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Keiler Bier

Mit gelungener Kooperation Berufsorientierung fördern

Mit gelungener Kooperation Berufsorientierung fördern

„Diese Arbeit ist wirklich schön und über den Beruf habe ich echt einiges erfahren!“, so kommentierte Bojana ihre Erfahrung am Ende des Projektes in der Malerwerkstatt des Berufsbildungs- u. Technologiezentrums der Kreishandwerkerschaft Hanau.

Höfler Fenster

Zwölf Jugendliche der SchuB-Klasse der Otto-Hahn-Schule Hanau erprobten ihre Fähigkeiten für den Beruf des Maler und Lackierers in einer Praxiswoche. Im Rahmen der vertieften Berufsorientierung wurden darüber hinaus die Berufe des Metallbauers sowie des Anlagenmechanikers für Sanitär- Heizungs- und Lüftungstechnik behandelt.

Das gemeinsame Konzept von Erika Hofmann-Lugbauer, pädagogische Fachkraft von Pilot - Evangelische Fachstelle Jugendberufshilfe, Annette Jurianz, Klassenlehrerin der SchuB-Klasse und der Kreishandwerkerschaft Hanau traf dabei genau die Interessen und Bedarfe der Schülerinnen und Schüler. So hatten sie mehrfach den Wunsch geäußert, den Beruf des Maler und Lackierers mit seinen vielfältigen Tätigkeiten praktisch kennen lernen zu wollen. Stellen für ein fortlaufendes Praktikum wie es die SchuB-Schülerinnen und -Schüler absolvieren müssen, waren jedoch schwer zu finden. Die Förderung durch das Land Hessen und den Europäischen Sozialfond machte in diesem Jahr die Umsetzung möglich. Die gute Kooperation zwischen Kreishandwerkerschaft, Schule und freiem Träger schaffte beste Voraussetzungen für erfolgreiches praktisches Lernen.

Eine Woche lang ging es dann um den Beruf des Maler und Lackierers mit all seinen Facetten und Besonderheiten. Erste theoretische Kenntnisse erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von umfangreichem Informationsmaterial der Arbeitsagentur (Berufenet) und der Malerinnung. Über die Ausbildungsvoraussetzungen und -inhalte, über Tätigkeiten, Arbeitsbereiche und Weiterbildungsmöglichkeiten informierten sich die jungen Leute mit Hilfe von Filmmaterial. Der Film „Maler und Lackierer – Eine Aufgabe fürs Leben“ vom Verband Farbe-Gestaltung-Bautenschutz Hessen war hier sehr abwechslungsreich.

Beim Gestalten einer Schmuckplatte konnten die Jugendlichen in zwei Kleingruppen in der Werkstatt des BTZ ihre Kreativität und ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. David Rienecker, Maler-Ausbildungsmeister im BTZ der Kreishandwerkerschaft Hanau vermittelte den Jugendlichen in sachkundiger Art Grundfertigkeiten und –techniken. Nach der Motivsuche oder sogar nach selbst gestalteten Entwürfen übertrugen die Schülerinnen und Schüler diese fachgerecht mit Hilfe von Folien und Schablonentechnik auf die Gipskartonplatte. Marcel meinte dazu: „Das habe ich mir aber viel leichter vorgestellt. Das man so genau sein muss und so viele einzelne Schritte braucht, hätte ich nicht gedacht.“ Beim Lasieren der Platten wurden verschiedene Wisch- und Auftragstechniken angewendet. Rienecker unterstützte die Jugendlichen bei der individuellen Fertigstellung ihrer „Kunstobjekte“ und beantwortete kompetent alle Fragen rund um den Beruf und seine Besonderheiten. Nach der Auseinandersetzung mit der Farbenlehre und den Mischtechniken, erlernten die Schülerinnen und Schüler das akkurate Ziehen von Strichen mit Strichzieher und Malerlineal. Dabei war Fingerspitzengefühl, eine ruhige Hand und konzentriertes Arbeiten gefragt.

Einmal unter Auszubildenden sein und sogar mitzuerleben, wie nebenan junge Erwachsene für ihre Abschlussprüfung als Malergesellen arbeiteten, motivierte die SchuB-Schülerinnen und -Schüler ebenso ihr Bestes zu geben. Dass sie dabei auch viel Spaß hatten, drückte gegen Ende Giuseppa so aus: „Ich würde gerne noch öfter hier her kommen und habe viel gelernt.“

Das Foto zeigt die Klasse 9 H SchuB der Otto-Hahn-Schule, Hanau in der BTZ-Werkstatt mit (von links) David Rienecker (Maler-Ausbildungsmeister), Marcel Schäfer, Agustin Codero-Steeg, Timo Gross, Elgerd Heppding (Obermeister Maler- u. Lackiererinnung Hanau), Matthias Stecher (Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft Hanau), Sophia Hertel, Erika Hofmann-Lugbauer (pädagogische Mitarbeiterin, pilot), Dominika Zacharek.

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