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Gebäudereiniger im Main-Kinzig-Kreis erwarten „Respekt- und Lohn-Schub“

Gebäudereiniger im Main-Kinzig-Kreis erwarten „Respekt- und Lohn-Schub“

Sie sorgen für saubere Büros, Schulen und Altenheime: Rund 2.020 Gebäudereiniger arbeiten im Main-Kinzig-Kreis.

Harth & Schneider

„Doch bei ihnen ist längst nicht alles im Reinen: Oft fehlt es am Respekt für ihre Arbeit. Und immer hapert es am Geld: Wer schrubbt, saugt und den Müll der anderen wegräumt, hält zwar alles am Laufen, verdient aber meistens nur einen Niedriglohn. Spätestens mit der Rente droht dann Armut im Alter“, sagt Gernot Sattler von der IG BAU Hessen-Mitte. Zum „Tag der Gebäudereinigung“ am kommenden Montag (Hinweis f.d. Red.: 15. Juni) fordert die IG BAU deshalb einen „Respekt- und Lohn-Schub“ für die Arbeit im Reinigungsgewerbe. Es gehe um mehr Anerkennung und um ein gutes Auskommen – gegen Altersarmut, so Sattler.

„Wer ein Leben lang dafür sorgt, dass die anderen ein ‚sauberes Leben‘ haben, der darf am Ende nicht auf staatliche Unterstützung angewiesen sein“, so Sattler. Eine Gebäudereinigerin mit Vollzeit-Job müsse beim heute in der Branche üblichen Lohn – rein rechnerisch – über 70 Jahre lang arbeiten, um auf die Höhe der Durchschnittsrente zu kommen, so der Vorsitzende der IG BAU Hessen-Mitte. „Reinigung und Rente – das ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis. Krasse Lohnunterschiede sind allerdings ein Risiko für den Zusammenhalt in der Gesellschaft – und Niedriglöhne damit sozialer Sprengstoff“, warnt Gernot Sattler.

Er appelliert an die Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD aus dem Main-Kinzig-Kreis und der Region, bei der anstehenden Rentenreform gegenzusteuern: „Wer ein Berufsleben lang Flure wischt, Fenster putzt und Toiletten sauber hält, hat es verdient, im Alter von der Rente in Würde leben zu können“, fordert der Vorsitzende der IG BAU Hessen-Mitte.

Außerdem müsse es bei der kommenden Tarifrunde für die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk ein „kräftiges Lohn-Plus“ geben. „Darauf sollten sich die 90 Gebäudereinigungsunternehmen im Main-Kinzig-Kreis schon einmal einstellen“, sagt Gernot Sattler. Er beruft sich bei den Zahlen zu den Beschäftigten und den Betrieben in der Gebäudereinigung auf Angaben der Arbeitsagentur.

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