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Keiler Bier

Wenn der Gmork harruchzt und die Zirreliese nötscht

Wenn der Gmork harruchzt und die Zirreliese nötscht

Mit einem liebevoll gestalteten Kinderkonzert unter dem Titel „Im Schlumperland“, frei nach einem Text von Martin Auer, eröffnete die Musikschule Schöneck‑Nidderau‑Niederdorfelden ihren Tag der offenen Tür in der Bertha‑von‑Suttner‑Schule Heldenbergen.

Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Fachbereichen spielten ein vom Fachbereich Elementar für Kinder ab 5 Jahren konzipiertes Erzählkonzert. Kleine und große Gäste wurden herzlich begrüßt und auf drei thematisch gestaltete Räume verteilt: Die dunkle, rot ausgeleuchtete Schlumper‑Höhle, die helle, grüne Schlumper‑Wiese und das blinkende Schlumper‑Weltall. In jedem Raum führten Lehrkräfte der Musikschule – Daniela Craul, Irmela Zickermann und Kirsten Bleek – mit kurzen Texten in Schlumpersprache durch das Programm.

Es galt, die schlumprische Sprache und verschiedene Klänge auf der Reise zu entdecken. Reiseleiterin Daniela beschrieb, was sie erlebt hatte. Wie sie über eine Wrumsel geflonzt ist und plötzlich direkt vor der Schlumper-Höhle stand. Um sie herum wurde es munkel, die Ströze kriesten, die Umpen kwanzten, die Mömpe gmugelten zu Klavierklängen von Luisa Wilhelm (Klasse Minte Sophie Hartmann) die einen „Schaukelstuhl“ und ein „Wiegenlied“ spielte, gefolgt von einer „Fanfare“ und „Kleine Nachtmusik“ mit den beiden Hornistinnen Marie Jane Rode und Marija Brasnjarevic (Klasse Roman Mixa). Die große Humsa erschien! In der ganzen Schlumper-Höhle ist es schrugl schlurr geworden. Dazu spielte ein Cellotrio - Juno Hientz, Simon Blechschmidt und Neil Laubach (Klasse Simon Ullmann) – „Sailors Hornpipe“. Danach wurde es laut in der Höhle, denn Schlagzeuger Nick Bischoff trommelte mit seinem Lehrer Lennart Siebers zu „How You Remind Me“. Die große Humsa ist ganz krah dagemorkt, und nur ihre krunken Nome haben gewalmt. Und dann hat sie sich erhoben und ist ganz langsam aus der Schlumperhöhle davongewurrt. Nach einem kleinen Rhythmical zum Text „Große Humsa morkt so krah, große Humsa wurrt davon“ wanderten alle zur Schlumper-Wiese hinunter, während die Reisenden des Weltalls in die Höhle kamen.

Auf der Schlumper-Wiese erzählte Irmela über ihren Besuch, von dem sie noch immer ganz zerbriselt sei. „Das war so zimpel und alles war so schierlig.“ Das Gitarren-Trio Charlotte Münzner, Lukas Kalbhenn und Lehrer Christoph Roßbach zupfte „Wellerman“ und „Speedy“. Anastasia Luchian ließ auf ihrer Violine „Babuschka“ über die Wiese tanzen, Lea Studen beschrieb auf ihrer Bratsche einen „Sommertag am See“, die Klavierbegleitung fügte ihre Lehrerin Heidrun Zilian-Weber hinzu. „Von ganz weit weg habe ich den Gmork harruchzen gehört und die Zirreliese hat ganz grabl genötscht!“ fuhr die Reiseleiterin fort. „Um mich herum sind die ganze Zeit lauter kleine Zwinken herumgezirgelt, dass mir ganz zimpel davon geworden ist.“ Zum Glück sah sie ein kleines Stirriwink zwiegeln. Saxophonist David Kolovski (Klasse Inga Stutzke) regte mit dem albanisch-nordmazedonischen Lied „Dada Sali“ zum Mitschnipsen an, im Anschluss spielten die Oboistinnen Charlotte Maier und Annika Baer mit Lehrerin Julia Balser (Englischhorn) das tänzerische Thema aus dem Film „Up“.  Auch hier endete das Programm mit einer rhythmischen Aktion: „Stirriwink hibbelt so. Warum verhibbelt sich das so?“

Damit hatte sich das Publikum den Eintritt zum weit entfernten Schlumper-Weltall im ersten Stock verdient. Unterwegs erspähte man die dritte Besuchergruppe, die von der Höhle zur Wiese unterwegs war. Im Schlumper-Weltall erwartete Kirsten die Reisenden und erzählte, wie sie auf das Zwoliphon traf und auf seinem Rücken mit ihm davonplinzte. Adéle Eliya und ihre Blockflötenlehrerin Heike Reinking hatten mehrere Frühlingslieder vorbereitet, und einige Kinder sangen mit. Lennart Bühne spielte auf der Querflöte eine „Air“ (Purcell) und im Duett mit Lehrerin Heike Reinking einen „Shopping Blues“. „Göcher und göcher“ flogen sie. „Wir flumpen in die Strauge und dann sind wir krumpl“, befürchtete Kirsten. An dieser Stelle musizierten Kyara Roczniok und ihr Lehrer Björn Grün einen Klarinetten - „Rock Blues“. Weiter ging es mit Elliot Muggleworth (Klasse Roman Mixa) und einer himmlischen „Gavotte“ auf der Trompete, bis Striegen von überall her in den schönsten Farben plirrten.  So etwas schlumpriges würde sie nie vergessen, meinte Kirsten, bevor sie die Reisenden einlud, die Musikschule weiter zu erkunden.  

Das Kinderkonzert bildete den kreativ-fröhlichen Auftakt des Nachmittags. Familien konnten im Anschluss Instrumente ausprobieren, Lehrkräfte kennenlernen und sich über Unterrichtsangebote informieren.

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