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„Hinter Mauern und Absichten blicken“

„Hinter Mauern und Absichten blicken“

Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, wird auch in diesem Jahr bereits am Vorabend eröffnet.

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Passend zum Motto „Macht ist Pracht“ dient die als „Vogelsberger Dom“ bekannte Evangelische Kirche in Birstein-Unterreichenbach als Rahmen, wenn Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler den Aktionstag schon am Samstag, 9. September, um 17 Uhr einläutet.

Das Unterreichenbacher Gotteshaus wird am Tag des offenen Denkmals, tags darauf, dann ebenfalls allen Besuchern offenstehen. Sie dient als ein Beispiel, wie sich geistliche und weltliche Machtverhältnisse ausdrücken. Die Kirche ist in der Mitte des 18. Jahrhunderts an der Stelle eines Kirchenbaues aus dem 14. Jahrhundert errichtet worden. Die Ausgestaltung erfolgte ganz im Sinne der Reformierten Konfession ohne jeden Bilderschmuck. Ausgeführt wurde der Bau von Baumeister Johann Gallus Diemar, einem Schüler des Fuldaer Barockbaumeisters Andrea Gallasini. Die Bauweise entspricht dem Typ einer Quersaalkirche, betont durch den Turm vor der Mitte der südlichen Längsseite. Über dem östlichen Eingang befindet sich das Wappen des damaligen Landesherrn Fürst Wolfgang Ernst I. von Isenburg-Birstein, geziert mit dem schwedischen Seraphinen-Orden und mit der Jahreszahl 1749 datiert.

Neben der geschichtsträchtigen Birsteiner Kirche können Interessierte am Tag des offenen Denkmals an rund 20 Orten kreisweit Spuren regionaler Geschichte entdecken. „Das Motto lässt uns in diesem Jahr nicht nur hinter die beeindruckenden Mauern historischer Gebäude blicken, sondern auch hinter die Absichten der Planer und Auftraggeber“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler. „Die Größe, die Form und auch die Kunst im Inneren und an der Fassade von Prachtbauten geben einen guten Eindruck, wie sich jene mit politischer, kirchlicher oder finanzieller Macht selbst verortet und welche Machtansprüche sie damit zum Ausdruck gebracht haben.“

Gemeinsam mit Susanne Simmler werden der Erste Beigeordnete Christian Götz, Pfarrerin Andrea Engelkamp sowie der Vorsitzende des Geschichtsvereins Birstein, Peter Kauck, die Besucherinnen und Besucher begrüßen. Kauck wird den Gästen auch einen kurzen geschichtlichen Überblick über den „Vogelsberger Dom“ und den ehemaligen Gerichtsort Unterreichenbach geben. Untermalt wird die Veranstaltung durch stimmungsvolle Orgelmusik, zum Abschluss wird ein kleiner Imbiss gereicht. Im Anschluss an die Eröffnung besteht noch die Möglichkeit zu einer kurzen Besichtigung der wenigen Reste des oberen Tores und des alten Gerichtsplatzes mit den Gerichtslinden.

Nähere Informationen zu den Angeboten am Tag des offenen Denkmals finden sich auf der Internetseite des Aktionstags: www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Foto: In der Unterreichenbacher Kirche, dem „Vogelsberger Dom“, wird Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler in diesem Jahr den Tag des offenen Denkmals eröffnen.

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