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Überkapazität an Windkraft im Main-Kinzig-Kreis?

Überkapazität an Windkraft im Main-Kinzig-Kreis?

"Der Ausbau der Netzkapazität hinkt seit Jahren dem ungesteuerten Neubau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen hinterher. Deshalb werden immer häufiger Anlagen vom Netz genommen. Den Betreibern kann das egal sein. Sie werden vom Staat mit unseren Steuern für den Ausfall entschädigt. Die Zahlung erfolgt für etwas, was nicht verwertet werden kann und auch noch zur Überlastung der elektrischen Netze beiträgt", so Heinz Josef Prehler vom Verein "Gegenwind Bad Orb" in einer Pressemitteilung.

Und weiter: "Alternativ zur Abregelung wird der Strom ins Ausland verschleudert und sogar den abnehmenden Ländern ein Entgelt für die Abnahme unseres überproduzierten Stromes bezahlt. Das versteht man u.a. unter Redispatch-Maßnahmen. Hier ein Beispiel: An den Ostertagen wurden rund 23 GW an Windkraftanlagen und 3 GW an Freiflächen-Solaranlagen abgeregelt mit Millionenkosten für den Steuerzahler. Wind- und Solaranlagen kannibalisieren sich selbst. In einem neuen Gesetz soll ein Redispatch-Vorbehalt eingeführt werden. Dies bedeutet, dass in Gebieten, in denen Windkraftanlagen häufiger wegen Überproduktion abgeregelt werden müssen, neu errichtete Anlagen ohne Entschädigung vom Netz genommen werden könnten. Zwischenzeitlich existiert eine grobe Übersicht über „kapazitätslimitierte Netzregionen“. In diesen Regionen sollen neue Windkraftwerke bei Abregelungen nicht mehr entschädigt werden. Ziel des neuen Gesetzespaketes ist, dass nur dort Windräder gebaut werden, wo der Strom auch gebraucht wird. Die Windkraftlobby fährt bereits scharfe Geschütze in Berlin gegen die Verhinderung des sinnfreien Baus von Windkraftanlagen auf."

Genaue Festlegungen würden noch nicht existieren: "Jedoch könnte der Main-Kinzig-Kreis auch betroffen sein. Bekannt ist, dass die Umspannanlage „Eiserne Hand“ voll ausgelastet ist und dadurch zusätzliche neue Windkraft- und Photovoltaikanlagen nicht aufnehmen kann. Die Netzintegration zusätzlicher Anlagen wird bis in die 30er Jahre hinein nicht möglich sein. Auch werden genehmigte Windräder bei Pfaffenhausen derzeit nicht gebaut, weil ihnen die Anschluss-Genehmigung an eine Umspannanlage fehlt. Die beabsichtigten Windkraftprojekte am Horst bei Bad Orb und bei Alsberg/Seidenroth reihen sich ein in Anlagen, welche unser Stromnetz überlasten würden und deren Strom häufig nicht verwertet werden kann. Man kann nur hoffen, dass sich Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit ihrer Gesetzesinitiative durchsetzt und nicht vor der Windkraftlobby einknickt. Dann könnten die überflüssigen Projekte Horstberg und Alsberg/Seidenroth aufgrund von Unwirtschaftlichkeit von ihren Investoren abgeblassen werden und unser Spessart wird nicht zur Industriezone."

 

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Kommentare

1
Kopfschüttler
1 woche vor
Man kommt aus dem Kopfschütteln nicht heraus wie dumm die Menschheit ist - Abhängigkeit von fossilen Energien müssen enden. Abgesehen vom CO2 (das ist Wissenschaft, nicht Ideologie, aber das übersteigt bei vielen den geistigen Horizont) - glaubt ihr ernsthaft dass die jetzige Energiekrise wegen des Irankriegs die letzte Krise ist? Träumt weiter.

Der Ausbau von erneuerbaren Energien und dazugehörigen Netzen muss vorangehen! Jeder, der Windkraft so vehement verhindern will wie Intelligenzverweigerer von CDU, AFD und "Gegenwind" soll bitte auch den entstehenden Müll in seiner Heimatgemeinde lagern. Ich bin sicher dass sich in Bad Orb so ein paar Atommüllfässer im Kurpark bestimmt besser machen als ein paar Windräder. Kann ja das Logo vom Strauss und von Gegenwind drauf, Werbung für die nächsten 10tsde Jahre! Als Atommüll-Endlager ist der Spessart ja tatsächlich noch in der Überlegung - ist natürlich wesentlich besser als diese elenden Windräder! Und so ein neues Kraftwerk mit Verkehrsanbindung an der A66 ist für die Anwohner auch wesentlich angenehmer als ein Solarpark oder Windräder. Klar.

Fossil-Kathi und der Rest der Fossil-Lobbyisten CDU fahren mit ihrer rückwärtsgerichteten Politik nicht nur Deutschland, sondern auch die Zukunft meiner Kinder gegen die Wand.

Vielleicht wäre der Slogan "Deutsche Sonne und deutscher Wind statt arabischen Öl!" etwas womit sich der Michel besser identifizieren kann.
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4
Rentner 80
1 woche vor
Und noch etwas: Man kann doch Grünen Strom auch in Wasserstoff umwandeln, wenn zu viel Strom die Netze belasten würden und man den Strom ins Ausland verschenkt ! Da denkt wohl keiner dran ?
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1
The Man
1 woche vor
Ein regionaler Baustopp für Erneuerbare wäre absolut fatal. Da der Strombedarf durch den Hochlauf von E-Mobilität, Wärmepumpen und Industrie drastisch steigen wird, dürfen wir den Fortschritt nicht ausbremsen, sondern müssen die Infrastruktur anpassen.
Wind steht bekanntermaßen meist dann zur Verfügung wenn die Sonne gerade wo anders scheint und ist somit wichtig.
Die Lösung ist kein Ausbaustopp, sondern ein Digitalisierungs-Turbo für intelligente Netze (Smart Grids) sowie ein massiv beschleunigter Netzausbau. Wir müssen das Stromnetz fit machen, um maximal grün bauen zu können – alles andere gefährdet die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts.
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