TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Bad Orb: Bürgerentscheid zur Windkraft soll mit Kommunalwahl stattfinden

Bad Orb: Bürgerentscheid zur Windkraft soll mit Kommunalwahl stattfinden

Bürgermeister Tobias Weisbecker (CDU) sieht in einem Bürgerentscheid zu den geplanten Windkraftanlagen im Orber Wald am Horstberg die Möglichkeit, Bürgerinnen und Bürger zur Kommunalwahl direkt einzubinden. „Die Diskussion um mögliche Windkraftstandorte in Bad Orb bewegt viele Menschen in unserer Stadt. Ein Bürgerentscheid bietet die Möglichkeit, dieses Thema transparent, fair und mit breiter Beteiligung der Bürgerschaft zu klären“, betonte Weisbecker.

Für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung haben CDU, FWG, SPD und Grüne sich nun darauf verständigt, einen Bürgerentscheid zu den geplanten Windkraftanlagen auf den Weg zu bringen. Weisbecker dankt den Fraktionen für diese Initiative. Ebenso dankt er Landrat Thorsten Stolz (SPD) für dessen Unterstützung der kommunalen Interessen und seine Bereitschaft, die Belange der Kurstadt in der aktuellen Debatte zu unterstützen.

„Die Fraktionen haben sich auf eine tragfähige Beschlussvorlage verständigt, damit der Bürgerentscheid zeitgleich mit der Kommunalwahl stattfinden kann. Der ursprüngliche SPD-Antrag war nach fachkundiger Überprüfung zunächst so nicht zulässig. Der Bürgerentscheid spart Ressourcen und ermöglicht ein klares, demokratisches Votum der Bürgerinnen und Bürger. Es geht um die Zukunft von Bad Orb. Der Souverän entscheidet, nicht der Bürgermeister”, so Weisbecker weiter.

Mit Blick auf die Zukunft unterstrich der Bürgermeister die Bedeutung des Kur- und Heilwaldes als entscheidenden Faktor für die Entwicklung der Stadt: „Das neue Parlament – mit mir als direkt gewähltem Bürgermeister an seiner Seite – wird den Auftrag haben, unseren Kur- und Heilwald als zentrales Zukunftsprojekt weiter voranzubringen und dabei gemeinsam mit allen Beteiligten tragfähige Lösungen zu finden.“

Die Gespräche mit dem Unternehmen Ørsted will Weisbecker fortsetzen, bleibt aber klar in der Sache: „Mir ist wichtig, dass Ørsted weiß: Als Bürgermeister bleibe ich bei meiner Haltung: Der Konzern kann hier nicht machen, was er will. Ørsteds finanzielle Situation scheint angespannt, das war überall in der Presse zu lesen. Ich werde den Dialog mit Ørsted fortführen, um Wege zu finden, so dass der Heilwald ohne Einschränkung errichtet werden kann.“

Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

Kommentare

1
Demokratie lebt
5 monate vor
SPD, FWG, Grüne und CDU sind sich einig. Was sich in der Kurstadt tut ist wirklich bemerkenswert. Auch der Landrat erkennt die Bedeutung Bad Orbs für den Kreis und ist dabei - Bravo!!!!!
Gefällt mir 2 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
3
Invest
5 monate vor
Orb pass auf: Örsted D wird in Kürze verkauft (zum zweiten Mal in 5 Jahren), das Management ist weg, übernehmen sollen sehr bald Franzosen.

Wie armselig vom Land Hessen, hier nicht endlich einzuschreiten.
Gefällt mir 3 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
1
Zenker
5 monate vor
Jawoll richtig, wenn der Bürgermeister sagt, der Konzern Orsted kann hier nicht machen was er will. Wenn ein Konzern in Bad Orb machen kann, was er will, dann nur der Konzern Strauss. Sonst keiner, wo kämen wir denn da hin?
Gefällt mir 9 Antworten | Antworten mit Zitat | Zitieren | Kommentar melden
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis