Nach dem Besuch des Seligenstädter Rosenmontagzuges, setzten vier als Bienen verkleidete junge Burschen mit der Fähre nach Karlstein über. Noch bei der Überfahrt wurden die jungen Bienen von einem Kobold angesprochen. Kaum am Ufer angekommen entpuppte sich der Kobold als fieser Geselle und verlangte von den vier Burschen die Herausgabe ihres Geldes. Um seinen Willen zu verdeutlichen, wurde den Bienenherren durch den Kobold Schläge angedroht. Da bei den Bienen jedoch kein Geld zu erlangen war, wurden die vier von dem Kobold durchsucht. Dieser nahm letztlich das Handy eines Bienenmannes an sich. Der Kobold hatte offensichtlich noch immer nicht genug und verlangte nun von den vier Bienen, dass man ihn nach Kahl begleite. Andernfalls stellte der fiese Kobold erneut Schläge in Aussicht. Auf dem Weg nach Kahl wurde dem geschädigten Bienenmann sein Handy wieder ausgehändigt. Der Kobold erklärte, dass alles nur ein Scherz gewesen sei.
Was für den verkleideten Kobold als Scherz gedacht war, war für die vier als Bienen verkleideten Männer alles andere als lustig. Letztlich erfüllt das Verhalten des, bislang unbekannten, Koboldes den Tatbestand einer Nötigung.



