch einen gregorianischen Hymnus anstimmen.“

Beethovens „Sechste“ – romantische Natursehnsucht

In seiner „Pastorale“ genannten Sinfonie Nr.6 F-Dur gießt Beethoven von sonnigen Naturszenarien bis zu realistischen Gewitterszenen das ganze Panorama des Lebens unter freiem Himmel in ein opulent bildhaftes musikalisches Werk. Beethoven selbst beschrieb sein Werk als „mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“. Die naturbezogene Thematik der Pastorale gilt als ein Grundelement der folgenden Epoche der Romantik, der Epoche sinfonischer Dichtungen. Nicht ganz so deutlich wie in der triumphalen 9. Sinfonie weisen auch in der „Pastorale“ Neuerungen wie etwa der Einbezug der im klassischen Sinfonieorchester nicht heimischen Piccoloflöte, in Richtung Romantik.

Lutz Koppetsch, Saxophon

Lutz Koppetsch, heute Professor an der Würzbürger Musikhochschule, ist einer der wichtigsten Vertreter seines Instruments im deutschsprachigen Raum. Als Teenager in lokalen Rock-, Punk- und Bigbands aktiv, bleibt er doch stets der klassischen Musik treu. Mit dem Saxophonquartett „Saxemble“ wird Koppetsch viermalig erster Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Als Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben, spielt das „Saxemble“ im Rahmen fast aller bedeutenden Musikfestivals und macht Radio- und CD-Aufnahmen. In den letzten Jahren seiner Gymnasialzeit besucht Lutz Koppetsch Meisterkurse und beginnt bald darauf bei Arno Bornkamp seine Ausbildung am „Conservatorium van Amsterdam“. Nach solistischen Wettbewerbserfolgen etwa beim Deutschen Musikwettbewerb in Berlin und beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München und anschließenden Studien an den Konservatorien von Paris und Versailles, übernimmt Lutz Koppetsch im Jahre 2002, mit 26 Jahren, die Leitung der Saxophonklasse an der Hochschule für Musik Würzburg.

Steven Lloyd Gonzalez dirigiert

Steven Lloyd Gonzalez war der jüngste Chefdirigent, den das Cairo Symphony Orchestra je hatte. In seiner Heimat Großbritannien leitet er Orchester bis hin zum London Philharmonic Orchestra oder der Sinfonia of Birmingham und war unter anderem auch Resident Conductor des Royal Oman Symphony Orchestra. Bei der Neuen Philharmonie Frankfurt ist er seit zwei Jahren regelmäßiger Gastdirigent und dem Hanauer Publikum bereits aus vorangegangenen Spielzeiten bekannt.

Einführungsvortrag eine Stunde vor Konzertbeginn

Aus der Konzertreihe nicht mehr wegzudenken sind auch die jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn stattfindenden Vorträge, bei denen der Künstlerische Leiter der Neuen Philharmonie Frankfurt, Dr. Ralph Philipp Ziegler, in die Werke der am Abend zu hörenden Komponisten einführt.

1. Sinfoniekonzert

Samstag, 15.03.2014 | Paul-Hindemith-Saal

Einführung: 18.30 Uhr, Dr. Ralph Philipp Ziegler

Konzertbeginn: 19.30 Uhr

Programm

Edvard Grieg (1843-1907) - Peer Gynt - Suite aus op.23/46/55

Bertold Hummel (1925-2002) - Musik für Saxofon und Orchester op.96b

Ludwig van Beethoven (1770-1827) - Sinfonie Nr.6 F-Dur „Pastorale“, op.68

Solist:              Lutz Koppetsch, Saxofon
Dirigent:           Steven Lloyd Gonzalez

Orchester:        Neue Philharmonie Frankfurt

Tickets

Bei Frankfurt Ticket RheinMain GmbH und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse.

Einzelkarten

1. Kategorie VVK 44 €/ AK 45 €

2. Kategorie VVK 41 €/ AK 42 €

3. Kategorie VVK 38 €/ AK 39 €

Weitere Informationen zu den Konzerten der Congress Park Sinfonie unter www.cph-hanau.de

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