
Anders an der Karl-Rehbein-Schule Hanau (KRS): Dort ist es eine gute Tradition, die neuen Fünftklässler sozusagen mit „Pauken und Trompeten“ bei der Einschulungsfeier willkommen zu heißen. So konnte jetzt Jürgen Scheuermann, Direktor der KRS, 240 neue Fünftklässler im Congress Park Hanau zum neuen Schuljahr begrüßen.
In seiner Jugendzeit, so Scheuermann, habe er immer Erich Kästners „Fliegendes Klassenzimmer“ vor Augen gehabt. Rangeleien unter Schülern auf dem Pausenhof oder kauzige „Pauker“, so Scheuermann, gehörten heute aber der Vergangenheit an. „Vielleicht kennt Ihr eher Harry Potter. Uns fehlen zwar leider die entsprechenden Zauberkräfte, Euch ein so tolles Begrüßungsbüffett, wie es an Hogwarts üblich ist, zu präsentieren. Dafür aber gibt es an der KRS beispielsweise auch keine unliebsamen Trolle“, nimmt Scheuermann mit Humor seinen Neuschülern ein wenig die Bedenken und Sorgen vor dem für sie nun völlig neuen Schulalltag.
Gleichwohl zeige Kästners Werk aber auch, dass man als Team eine Menge erreichen könne. Scheuermann erinnert dabei auch an die vergangene Fußball-WM, die gezeigt habe, dass Deutschland nur als eine in sich geschlossene Mannschaft zum WM-Titel gekommen sei. „Ein Team muss zusammenwachsen. Jeder in der Gemeinschaft ist andersartig – das erfordert natürlich Toleranz füreinander. Wir als Schule helfen und unterstützen Euch dabei. So bekommt beispielsweise jede Klasse Paten aus der KRS-Schülerschaft zur Seite gestellt, die eine spezielle Ausbildung dafür durchlaufen haben. Eure neuen Klassenlehrer haben immer für Eure Nöten und Sorgen ein offenes Ohr. Ebenfalls das gesamte KRS-Kollegium ist für Euch da. Ihr habt also kompetente Ansprechpartner. Habt Mut und Vertrauen in Eure neue Schule“, ermutigt Scheuermann die versammelten Fünftklässler auf.
Er fordert die neuen KRS-Schüler weiter dazu auf, stets neugierig und wissbegierig zu sein, in die Welt zu schauen. So unterhalte die KRS lebendige Schulpartnerschaften mit Jaroslawl (Russland), Dartford (England), Lyon (Frankreich), Barcelona (Spanien), Sanmen (China) und Vincenza (Italien). Hier könne man im Schüleraustausch wertvolle Erfahrungen sammeln. Die KRS fördert und fordert, so Scheuermann, jeden nach seinen individuellen Wünschen. Der Vorstand der KRS-Elternvertretung, Thomas Adlung, bestärkt diesen Anspruch und begrüßt in diesem Zusammenhang die Entscheidung der KRS, G8 und G9 parallel anzubieten. Dies habe sich insgesamt bewährt, so Adlung. „Hier ziehen alle an einem Strang. Die Eltern sind aktiv an der Gestaltung des Schulalltags beteiligt, was sich positiv auf das Schullleben auswirkt“, so Adlung. KRS-Fördervereins-Vorsitzende Rita Vigelius betont die Besonderheit der „Freunde der KRS“, habe man beispielsweise im vergangenen Jahr für rund 30.000 Euro zwei neue Computerräume einrichten können. Um solche großen Vorhaben umsetzen zu können, sei man über neue Mitglieder immer erfreut, rührt Vigelius die Werbetrommel für den Förderverein.
Mit den guten Wünschen auch von der KRS-Schülervertretung werden nach einem Abba-Medley, dargeboten von Chor und Blasorchester der KRS, die neuen Schüler ihren Klassen zugeteilt. Scheuermann zitiert dabei noch einmal Kästner: „Der Mensch soll lernen, nur die Ochsen büffeln“. „Und wenn ihr denn in acht oder neun Jahren hier an der gleichen Stelle Euer Abiturzeugnis entgegen nehmt – und Ihr schafft das, da bin ich mir sicher -, dann werdet Ihr vielleicht mit Wehmut auf diesen für Euch heute wichtigen Tag zurückblicken“, gibt der KRS-Chef seinen neuen Rehbeinern Zuversicht mit auf den Weg in die neuen Klassen. Wobei die frischgebackenen Gymnasiasten zunächst ihr Augenmerk auf die neuen Klassenkameraden richten – Abitur kommt später.
Foto: Empfang mit großem Chor und Orchester: 240 neue Fünftklässler konnten nun an der Karl-Rehbein-Schule Hanau vom KRS-Direktor Jürgen Scheuermann begrüßt werden.



