Eine junge Familie konnte sich dank der eingebauten und ausgelösten Rauchwarnmelder gerade noch aus dem Haus retten. Der Sachschaden an dem Gebäude war aber beträchtlich und das Wohngebäude konnte für längere Zeit nicht mehr genutzt werden. Der Hauseigentümer, Herr P. Gerhard aus Aschaffenburg, lies es sich danach nicht nehmen, sich mit einem außergewöhnlichen Geschenk bei der Feuerwehr für die damalige Hilfe zu bedanken: Er nutzte seine beruflichen Kontakte und verschaffte so den Helfern die Möglichkeit zu einer Bildungsfahrt nach Ulm zu einem Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen.
Eine neunköpfige Abordnung der Wehr konnte nun dieses Geschenk einlösen. Nach einer Vorstellung des Werkes durch den regional zuständigen Betreuer der Firma, konnten sich die Mainaschaffer Feuerwehrangehörigen zuerst in einem Show-Room von neuen, zum Teil auf die Auslieferung wartenden, und auch älteren Fahrzeugen des Herstellers in den Bann ziehen lassen. Vom kleinen Feuerwehr-Anhänger bis zum großen Flughafenlöschfahrzeug reichte die Palette bei den Neufahrzeugen. Die älteren Geräte reichten von Fahrzeugen aus dem 19. Jahrhundert, bis in die 70iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zurück.
Danach folgte ein Rundgang durch die laufende Produktion. Hier konnte man die Entstehung der einzelnen Fahrzeuge, vom Anfang bis zur Auslieferungsreife, verfolgen und auch die verschiedenen Aufbautechniken und auch Aufbauvarianten betrachten. Nach einem ausführlichen Mittagessen in der Werkskantine ging es zu einem weiteren Höhepunkt des Tages. Man ging zur Produktionsstätte der Drehleitern. Hier konnte man Fahrzeuge sehen, die von Kunden in aller Welt bestellt waren. Da waren Drehleitern mit Leiterlängen von ca. 30 m genau so zu sehen, wie große Geräte mit über 50 m Leiterlänge, die für den Export bestimmt waren.
Im Anschluss machte man sich, mit viel angeeignetem Wissen, wieder auf den Weg zum Heimatstandort Mainaschaff und freute sich noch einmal über die sehr nette und nicht alltägliche Geste von Herrn Gerhard.



