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FBO: Mit klarer Kante gegen Windkrafträder am Horstberg

FBO: Mit klarer Kante gegen Windkrafträder am Horstberg

"Mehrere Beschlüsse im Bad Orber Stadtparlament gegen die Errichtung von Windkraftanlagen am Bad Orber Horstberg unter der Beteiligung der FBO, Dauer-Plakataktionen von Gegenwind, Presseartikel im Endlosformat, aber alles bislang ohne jegliche Bewegung in einer Sache, die ökologisch sinnfrei ist und völlig gegen die Interessen eines Kur- und Erholungsstandortes verstößt", so die Wählergemeinschaft "Für Bad Orb" (FBO) in einer Pressemitteilung.

Die besondere Ironie der Sache liegt nach Meinung des FBO-Fraktionsvorsitzenden Ralf Diener in der Tatsache begründet, dass die Windkraftbeschlüsse in Hessen allesamt von CDU, SPD und Grünen beschlossen worden seien, die sich jetzt damit profilieren würden, gegen ihre Entscheidungen von gestern zu sein. Die FBO nimmt die aktuelle Windkraft-Diskussion im aus ihrer Sicht "Endlosschleifen-Format" zum Anlass für eine Stellungnahme. Ihr Vorsitzender Ralf Diener verweist auf eine gewisse Sinnlosigkeit der seit Jahren geführten Debatte: "Erstens debattieren Parteien in Bad Orb, deren Vertreter in Wiesbaden und Berlin diesen ganzen 'Energie-Wahnsinn' beschlossen und zu verantworten haben über eine Lösung. Das ist Perversion!"

Nach Ansicht der FBO spielt es auch keine Rolle, ob das für Windkraft geplante Gelände nun der Stadt Bad Orb oder ganz offensichtlich Hessenforst gehöre. Nach allen wissenschaftlichen und logischen Erkenntnissen spielt es nach Ansicht der FBO auch keine Rolle, ob man für oder gegen Windkraft ist, denn, so der FBO-Chef deutlich: "Windkraft kann ich mir am Meer vorstellen und auch auf der grünen Wiese bei viel Wind, aber Windkraft kann ich mir nicht vorstellen, wenn dafür irgendwo wertvolle Bäume abgeholzt werden müssen wie bei uns am Horstberg."

Deshalb muss nach Ansicht der FBO die Politik in Wiesbaden ihre "schwerwiegenden energiepolitischen Fehler korrigieren und mit ganz klarer Kante gegen Windkrafträder am Horstberg vorgehen". Notfalls müsse die Politik auch einmal für falsches Handeln zur Verantwortung gezogen werden, denn es gehe hier auch um Steuergelder. Ralf Diener abschließend in der FBO-Pressemitteilung: "Es mag viele sinnvolle Flächen für Windkraft geben, aber keinesfalls auf dem Horstberg. Das müssen eigentlich auch die Grünen verstehen!"

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Kommentare

13
Meine Meinung 2
4 monate vor
Und der nächste Spaß: die Umgehungsstraße Freigericht-Hasselroth wird seit Anfang der 70er geplant. Die Gegner damals: die SPD. Dann gab es viele Jahre später eine Bürgermeisterwahl in Freigericht. Die Gegner der Straße damals: die UWG. Damit konnten wohl vor Ablauf von irgendwelchen Fristen so last Minute noch schnell ein paar Wählerstimmen generiert werden. Und die generellen Gegner des Projekts seit Jahrzehnten: die Grünen. Denn diese waren und sind der Meinung, dass hier sehr sehr wertvolle Natur zerstört wird und der Eingriff in die Tierwelt nicht zu vertreten sei. Ein aktuelles Veto gegen den nun wieder aufgenommen geplanten Bau soll ja nun auch schon wieder vorliegen. Mich persönlich würde so sehr gerne die Definition der Unterschiede zwischen Zerstörung und Eingriffen in Flora und Fauna bzgl. Umgehungsstraße vs. Windindustrie seitens dieser Partei interessieren. Abgesehen davon, dass direkt auch zig Menschen an den Hauptdurchgangsstraßen leben, deren Wohl und Gesundheit seit Jahren unter den Ambitionen leiden und den hehren Zielen einer Partei schon so lange untergeordnet werden.
Zurück nach Bad Orb: Waren denn die dortigen örtlichen Grünen im Rahmen eines vorangegangenen Bürgermeisterwahlkampfs mit eigenem Kandidaten nicht auch so vehement gegen die Windindustrie im Wald? Hat sich nun denn das Fähnchen etwa im Wind gedreht? Mal gespannt, wann die Orber Endlosschleife mal unterbrochen wird…
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13
Meine Meinung 2
4 monate vor
Naja, das ist ja direkt spiegelbildlich mit Freigericht-Neuses. Auch mitten im Wald und die Grünen - genau wie es so allgemein ideologisch wohl vorgeschrieben sein mag - heftigste Befürworter, den gesunden Wald niederzumachen, wo auch ein vom Dt. Wanderinstitut prämierter Weg durchführt, zuzubetonieren (die armen Neuseser, wenn das Wasser bei Starkregenereignissen vom Wald den Ort fluten sollte) und dabei ständig gegen andere sinnvolle Projekte zu sein. Z.B. gegen den Hotelbau auf Hof Trages, was der Kommune Einnahmen und Werbung beschert hätte plus ein kostenloser Radweg Richtung Albstadt des Investors als Bonus. Aber auf dem Gelände wurde ja mittlerweile bekanntlich ein mehrere ha großes Photovoltaikgebiet auf bisher landwirtschaftlich genutzter Fläche installiert. Essen wird ja generell überbewertet und kann selbstverständlich gerne gegen nachhaltige Sonnen-Energieerzeugung zurücktreten, die an sich schon komplett alleine die klimaneutrale Versorgung Freigerichts sicherstellt, wie mehrfach in der Zeitung zu lesen war. Also braucht es die Windindustrie in Freigericht überhaupt nicht, um das Totschlagargument der örtlichen Grünen zu entkräften, dass die Erreichung der örtlichen Klimaziele nur mit dieser Waldzerstörung einhergehen kann...
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