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Niederdorfelden: Alter Trick mit neuer Masche

Mit einer neuen Masche haben Trickbetrügerinnen am Mittwochnachmittag in der Berliner Straße in Niederdorfelden die Wohnung einer Rentnerin nach Beute durchsucht.

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Ob sie dabei fündig wurden, steht bislang allerdings noch nicht fest. Gegen 14.45 Uhr klingelten zwei Frauen an der Haustür der 90-Jährigen und gaben sich als Apothekerinnen aus. Während eines Gesprächs bat eine der Unbekannten plötzlich um eine Tasse Tee, worauf die gutmütige Seniorin die Tür öffnete und beide herein ließ. Während sich die Rentnerin mit einer der Frauen in der Küche aufhielt, durchsuchte deren Komplizin die Wohnung nach Wertsachen. Die "durstige" Betrügerin war etwa 50 Jahre alt und korpulent, ihre Begleiterin wird auf etwa 30 Jahre geschätzt und war schlank. Eine Fahndung nach den beiden Frauen verlief bislang erfolglos. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass sie relativ schnell aus Niederdorfelden verschwunden waren.

Einmal mehr warnt die Polizei vor Trickbetrügern, die sich immer wieder neue Methoden einfallen lassen, um in die Wohnungen ihrer Opfer zu gelangen. Dabei wirken Betrüger oft freundlich und zuvorkommend, sind oft auch gut gekleidet und werden als gepflegt beschrieben. Erstes Ziel der Ganoven ist stets, das Vertrauen der Betroffenen zu gewinnen. Dabei werden auch gerne Notlagen vorgetäuscht, wie etwa beim "Glas-Wasser-Trick" oder die Hilfsbereitschaft meist älterer Leute ausgenutzt, in dem nach einem Zettel gefragt wird, um den Nachbarn angeblich eine Nachricht zu hinterlassen. Während die ahnungslosen Opfer in die Wohnung gehen und dabei die Tür offen stehen lassen, nutzen die Diebe diese Situation schamlos aus und suchen in Windeseile in den Zimmern nach Beute. Die Polizei rät daher, Fremde niemals in die Wohnung zu lassen - erst recht nicht, wenn man alleine zu Hause ist. Nutzen Sie vorhandene Sicherheitseinrichtungen aus, wie zum Beispiel Türspione oder Schließketten, bevor Sie öffnen. Wenn es den Betrügern dennoch gelingen sollte, in Ihre Wohnung zu gelangen, rufen Sie umgehend die Polizei über die 110 an. Das hat in zurückliegenden Fällen Ganoven abgeschreckt, die dann geflüchtet sind.

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