"Wie auf der Infoveranstaltung im Rahmen des Klima-Cafés im Februar angekündigt, wird das Genehmigungsverfahren nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) aber im Lauf des Jahres mit Einreichung des vollständigen Genehmigungsantrags offiziell auf den Weg gebracht werden. Wir halten damit an unserem Zeitplan fest. Der jetzt eingereichte Vorbescheidsantrag ist lediglich ein erster Schritt zur Einreichung der vollständigen Genehmigungsunterlagen bis Ende des Jahres", reagiert das Unternehmen auf die Pressemitteilungen von zwei Bürgerinitiativen (hier und hier nachlesen), die die Windkraftanlagen verhindern wollen.
Ørsted weiter: "Unser Ziel war und ist es, eine Lösung zu finden, die sowohl dem gesetzlichen Auftrag für eine Energiewende gerecht wird als auch die örtlichen Interessen berücksichtigt. Aus diesem Grund bieten wir der Stadt Bad Orb weiterhin an, am Horstberg ein innovatives Zukunftskonzept zu realisieren, das die Nutzung der erneuerbaren Energiequelle Wind mit einem Kur- und Heilwald-Resort kombiniert. Wir haben diese Möglichkeit eines Kompromisses immer wieder und auch nach dem Bürgerentscheid nochmals wiederholt. Darauf sind die Vertreter der Stadt Bad Orb bisher aber nicht eingegangen."
Die Stadt Bad Orb hatte sich mit einem Bürgerentscheid den Rückhalt geholt, um gegen die Pläne von Ørsted juristisch vorgehen zu können. Investor Henning Strauss will in Bad Orb einen Heilwald errichten - ohne Windkraftanlagen.



Kommentare
Der Bürgerentscheid bei dem rund 70% der Bürger sich gegen den industriellen Windpark entschieden haben wird überhaupt nicht berücksichtigt, es kommt sofort der Hinweis auf unseren Ehrenbürger der das nicht möchte.
Kein Bad Orber saß bei der immer genannten Regionalplanung für die Windbevoratungsflächen mit am Tisch und der Einwand der Stadt im Nachhinein wurde überhaupt nicht berücksichtigt.
Hier geht es um rund € 400 Mio. die sich das Unternehmen nicht entgehen lassen will. Der Bürger und sein Wille sind hier nicht gefragt und wird lächelnd abgetan.
Gut dass die Bürger die Stadt durch den Bürgerentscheid ermächtigt hat dagegen vorzugehen.
Hier wird komplett gegen den Bürgerwillen und die Interessen einer Stadt gehandelt.
Das sollte in einer Demokratie so nicht sein und man darf sich dann auch nicht über das Wahlergebnis mit der AfD als zweitstärkste Kraft im neuen Stadtparlament wundern.