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Alkoholabhängigkeit: Infos für Angehörige

Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, von der deutschlandweit über 1,3 Millionen Menschen betroffen sind.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

Das ganze Leben dreht sich dabei immer mehr um den Alkohol, alles andere tritt in den Hintergrund und wird zunehmend vernachlässigt. Die durch Alkoholmissbrauch verursachten sozialen Schäden werden häufig zu wenig beachtet und thematisiert.

Alkoholismus ist eine Krankheit, die nicht nur den Betroffenen, sondern auch dem sozialen Umfeld schwere Schäden zufügen kann. Dabei sind die engsten Familienmitglieder in der Regel am unmittelbarsten betroffen, also die Lebenspartner und Kinder. Die Belastungen für die Angehörigen sind groß und werden mit der Zeit immer größer. Die Gefühle der Angehörigen fahren Achterbahn: Sie sorgen sich um den Abhängigen, gleichzeitig empfinden sie immer mehr Scham, Verzweiflung und Wut. Nicht selten fragen sich die Angehörigen, ob sie für das Verhalten des Erkrankten verantwortlich sind. „Was habe ich nur falsch gemacht“ ist eine Frage, die sich Angehörige oft stellen. Sie fühlen sich oftmals vollkommen hilflos, finden keine Erklärungen für die belastende Situation. Nicht selten sprechen sie zum Teil jahrelang mit niemandem über die Erkrankung des Partners, weil sie ihn unterstützen und den Schein nach außen wahren wollen. Dieses Verhalten ist sehr häufig bei Frauen zu beobachten. Sie richten ihr Leben nach dem Partner aus und geraten so langsam aber sicher immer tiefer in ihre Co-Abhängigkeit, die nicht selten mit eigenen schwerwiegenden Erkrankungen wie Depressionen oder einer eigenen Abhängigkeit einhergeht.

Der Informationsabend stellt gezielt die Angehörigen und deren Probleme in den Mittelpunkt. Es werden mögliche Wege aus einer scheinbar ausweglosen Situation der Scham, Verzweiflung und Wut aufgezeigt. Das Tabuthema Alkoholabhängigkeit soll greifbar und verständlich gemacht werden. Ziel ist es, eine selbstbestimmte, eigenverantwortliche und aktive Lebensgestaltung zu erreichen.

Die Informationsveranstaltung findet am 20. Juni von 19.00 bis 21.00 Uhr im Begegnungszentrum Hanau-Main-Kinzig in der Breslauer Straße 27 in Hanau statt. Der Eintritt ist selbstverständlich frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 06181-25 55 00 oder auf der Website www.bzhanau-main-kinzig.de.

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